Nov 15, 2018 Last Updated 8:25 AM, Nov 12, 2018

Forschungswelten 2019

Save-the-date: Forschungswelten 2019! Vom 4.-5. April 2019 findet an der Hochsc...

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Kristin Illiger, Prof. Dr. Ulla Walter, Prof. Dr. Frauke Koppelin
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Ziel: Das Alleinleben mit Demenz soll stärker in den Fokus von Wissenschaft und Praxis gerückt werden. Methodik: Im Rahmen einer quantitativen Befragung mit 22 Pflegediensten in Oldenburg wurden Daten von 1793 ambulant betreuten Personen erhoben und deskriptiv ausgewertet. Ergebnisse: 37% der demenziell erkrankten Personen in ambulanter Pflege leben alleine zu Hause. Diese sind v.a. weiblich, hochaltrig und mindestens im Pflegegrad 3 eingestuft. Schlussfolgerung: Frauen und Betroffene ohne familiäre Ressourcen müssen als Risikogruppen bei der Demenzversorgung besonders berücksichtigt werden.

Nicolas Vogt
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In den deutschen OP-Abteilungen werden neben Pflegefachkräften mit und ohne Fachweiterbildung zunehmend auch Operationstechnische Assistenten (OTA) eingesetzt. Bisher ist jegliche pflegewissenschaftliche Forschung im OP, die die dort arbeitenden Personen fokussiert, ausgeblieben. Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit unterschiedlichen Persönlichkeitseigenschaften im OP und liefert erste Ergebnisse, die in der Diskussion um eine staatliche Anerkennung der OTA mit zu berücksichtigen sind.

Dr. Manela Glarcher
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Der Content Validity Index (CVI) stellt eine Möglichkeit dar, Meinungen von Expertinnen und Experten zu einem Konstrukt zu quantifizieren und Aussagen zur Inhaltsvalidität eines Instrumentes zu treffen. Bisher fehlt im deutschsprachigen Raum eine Auseinandersetzung mit methodischen Potentialen und Risiken des CVI. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, diese Lücke zu schließen. Die gesammelten Studienergebnisse verweisen auf ein unspezifisches statistisches Model, einen Informationsverlust durch die Dichotomisierung von Antwortkategorien, eine fehlende Berücksichtigung der Zufallsübereinstimmung, sowie eine fehlenden Berechnung von Eintrittswahrscheinlichkeiten. Die Ergebnisse zeigen den Bedarf für eine weiterführende Auseinandersetzung mit den methodischen Fehlerquellen des CVI.

Stefanie Lemme
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Zu einer der neueren Therapieoptionen einer Herzinsuffizienz gehört das Links-Ventrikel-Assist-Device (LVAD). Es wird direkt ans Herz implantiert und gewährleistet die Versorgung des Körpers mit Blut und Sauerstoff. Die Stromzufuhr erfolgt über die Driveline, eine Verbindung durch die Bauchdecke nach außen. Um der wachsenden Sparte in der Pflege und der Versorgung gerecht zu werden ist es nötig, das Erleben der LVAD-Trägerinnen und -Träger näher zu beleuchten. Dazu wird der Entscheidungsprozess zum LVAD näher betrachtet. Ebenso die Gestaltung des Alltags, die Adaption ins häusliche Umfeld, ihre Aktivitäten und Einschränkungen.

M.Sc. PH Markus Grebe, Prof. Dr. Thomas Hering
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Untersucht wurde der präventive Effekt geschlossenen endotrachealen Absaugens verglichen mit dem konventionellen offenen Verfahren auf die Entstehung einer Ventilator-assoziierten Pneumonie (VAP) bei invasiv beatmeten Intensivpatient_innen. Systematische Datenbankrecherchen erfolgten in Medline (PubMed), Cochrane Library, EMBASE und CINAHL, ergänzende Handsuchen in Google Scholar und Referenzlisten bis 12/2016. Eingeschlossen wurden 12 randomisierte-kontrollierte Studien, die zwischen 1994 und 2016 veröffentlicht wurden (1.678 Teilnehmer_innen). Studien in Abstract-Form und nicht-englischsprachige Publikationen wurden ausgeschlossen. Das geschlossene Absaugverfahren hat im Trend einen schwachen, nicht signifikanten präventiven Effekt auf das Entstehen einer VAP (RR 0.81, 95%-CI 0.63 ; 1.03). Die Ergebnisse sind moderat heterogen (I² = 29% < 50%). Zukünftig sind Studien mit höherer methodischer Qualität erforderlich. Der Ausschluss von nur als Abstract vorhandenen und nichtenglischsprachigen Studien kann die ...

Prof. Burkhard Werner, David Leopold
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Nachdem eine Pilotstudie im Jahr 2010 in Demenz-Wohnbereichen (DWBs) von Altenpflegeheimen und in ambulant betreuten Demenz-Wohngemeinschaften (DWGs) große Differenzen hinsichtlich des Anteils psychisch belasteter Mitarbeitender (DWBs: 57%; DWGs: 26%) und des Anteils psychisch Beanspruchter unter ihnen (DWBs: 55%; DWGs: 33%) ermitteln konnte, wurde 2017 in einer deutschlandweiten repräsentativen Stichprobe ein fast gleiches Ergebnis erzielt: psychische Belastung (DWBs: 58%; DWGs: 29%); psychische Beanspruchung (DWBs 51%; DWGs: 35%). Weitere zwölf belastungsrelevante Aspekte weisen ebenfalls in fast allen Bereichen die Mitarbeitenden in DWBs deutlich häufiger als belastet aus als die in DWGs. Unterschiede der Einrichtungstypen hinsichtlich einrichtungsbezogener Merkmale (Infra- und Bewohnerstruktur) sowie soziodemografischer Variablen der Mitarbeitenden können diese Differenzen kaum erklären.

Hannele Hediger (lic. phil.; RN), Prof. Dr. Romy Mahrer Imhof
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Pflegende und betreuende Angehörige können von Familienberatung profitieren. Eine pflegegeleitete Beratung für Familien älterer Menschen wurde basierend auf dem Calgary Family Assessment und Intervention Model entwickelt. Angehörige, die an individuellen Beratungsgesprächen teilgenommen hatten, wurden gebeten die Qualität der Beratung mit einer spezialisierten Pflegefachperson einzuschätzen. Ein Fragebogen auf der Grundlage von Donabedian „Evaluation der Qualität der medizinischen Versorgung“ wurde eingesetzt. Von 90 Teilnehmenden retournierten 61 (68%) den Fragebogen und schätzen die Qualität als hoch ein (79% der maximalen Anzahl theoretisch möglicher Punkte). Die Teilnehmenden erlebten das Angebot als hilfreich und würden es wieder in Anspruch nehmen.

Prof. Dr. Jörg Lehmann
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Mit dem Anstieg der älteren Bevölkerungsgruppe im Rahmen des demographischen Wandels steigt auch die Inanspruchnahme von Gesundheitsdienstleistungen. Folgerichtig wächst auch die Zahl der pflegebedürftigen Menschen bis 2050 dramatisch an (Statistisches Bundesamt 2017: 132). In dem vorliegenden Artikel versucht der Autor mit einer qualitativen Analyse einen möglichen Bedarf für touristische Angebote für Pflegebedürftige und deren Angehörige am Niederrhein zu eruieren. Diese Studie wurde als grenzüberschreitendes People-2-People-Projekt mit Mitteln der Euregio Rhein-Waal durch den Projektträger Niederrhein Tourismus gefördert.

Dr. Helen Güther, Dr. Heike Baranzke, Lisa Luft, Prof. Dr. Hermann Brandenburg, D-Vallendar; Hanna Mayer, Johanna Breuer, Melanie Mattes, Andrea Smoliner, AT-Wien
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Jaroslava Zimmermann, Heidemarie Kelleter
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Obwohl in der internationalen wissenschaftlichen Literatur keine eindeutige Evidenz erkennbar ist, dass alternative Versorgungsformen eine positive Wirkung auf kognitiv beeinträchtigte Bewohner/-innen haben, werden diese in stationärer Langzeitpflege immer häufiger erprobt. In diesem Beitrag wurden Ergebnisse des Projektes EQisA sekundär analysiert, um Unterschiede in der Ergebnisqualität zwischen segregativer und integrativer Versorgung kognitiv Beeinträchtigter in stationären Pflegeeinrichtungen zu ermitteln. Die nach segregativen Prinzip organisierten Einrichtungen wiesen weniger Stürze mit schweren Folgen, einen niedrigeren Anteil der Anwendung von Gurtfixierungen bei erheblich kognitiv Beeinträchtigten und eine niedrigere Dekubitusrate bei immobilen Bewohnern/-innen im Vergleich zu den traditionellen Einrichtungen auf.

Ausgabe Juli/August
Dr. phil. Daniela Schmitz, Ulrike Höhmann
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In der multiprofessionellen Studieneingangswoche wird vor dem Hintergrund der Experten-Laien-Kommunikation ein gemeinsames Verständnis zentraler Begriffe im Studiengang erarbeitet. Ziel ist, die beteiligten Perspektiven abzugleichen und zu integrieren. Das Lernziel „Austausch eines ersten professionsgebundenen Wissenschaftsverständnisses und Darlegung jeweiliger berufstypischer Problemlösungs- und Handlungslogiken“ wird mit Hilfe der Methode Think-Pair-Share erreicht. Im Beitrag wird die Umsetzung der Methode aufgezeigt und kritisch reflektiert.

Ausgabe Juli/August
Daniel Koch, MScN; Antoinette Conca, MScN; Katharina Regez; Prof. Dr. med. Philipp Schuetz; Dr. med. Alexander Kutz; Prof. Dr. med. Beat Mueller
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Sieben Akutspitäler integrieren neu interprofessionell entwickelte Instrumente im Klinikinformationssystem, um die Behandlung und Austrittsplanung bei rund 30`000 Patienten zu optimieren. Hierzu dokumentieren Pflege-, Arzt- und Sozialdienst ihre jeweiligen Einschätzungen zur Stabilität, Selbstständigkeit respektive Organisationsfortschritt und erfassen systematisch die den Behandlungsprozess verzögernden Faktoren. Die Pflegefachperson wird in ihrer Einschätzung zusätzlich durch die Screening-Instrumente „Post-Acute Care Discharge Score“ (PACD), „Selbstpflegeindex“ (SPI) sowie durch die dokumentierten Austrittsvorstellungen des Patienten und dessen Angehörigen unterstützt. Mittels strukturierter 30 Tage Interviews werden patientenzentrierte Qualitätsindikatoren nach Spitalaufenthalt erfasst.

Ausgabe Juli/August
Judith Bauer, Bernadette Ohnesorge
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Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels haben einige Einrichtungen der stationären Langzeitpflege eine Bereitschaft zur Öffnung hin zum Quartier bzw. zum Sozialraum gezeigt. Mit Hilfe eines Forschungsprojektes sollen nun drei ausgewählte Institutionen hinsichtlich dieses Phänomens untersucht werden. Im Projekt wird ein Mixed-Methods-Ansatz verwirklicht. Im qualitativen Teil der Untersuchung werden Akteure im Pflegeheim und Stakeholder der Einrichtungen bezüglich ihres subjektiven Erlebens hinsichtlich der Öffnung befragt, außerdem finden verschiedene Beobachtungen statt. Im quantitativen Teil wird Ende des Jahres 2018 eine Online-Befragung von allen stationären Pflegeeinrichtungen in Rheinland-Pfalz durchgeführt mit dem Ziel, jene Faktoren zu identifizieren, welche die Innovatoren in diesem Bereich charakterisieren. Das Projekt befindet sich momentan in der Datenerhebung, deshalb liegen noch keine Ergebnisse vor.

Ausgabe Juli/August