Dec 13, 2019 Last Updated 8:04 AM, Dec 4, 2019

Mai/Juni 2019RSS

Prof. Dr. Kerstin Wüstner
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Im Zentrum dieses Artikels steht die Frage, inwieweit Facetten einer Work-Life Balance eine Herausforderung in der Altenpflege sind. Dabei wird nicht nur der Vereinbarkeit von Beruf und Familie Beachtung geschenkt, sondern ein weiterer Blick eingenommen, in dem auch andere Dimensionen einer gelungenen Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben einbezogen werden. Eine gelungene Work-Life Balance ist wichtig für das Wohlbefinden und die Gesundheit, denn sie hilft, die vielfältigen berufsbedingten Herausforderungen besser zu bewältigen. Anhand eines Fallbeispiels wird aufgezeigt, dass es sinnvoll ist, mehrere Facetten einer Work-Life Balance zu berücksichtigen, denn sie weisen unterschiedliche Zusammenhänge mit organisationalen und sozialen Einflussgrößen – und damit auch verschiedene Ansatzpunkte für Interventionen – auf.

Dr. Petra Richter, Kirsten Modrow, M.A.
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Hauptamtlich Mitarbeitende in stationären Hospizen stehen vor besonderen beruflichen Herausforderungen. Der regelmäßige Umgang mit sterbenden Menschen und ihren An- und Zugehörigen sowie die anspruchsvolle pflegerische Versorgung erfordern geeignete Methoden zur Reflexion. Vor diesem Hintergrund – verbunden mit einer auffällig hohen Fluktuation der Mitarbeitenden sowie einem hohen Krankenstand – nimmt das Team der Hauptamtlichen Mitarbeitenden an Team-Tagen teil. Ziel der hier vorge- stellten Studie ist, das Erleben und die Effekte dieser Team-Tage aus Perspektive der hauptamtlich Mitarbeitenden zu erfassen. Das Forschungsdesign umfasst qualitative wie quantitative Elemente; die Ergebnisse verweisen auf die zentrale Bedeutung einer prozesshaft zu entwickelnden palliativen Grundhaltung

Anna Drees (B. Sc.), Ariane Rolf (M. A.), Prof. Dr. Norbert Seidl, Prof.in Dr.in Änne-Dörte Latteck
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Das Belastungserleben pflegender Männer erlangt im wissenschaftlichen Diskurs zunehmend Beachtung. Wenig untersucht sind Erwartungen an spezifische Entlastungsangebote wie betreute Urlaube. Neun Experteninterviews mit pflegenden Männern, die mit ihren pflegebedürftigen Ehefrauen einen betreuten Urlaub verbrachten, zielten auf die Exploration von Erwartungen, Belastungen und Faktoren, die diese beeinflussen. Die Datenauswertung erfolgte mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Gläser & Laudel (2010). Die pflegenden Männer stellten in erster Linie Erwartungen an die Betreuung, den Service und das Freizeitangebot. Diese werden durch eine Rollenveränderung und genderspezifische Konstruktionsprozesse beeinflusst. Es wurden konzeptuelle Hinweise zur Gestaltung betreuter Urlaube abgeleitet.

Beate Ninow, Diana Brodda
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In Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden 2017 insgesamt 1120 Explantationen in den Operationsabteilungen durchgeführt. In Österreich und der Schweiz gibt es zwei verschiedene Vorgehensweisen bei der Organentnahme. Bei beiden Verfahrensweisen ist die Patientin / der Patient vor der Operation für Hirntod erklärt worden. Ziel der Literaturübersicht ist die Identifikation von Belastungsfaktoren und Coping-Strategien Pflegender im OP während des Organentnahmeprozesses. Daraus ergeben sich vier verschiedene Ansatzpunkte für die Pflegepraxis, in den Bereichen interprofessionelle Zusammenarbeit, Weiterbildung, Unterstützungsstrategien und die Wahrnehmung der Bedürfnisse der Pflegenden im OP.

Dr. phil. Franco Mantovan, GKP Katia Trevisani, KPF Cindy Mairamhof
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Traditionell wurden gastrektomierte Patienten, aus Angst vor einer ösophagojejunalen Anastomosen Insuffizienz und aufgrund des paralytischen Ileus, einer postoperativen Nüchternheitsphase von einigen Tagen unterzogen (in der Regel 3-5 Tage). Um eine Malnutrition zu vermeiden, wurden die Betroffenen in der Zwischenzeit entweder durch eine enterale Ernährungssonde oder über den parenteralen Weg ernährt. In dieser Literaturrecherche wird der Frage nachgegangen, inwiefern eine frühe postoperative orale Zufuhr von Flüssigkeit und Nahrung innerhalb von 24 Stunden nach der Gastrektomie in der Lage ist, die Krankenhausverweildauer, die Morbidität, die Dauer bis zum Auftreten des ersten Flatus und die Mortalität zu reduzieren und das Risiko von Wundinfektionen, von Blutungen, einer Anastomosen Insuffizienz und die Reoperationsraten zu verringern. Aus den Ergebnissen der Recherche geht hervor, dass sich die frühe orale Ernährung innerhalb von 24 Stunden nach der Gastrektomie als effektiv im Vergleich zur späten ora ...

Sigrun Simolka, Prof. Dr. Gabriele Bartoszek, Prof. Dr. Wilfried Schnepp
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Eine der größten Migrationsgruppen in Deutschland sind Zugewanderte aus der ehemaligen Sowjetunion. Es existieren keine Untersuchungen zu den subjektiven Vorstellungen über Diabetes mellitus und persönlichen Ressourcen in der Krankheitsbewältigung durch Betroffene aus diesem Herkunftsland. Mit dieser Studie sollen die Themen mit Hilfe von Leitfaden-gestützten Interviews nach Witzel erfasst und mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden. Ziel der Untersuchung ist es, die subjektiven Sichtweisen zu explorieren und eine Veränderung in den Beratungen zu ermöglichen. In diesem Artikel wird die methodische Herangehensweise beschrieben und diskutiert. Die Studie entsteht im Rahmen des PhD-/Doktoranden-Kollegs der Universität Witten/Herdecke.

Zylfije Dibrani, BScN, RN, Dr. phil. Diana Staudacher
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Das Phänomen Mitleiden bei Angehörigen muslimischer PatientInnen mit Migrationshintergrund im palliativen Stadium ist Pflegefachpersonen häufig nicht bekannt. Sie fühlen sich unsicher und wissen nicht, wie sie den Angehörigen begegnen können. Im Rahmen eines integrativen Reviews ließen sich beobachtbare Ausdrucksformen des Mitleidens bei Angehörigen muslimischer PatientInnen im palliativen Stadium ermitteln. Das Phänomen umfasst neun Aspekte, die sich im Erklärungsmodell „Das Netz des Mitleidens“ zusammenfassen lassen. Mitleiden lässt sich verstehen als körpersprachlicher Ausdruck des Hoffens, Klagens und Betens und ermöglicht leidenden und trauernden Menschen, mit Gott vereint zu sein. So können sie ihre Gefühlslast und Trauer miteinander teilen. Begründen lässt sich das Phänomen durch das Bedürfnis der Angehörigen, ihre religiöse Identität und Tradition zum Ausdruck zu bringen. Das Modell bietet eine erste Orientierung für Pflegefachpersonen als Beitrag zu migrationssensibler Palliative Care.

Andreas Lauterbach
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