Oct 15, 2019 Last Updated 2:16 PM, Oct 14, 2019

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Jan Kottner, Theo Dassen
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Die Interrater-Reliabilität der Diagnose des Dekubitus (ja/nein) wurde zwischen Pflegenden bei der Beurteilung von 202 Pflegeheimbewohnern gemessen. Die Interrater-Reliabilität für die Diagnose des Dekubitus Grad 1 betrug null. Für die Diagnose Dekubitus Grad 2 bis 4 variierte die gemittelte Interrater-Reliabilität zwischen 0,62 und 0,76 (kappa-Koeffizient). Die Berechnung der Reliabilität war vor dem Hintergrund homogener Stichproben nur eingeschränkt möglich. Vergleiche von Daten zur Prävalenz und Inzidenz von Dekubitus sollten unter Ausschluss des Dekubitus Grad 1 erfolgen.

Martina M. Loos
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Im Rahmen des qualitativen Paradigmas bestehen in der Literatur über phänomenologisch ausgerichtete Forschungspraxis kaum konkrete, methodische Hinweise auf ein hermeneutisch-phänomenologisch orientiertes, inhaltsanalytisches Vorgehen. In diesem Artikel wird daher eine Möglichkeit hermeneutisch-phänomenologischer Forschungspraxis mit einer geschlechtersensiblen Perspektive nachvollziehbar beschrieben, um anderen Forschenden methodische Anhaltspunkte zu geben, auf deren Basis sie ihr eigenes phänomenologisches Vorgehen im Dialog mit ihrem Datenmaterial entwickeln können. Die beschriebenen Schritte dieser gendered hermeneutisch-phänomenologischen Methode am Beispiel der Analyse von qualitativen Interviews wurden entwickelt, um Konstruktionsprozesse von Geschlecht und Profession in den Konflikten der beiden Professionen Pflege und Medizin zu entdecken. Die Lesenden werden mitgenommen auf eine Reise in das Geschlechterverhältnis und die Professionshierarchie im Krankenhaus, auf eine Wanderung durch ein bekanntes ...

Birgit Panke-Kochinke
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Die qualitative Evaluation des problem- und lernfeldorientierten Curriculums des Kooperationsverbundes niedersächsischer Krankenpflegeschulen zielt auf die Beantwortung der zentralen Frage, ob die Schülerinnen und Schüler am Ende ihrer Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege die berufliche Handlungskompetenz erworben haben, die sie befähigt, in ihrem zukünftigen Beruf professionell zu arbeiten. Die ersten Zwischenergebnisse der Evaluation nach Abschluss des ersten Ausbildungsjahres verweisen bereits darauf, dass insbesondere die Ausbildung am Lernstandort Praxis trotz einer Vielzahl von Problemen durch transferierbare Methoden- und Kommunikationskompetenzen, die in der Schule erworben werden, von den Schülerinnen und Schülern im Sinne eines von ihnen aktiv eingeforderten Ausbildungsbedarfes verbessert werden kann.

Eva-Maria Panfil, Frank Schümmelfeder
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Die derzeitige arztgeleitete Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden wird als mangelhaft beklagt. Pflegekräfte wünschen sich mehr Verantwortung für die Wundversorgung. In der vorliegenden Arbeit soll deswegen untersucht werden, wie die pflegegeleiteten Leg ulcer clinics aufgebaut und organisiert sind und wie effektiv und effizient sie arbeiten. Die Leg ulcer clinics wurden in England Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts gegründet. Die Zentren sind auf die Versorgung von Patienten mit Ulcus cruris spezialisiert und werden von speziell in Wundversorgung geschulten Pflegefachkräften geleitet. Wesentliche Bestandteile der Therapie sind Behandlungsstandards (Doppleruntersuchung und Kompressionstherapie) und Schulungen der Mitarbeiter. Wegen der mangelnden Qualität der Studien können kaum kausale Zusammenhänge zwischen den Wundzentren und ihrer Effektivität und Effizienz gemacht werden. Es gibt Hinweise, dass Heilungsraten zunehmen und Behandlungskosten sinken. Fraglich ist jedoch, welche Rolle ...

Christina Maiwald
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In den letzten Jahren entstanden neue Pflegehelferausbildungen, die mit anderen Bereichen wie z. B. Kinder-, Altenpflege, Familienpflege integriert werden und die auch mit einem Hauptschulabschluss absolviert werden können. Die damit verbundenen Änderungen der Voraussetzungen und Zielsetzungen der Berufsausbildung in der Pflege haben weitreichende Folgen für das Berufsbild der Krankenpflege. Die neuen integrierten oder generalisierten Ausbildungsgänge für HauptschülerInnen werden kontrovers diskutiert. Die vorliegende Arbeit stellt die Hintergründe dieser Diskussion dar. Weiterhin werden Daten eines Bundesländervergleichs der verschiedenen Ausbildungen und Ausbildungslehrpläne ausgewertet. Dazu werden Arbeitshypothesen als erkenntnisleitende Fragestellungen formuliert und Variablen ausgewählt, anhand derer die erhobenen Daten ausgewertet und Trends abgeleitet werden können. Die vorliegenden Auswertungen bieten einen Grundstock für weitere Arbeitsschritte auch über diese Arbeit hinaus.