„Informieren allein genügt nicht!“. Kommunikationserleben von Angehörigen auf der Intensivstation beliebt

Angehörige von Patient/innen mit Subarachnoidalblutung (SAB) auf der Intensivstation sind durch langanhaltende Unsicherheit emotional stark belastet. Die Kommunikation mit Pflegefachpersonen gibt ihnen Sicherheit. Wie sie die Kommunikation erleben und ob sich das mit der Zeit verändert, ist kaum erforscht. Ziel dieser Studie ist, vertieft zu verstehen, wie Angehörige die Kommunikation mit Pflegefachpersonen im Verlauf der Behandlung erleben. Die neun Interviews mit drei Angehörigen wurden mithilfe der interpretierenden Phänomenologie ausgewertet. Die Teilnehmenden erleben die Kommunikation mit Pflegefachpersonen auf der Beziehungs- und Handlungsebene. Angehörige möchten sorgfältig informiert werden und zuverlässiges Handeln erfahren. Kommunikation gelingt, wenn die Familiensituation individuell berücksichtigt wird und Angehörige passende Unterstützung erfahren. Wichtig ist die individuelle Interaktion in der Akut- und Aufwachphase der Patient/innen sowie die kontinuierliche pflegerische Betreuung über einen längeren Zeitraum, die sich konsequent an den Bedürfnissen der Angehörigen orientiert. Pflegefachpersonen haben es in der Hand, ob Angehörige die Kommunikation als unterstützend erleben oder nicht.
Autor/in/nen
Jürgen Maier, Rahel Naef, Martin R. Fröhlich, Dr. Elke Steudter, Jürgen Maier Pflegeexperte, RN Intensivstation Neurochirurgie, UniversitätsSpital Zürich Tuschgenweg 9 CH-8041 Zürich juergen.maier@usz.ch , Intensivstation Neurochirurgie, UniversitätsSpital Zürich
Title
“Information is not enough!”. Family members’ experience of communication with nurses in ICU
Abstract
Families of critically ill persons with subarachnoid hemorrhage face uncertainty and high emotional stress. Communication with nurses promotes a sense of control and safety. However, little is known about how they experience communication with nurses over time. This study seeks to generate an in-depth understanding of family members’ communication experience with nursing staff over a period of several weeks in critical care. Data were collected through nine semi-structured interviews with three family members of persons with subarachnoid hemorrhage and were analyzed using interpretive phenomenology. Participants experienced communication with nursing staff as relational and a caring activity, which included offering attentive information, acting reliably, and providing competent care. Communication succeeded when families’ situation and individual needs were responded to. Relational interactions with nurses were key during patients’ acute as well as recovery phase. An important aspect of successful communication is continuous, relational nursing care over time. Nurses’ actions influence whether families experience communication as supportive or not.
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