Nov 19, 2019 Last Updated 7:49 AM, Nov 11, 2019

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Manela Glarcher
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Die Einschätzung von Pflegequalität als Ergebnisindikator der Pflege gewinnt im Akutkrankenhaus zu- nehmend an Bedeutung. Einer von neun Fragebögen zur Bewertung der Pflegequalität aus der Sicht von Patienten und Pflegepersonen ist die englischsprachige Good Nursing Care Scale for Nurses and Patients (GNCS-N/P). Da derzeit keine validierte deutschsprachige Version existiert, wurde der englische Fragebo- gen in die deutsche Sprache übersetzt. Im vorliegenden Artikel wird die sprachliche und kulturelle Adap- tierung der GNCS anhand der „Principles of International Society for Pharmacoeconomics and Outcome Research” (ISPOR) beschrieben. Durch einen rigorosen übersetzungsprozess kann das Risiko für Verzerrun- gen gering gehalten werden. Dabei soll mit derselben Sorgfalt und Achtsamkeit wie bei der Entwicklung von Instrumenten oder der überprüfung testtheoretischer Gütekriterien vorgegangen werden. Die Metho- dik des „cognitive debriefing“ ist als elementarer Schritt im übersetzungsprozess anzusehen.

Stefan Schmidt, Christiane Luderer
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Hintergrund: Mit dem Pflege-Weiterentwicklungsgesetz wurde die Schaffung von Pflegestützpunkten ermöglicht, welche eine wohnortnahe Beratung, Versorgung und Betreuung sicherstellen sollen. Fragestellungen: Wie nehmen mehrfach erkrankte Nutzer/-innen von Pflegestütz- punkten mit einem hohen Unterstützungsbedarf die Versorgungsorganisation, -koordination und -steuerung wahr? Welche Auswirkungen hat die am Handlungsansatz des Care und Case Managements orientierte Fallkoordination und -steuerung durch Pflegeberater/-innen auf die Klient/-innen? Inwieweit ist die Versorgung (aus der Nutzer/-innenperspektive) am Bedarf und den Bedürfnissen der Klient/-innen ori- entiert? Methodisches Vorgehen: Es wurde ein hermeneutisch-interpretatives Forschungsdesign gewählt. Die Datenerhebung und -analy- se erfolgte explorativ. Zur Datenerhebung wurden teilstrukturierte Leitfadeninterviews mit mehrfach erkrankten Nutzer/-innen (n=8) von Pflegestützpunkten geführt. Die Analyse der Daten erfolgte in Anlehnung an die Grounded Theor ...

Elisabeth Haslinger-Baumann, Gerhard Müller, Christa Them
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Forschungsanwendung bedeutet den Transfer von wissenschaftlichen Ergebnissen in die pflegerische Pra- xis. In österreich besteht ein Mangel an empirischen Daten zur Darstellung der Bedingungen der For- schungsanwendung in der Pflege. Angesichts dieser fehlenden Daten wurden in Ostösterreich sieben ExpertInneninterviews mittels Leitfaden durchgeführt und nach der zusammenfassenden qualitativen In- haltsanalyse nach Mayring analysiert. Als Ergebnisse konnten Person-zentrierte Eigenschaften und orga- nisatorische Strukturen als Bedingungen für die Umsetzung von Forschungsergebnissen identifiziert wer- den. Forschungsanwendung wird auf individueller Ebene sehr engagiert und oft gegen organisatorische und kollegiale Widerstände durchgeführt. Dabei erleben sich Pflegepersonen im Spannungsfeld zwischen tradierten Tätigkeiten und wissenschaftlichem Arbeiten.

Mirko Lezock, Jörg Klewer
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Der Sturzrisikofaktor „schlechte Beleuchtung“ ist bislang noch nicht ausreichend definiert. Aufgrund die- ser einerseits unklaren Begrifflichkeit und andererseits vorhandenen Empfehlungen zur Beleuchtungssi- tuation war es das Ziel der Untersuchung, in einer stationären Pflegeeinrichtung mögliche Unterschiede zwischen subjektiver Beurteilung und objektiver Messung der Beleuchtungssituation herauszuarbeiten. Dazu erfolgten eine anonyme schriftliche Befragung des Pflegepersonals zur Beleuchtungssituation sowie objektive technische Messungen gemäß DIN. Die Beleuchtungssituation in der Einrichtung wurde vom Pflegepersonal fast ausschließlich als positiv eingeschätzt. Die objektive Messung der Beleuchtungssitu- ation zeigte in zahlreichen Räumen keine ausreichende Beleuchtungsstärke und weitere lichttechnische Mängel. Aufgrund der Diskrepanz zwischen subjektiver Beurteilung und objektiver Messung der Beleuch- tungssituation ist die alleinige subjektive Einschätzung als nicht geeignet anzusehen, da diese zu einer ü ...

Anna Grundel, Katharina Liepe, Beate Blättner
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Gewalt gegen ältere Menschen in der häuslichen Pflege führt zu Leid bei den Betroffenen und stellt einen Eingriff in deren grundlegende Rechte dar. Prävention und Intervention durch ambulante Pflegefachkräfte könnten positive Effekte für die Beteiligten haben. Es wurde der Frage nachgegangen, welche Faktoren das Handeln von Pflegefachkräften begünstigen und welche Barrieren darstellen. Handlungssicherheit, Kennt- nisse über Gewalt sowie ein klarer Auftrag zum Schutz der Pflegebedürftigen sind begünstigende Fakto- ren für das Handeln. Hemmend wirken dagegen fehlende Sensibilität für die Problematik und fehlende Handlungsoptionen bzw. -legitimation. Auf institutioneller Ebene begünstigen standardisiertes Vorgehen sowie Instrumente für die Objektivierung und Dokumentation von Gewalt professionelles Handeln. Müs- sen externe Akteure hinzugezogen werden, weil die eigenen Interventionsmöglichkeiten nicht ausreichen, entstehen auf institutioneller Ebene Handlungsunsicherheiten, die stark hemmend wirken.