Schulentwicklung

Der Ausdruck „Schulentwicklung“ bezeichnet oft nicht mehr als einen Verwaltungsweg. Gute Absichten werden in die Form von Gesetzen gebracht, nachdem sie vorher ebenso theoretisch und kontrovers diskutiert worden sind. Die Gesetze erreichen die Verwaltung, sie macht aus Gesetzen Reglemente und Erlasse, die verschiedene Ebenen passieren müssen, bevor sie in den Schulen ankommen. Die Schulen sehen sich wachsenden Bergen von Papier gegenüber, die sie auf ihre Weise bearbeiten, nämlich mit Ignoranz. Wenn das nicht möglich ist, sind die Anstrengungen um so schwächer, je weniger die Papiere etwas mit der Realität in den Schulen zu tun haben. Eine hohe Ignoranz wird Anforderungen zuteil, die nichts zur Problemlösung vor Ort beitragen und nur den Aufwand erhöhen. So gesehen sind Schulen sehr gewieft darin, Anforderungen zu unterlaufen und Erwartungen nicht zu erfüllen.
Autor/in/nen
Jürgen Oelkers, ,
Abstract
Most often the term „school development“ denotes certain administrational measures. Good intentions are turned into laws after having been discussed theoretically and controversially. These laws reach the administration which turns them into regulations and edicts that must pass various levels before they are again passed on to the schools. As a result, schools see themselves confronted with ever more paperwork which they deal with in their own way, namely through ignorance. If this proves to be impossible, they at least measure their efforts according to the paperwork’s relevance for school reality. Therefore, a high grade of ignorance is being enacted against demands which are inadequate to solve certain on site-problems but only increase a school’s amount of work. This shows how artful schools are in avoiding requests and in not meeting certain expectations.
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