Analyse von Sturzereignissen stationärer Krankenhauspatienten

Sturzereignisse von Patienten sind für Krankenhäuser weiterhin eine Herausforderung. Ziel der Untersuchung sollte es daher sein, die Sturzereignisse von Patienten eines Krankenhauses der Regelversorgung zu analysieren, dabei sollte geprüft werden, ob es einen Zusammenhang zwischen der Einnahme sedierender Medikamente und eingetretenen Sturzereignissen gab. Die Untersuchung erfolgte in einem Akutkrankenhaus mit 217 Betten. Retrospektiv wurden 106 Sturzereignisse stationärer Patienten eines 16monatigen Erhebungszeitraumes ausgewertet. Die Sturzinzidenz betrug 1,5 Sturzereignisse pro 1.000 Belegungstage. Durchschnittlich waren gestürzte Patienten 78 Jahre alt. 90 Sturzereignisse erfolgten auf den internistischen Stationen. Während der Nachtschicht ereigneten sich 55 Stürze. Zu den häufigsten intrinsischen Risikofaktoren zählten in jeweils 64 Fällen kognitive Beeinträchtigungen sowie ein verändertes Aus-scheidungsverhalten. Sedierende Medikamente wurden während des Sturzzeitraumes in 55 Fällen verabreicht, dabei fand sich kein signifikanter Unterschied gegenüber einer Vergleichsgruppe. Es zeigte sich, dass die Sturzereignisse multifaktorielle Geschehen darstellen. Anhand der Ergebnisse konnten Problembereiche identifiziert werden, aus denen sich nachfolgend Veränderungsvorschläge ableiten lassen.
Autor/in/nen
Carola Münch, Jörg Klewer, ,
Abstract
Falling of patients is still a challenge for general hospitals. The aim of the present study was to analyse the fall patterns of patients in general hospital. In addition, the impact of sedative drugs should be investigated. The study took place in 217 beds general hospital. All 106 reported falls which occurred during a 16 month period were analysed. The incidence of falling was 1.5 fall events per 1.000 patient days. Average of fallen patients was 78 years. 90 fallings occurred on medical wards, and 55 falls did occur during night shifts. Most frequent risk-factors reported (64 cases) were mental impairments as well as problems with urinating/passing stool. Sedative drugs were administered in 55 cases, but no significant influence of these drugs was found. It becomes obvious, that falling of hospital patients derives from several factors. The findings enable to identify crucial risk-factors, which allows to improve the prevention of falling in hospital patients.
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