Dec 13, 2019 Last Updated 8:04 AM, Dec 4, 2019

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Astrid Elsbernd, Sonja Lehmeyer, Ulrike Schilling
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Im Folgenden werden die wesentlichen Ergebnisse einer umfassenden Analyse der Forschungs- und Erkenntnislage zum Themenbereich Technik und Pflege dargestellt. Diese Analyse entstand zu Beginn eines Projektes, welches sich mit der Frage nach den Möglichkeiten einer bedarfsgerechten technikgestützten Pflege befasst. Dabei wurde rasch deutlich, dass der Begriff des „Ambient Assisted Living“ („AAL“) aktuell eine dominierende Position innerhalb der Fachdiskussion in Deutschland und Europa besitzt. AAL-Förderprogramme werden aufgelegt (z. B. Ambient Assisted Living Joint Programm (AAL-JP), Innovationspatenschaften geschlossen (z. B. BMBF/VDE Innovationspatenschaft AAL), AAL-Studiengänge gegründet (z. B. Bachelor „Ambient Living Designer“, Bachelor „Assistive Technologien“). Im Zentrum dieser AAL-assoziierten Aktivitäten steht nach einer Beschreibung des Verbandes der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik e.V. „der Erhalt und die Förderung der Selbständigkeit und die Erhöhung der Lebensqualität von Men ...

Alexander Bauer, Stephanie Boese, Margarete Landenberger
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Die demografische Entwicklung stellt die Gesundheitsversorgung älterer Menschen im ländlichen Raum vor große Herausforderungen. Ein breit diskutierter Ansatz zur Lösung dieses Problems sind technische Assistenzsysteme, die älteren Menschen ermöglichen sollen, trotz gesundheitlicher Einschränkungen so lange wie möglich selbständig in der eigenen Wohnung verbleiben zu können (Ambient Assisted Living, AAL). Bislang kaum untersucht ist aber die Frage, ob solche technischen Assistenzsysteme aus Sicht der unterschiedlichen Gesundheitsberufe tatsächlich bereits das Potential für den Einsatz in der Regelversorgung haben und welche Anforderungen Gesundheitsprofessionals an ambiente Gesundheitstechnik stellen.

Gerhart Hofer
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Erfreulicherweise haben Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung eine steigende Lebenserwartung. Damit verbunden sind auch auftretende, herausfordernde Veränderungen des Alters wie dementielle Entwicklung. Diese Forschungsarbeit ist ein Versuch, Wissen über Demenz bei intellektueller Beeinträchtigung im Hinblick auf die Aus- und Fortbildung des Personals in den Sozialbetreuungsberufen Österreichs zu generieren. Eine hier ausgeklammerte Feldanalyse ergibt, dass es im Bundesland Vorarlberg keine Daten über Menschen mit IB in dementieller Entwicklung gibt. Trägerverantwortliche nennen aktuell wachsenden Bedarf an Diensten und großen Bedarf für Aus- und Fortbildung. Die Befragung von Studierenden vor Abschluss und von AbsolventInnen der Schule für Sozialbetreuungsberufe mit Schwerpunkt im Behindertenbereich (N = 242) über Praxis- und Ausbildungserfahrungen sowie Bildungsbedarf bestätigen die Annahme. In der Zusammenfassung hat der Autor Ergebnisse und Handlungsvorschläge aufgelistet.

Karoline Koch
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„Pflegewiderstand“, ein Verhalten der Personen mit Demenz, stellt für Pflegeteams eine große Herausforderung dar. Personen mit Demenz, welche Hilfestellungen zur Bewältigung ihres Alltags benötigen, dies ist etwa Stadium 6 der GDS Skala nach Reisberg et al. (1982), antworten über ein vielfältiges Verhaltensrepertoire auf Handlungen ihrer Umgebung und zeigen unter anderem Widerstand gegen pflegerische Handlungen. Ziel der Untersuchung war es, Einblicke zu erhalten, wie Pflegepersonen den Pflegewiderstand von Patienten mit Demenz in unmittelbaren pflegerischen Situationen erleben. Es wurde eine schriftliche Befragung von 60 Pflegepersonen auf einer stationären Abteilung für Alterspsychiatrie durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass Pflegepersonen im Durchschnitt mehrmals pro Monat bis mehrmals pro Woche mit Pflegewiderstand konfrontiert sind. Besonders häufig zeigt sich das Verhalten „Gegenhalten“ (40 % „täglich“) und besonders selten „physisch bedrohen“ (13,6 % „nie“). Global betrachtet beurteilten die befr ...

Ulrich M. Fleischmann, Irina Lutz, Thomas Tümena
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Ein Hauptziel der geriatrischen Rehabilitation ist es, verloren gegangene Selbständigkeit bei Patienten höheren Alters wiederzuerlangen, diese zumindest zu verbessern bzw. einer beginnenden oder drohenden Verschlechterung der Selbständigkeit entgegenzuwirken. Eine möglichst genaue prognostische Einschätzung von Rehabilitationserfolgen und deren Nachhaltigkeit ist von großer Bedeutung in einem Gesundheitssystem, das sich herausfordernden demografischen Entwicklungen und einem beträchtlichen Kostendruck gegenüber sieht. In der vorliegenden Arbeit wurde untersucht, welche Prädiktoren die Nachhaltigkeit geriatrischer Rehabilitationserfolge beeinflussen und welche Alterspatienten durch geriatrische Maßnahmen am deutlichsten profitieren können. Dazu wurden Daten von 1245 Patienten, die im Rahmen des Projektes „Geriatrie in Bayern-Datenbank“ (GiB-DAT) und eines Follow-Up-Pilotprojekts von 2006 erhoben wurden, einer erweiterten Analyse unterzogen. Drei soziodemografische Merkmale (Alter, Geschlecht und Wohnsituation) ...

Julia Berendt, Beate Mitzscherlich, Daniel Behrendt
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Die Informationstechnologie (IT) in Krankenhäusern hat in den vergangenen Jahren eine dynamische Entwicklung erfahren. Folgen sind hohe Anforderungen an die Verfügbarkeit klinischer IT-Systeme, an eine zeit- und bedarfsgerechte Bereitstellung von Daten und Informationen sowie an den Datenschutz. Für das daraus resultierende Arbeitsfeld etabliert sich derzeit eine wegbereitende Berufsgruppe, die über pflegerische Berufserfahrung verfügt. Doch mit welcher Intention treten Personen aus der Pflege in den IT-Bereich? In welchem Aktionsfeld bewegen sie sich und inwieweit sind sie dafür qualifiziert? Welche Akzeptanz erfahren sie im Spannungsfeld zwischen Pflege und Informatik und wo positionieren sie sich? Aber vor allem, inwieweit wird gegenwärtig zur Professionalisierung der Pflege durch den IT-Einsatz beigetragen? Um diese Fragen zu beantworten und Gestaltungs- sowie Innovationspotenzial für die Pflege offenzulegen, wurde eine erste qualitative Interviewerhebung durchgeführt.

Nadine Fleischer-Schlechtiger, Jörg Klewer, Andrea Hertwig
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Aufgrund des steigenden Wettbewerbs sollten sich ambulante Pflegedienste durch unverwechselbare Angebote von ihren Mitbewerbern abheben und ihre Marketingstrategien gezielt einsetzen. Da vorangehende Studien hier noch Defizite zeigten, sollten die Nutzung des telefonischen Erstkontaktes und der schriftlichen Informationsbroschüren zu Marketingzwecken durch ambulante Pflegeanbieter beurteilt werden. Im Sinne der Mystery Man-Technik wurden alle 97 ambulanten Pflegeanbieter in der Stadt Leipzig kontaktiert. Basierend auf einem konstruierten Fallbeispiel wurden der telefonische Erstkontakt und die schriftlichen Informationsbroschüren anhand von Checklisten bewertet. Es konnten 80 Pflegedienste in die Untersuchung einbezogen werden. Die ambulanten Pflegeeinrichtungen waren telefonisch erreichbar und die Gesprächsteilnehmer führten die Telefonate überwiegend freundlich. In der Mehrheit der Gespräche und in den schriftlichen Informationsbroschüren wurden die einrichtungsspezifischen Unterscheidungsmerkmale dem Kunde ...