Tod und Sterben begegnen – Befürchtungen und Erwartungen Studierender der Gesundheitsund Krankenpflege in Bezug auf die künftige Konfrontation mit Sterben und Tod

Tod und Sterben wird zunehmend in Institutionen der Akut- und Langzeitpflege sowie in palliative Einrichtungen gedrängt. Jungen Menschen fehlt daher der Kontakt mit sterbenden oder toten Menschen. Auf Grund dieser fehlenden Erfahrung wird die Nähe zum Tod in der pflegerischen Ausbildung oft problematisch erlebt. Vorerfahrungen sowie Erwartungen und Befürchtungen vor der Konfrontation mit sterbenden und toten Menschen wurden erhoben. Ebenso konnten Wünsche der Studierenden für den Palliativunterricht ermittelt werden. Für die vorliegende Arbeit wurde ein qualitativer Forschungsansatz ausgewählt. Die Datenerhebung fand mittels einer offenen, schriftlichen Befragung statt. Die Auswertung der Daten erfolgte in Anlehnung an die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring. Studierende der Gesundheits- und Krankenpflege bringen wenig Vorerfahrung mit sterbenden Menschen mit. Ihre Befürchtungen beziehen sich auf Ängste vor der Pflege Sterbender und Verstorbener, Umgang mit Angehörigen, Nähe und Distanz sowie Befürchtungen bezüglich der Bewältigung. Erwartungen an den Unterricht in Palliative Care ergeben sich hauptsächlich aus diesen Ängsten. Sowohl Lehrende als auch Pflegende in der Praxis sollten Befürchtungen und Bedürfnisse der Auszubildenden erkennen, sich damit auseinandersetzen und diese in Theorie und Praxis berücksichtigen, um nachhaltig eine positive Einstellung für die End-of-Life Care zu ermöglichen.
Autor/in/nen
Ursula Halbmayr-Kubicsek, Ursula Halbmayr-Kubicsek Vinzentinum Linz ursula.halbmayr-kubicsek@bhs.at , Vinzentinum Linz
Abstract
Currently death and dying has become more and more marginalised to nursing homes and palliative institutions by society. Most young people lack the contact with dying or dead people. This lack of experience causes severe problems for the majority of nursing students during their training. The aim of this study is the survey of the nursing students’ experience with death and dying gained before starting the nursing training as well as their expectations and fears concerning the confrontation with dying or dead human beings. At the same time eventual wishes for the palliative education are determined. This paper follows a qualitative research approach. The collection of data was carried out in an open paper-and-pencil interview. The evaluation of the collected data was done according to the qualitative content analysis of Mayring. The vast majority of nursing students has collected only little experience with death and dying before starting their nursing training. Their fears comprise the treatment of dying or dead people, the handling of relatives as well as the topic of closeness and distance. The expectations for the palliative education mainly relates to the coping of these difficult and problematic situations. In clinical lectures nursing students’ needs and fears should be realised and taken into account in order to enable the development of a substantial positive attitude towards End-of-Life care.
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