Sep 17, 2019 Last Updated 11:38 AM, Sep 10, 2019

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Svenja Schmitt, Jaqueline Bomball
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Die erheblich veränderten Anforderungen an die Pflege (bedingt durch demografischen Wandel, verändertes Krankheitsspektrum, zunehmende Bedeutung von Prävention, Gesundheitsförderung und Rehabilitation, zunehmende ökonomische Zwänge etc.) stellen – auch im Zuge der Professionalisierungsdiskussion – einen höheren Anspruch an die Pflegeausbildung und die Vermittlung beruflicher Handlungskompetenz. Die beschriebenen Veränderungsprozesse führten in den letzten Jahren, ausgelöst durch die Novellierung des Krankenpflegegesetzes und die Verabschiedung des bundeseinheitlichen Altenpflegegesetzes sowie den darin enthaltenen Modellklauseln, bundesweit zur Initiierung verschiedener Modellprojekte mit integriertem, integrativem oder generalistischem Ansatz. Für die Bewertung der Modelle und ihrer Übertragbarkeit in den Regelbetrieb stellt die Messung und Beurteilung der Kompetenzentwicklung der Auszubildenden ein bedeutsames Untersuchungsfeld dar.

Angelika Eggert, Monika Knecht Straub
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Im Lehrberuf legen wir den Fokus häufig stark auf formale Kompetenzen, wie beispielsweise einen offiziell anerkannten Bildungsabschluss. Eine Auseinandersetzung mit formal wie auch nonformal erworbenen Kompetenzen gewinnt aufgrund tiefgreifender Veränderungen in der Arbeitswelt wie etwa die zunehmende Globalisierung oder die abnehmende Halbwertszeit von Wissen sowie auch aufgrund von Reformen im Bildungsbereich in den Gesundheitsberufen an Bedeutung. Eines der möglichen Instrumente zur Erfassung der persönlichen Kompetenzen ist das Qualifikationsprogramm zur Berufslaufbahn, das CH-QKompetenzmanagement- Modell. Dieses hat sich in der Deutschschweiz im Rahmen von Bedürfnissen nach Anerkennung, insbesondere außerberuflicher Tätigkeiten, in einem politischen Prozess entwickelt. Die im Zusammenhang mit der Kompetenzbilanzierung stehenden zentralen Begrifflichkeiten werden beleuchtet und die im Prozess zu durchlaufenden Schritte aufgezeigt. Der Prozess der bewussten Auseinandersetzung mit den eigenen K ...

Iris Meyenburg-Altwarg
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Nach einer kurzen Darstellung der Rahmenbedingungen wird durch die anschließende Verknüpfung von systemischen Managementansätzen und Pädagogikaspekten eine Modellstation als Lernplattform einer zukunftsweisenden praktischen Krankenpflegeausbildung entwickelt. Als wichtige Aussage gilt: Stärkung der Kooperation und des interprofessionellen Dialogs zwischen Pflegepädagogen und Pflegemanagern. Verbesserung der Arbeitsqualität trotz neuer Rahmenbedingungen. Neben dem eigentlichen Projektdesign und der Organisationsentwicklung wird das neue Strukturkonzept der veränderten Freiheiten, Aufgaben und Verantwortungen von Pädagogen, Managern und Auszubildenden sowie anderen Berufsgruppen dargestellt. Ziel des Projekts war und ist es trotz der immer schwierigeren Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen alle Beteiligten aufzufordern gemeinsam die praktischen Anteile eine Krankenpflegeausbildung so zu konzipieren, dass scheinbare Gegensätze wie Pflegepädagogen und Pflegemanager, Theorie und Praxis, Freude und Qu ...

Gerda Nussbaumer
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E-Learning ist aus dem Bildungsbereich nicht mehr weg zu denken. Trotzdem oder gerade deswegen, sind auch kritische Stimmen zu hören, welche vor allem das vereinsamte Lernen am PC hervorheben, fern ab von jeglichem sozialem Kontakt. Dieser Meinung wird mittels verschiedenen Beispielen Kontra geboten: Für das soziale Lernen muss der E-Learner selbstgesteuert die Verantwortung übernehmen. Er wird aber auch durch die verschiedenen Kontakte zu Mitstudenten, Tutor und Dozenten gefördert und gefordert. E-Learning hat sich in verschiedenen Aus- und Weiterbildungen, Studium an Fachhochschulen wie Universitäten längstens etabliert und ist als Lehr- und Lernform nicht mehr weg zu denken. Kritiker äußern sich hierüber teils mit Bedenken zum vereinsamten Lernen, welches keine sozialen Kontakte und schon gar kein soziales Lernen zulässt. Die sozialen Kontakte und das davon abhängige Lernen während der Schulzeit, Ausbildung, Studium, werden als sekundäre Sozialisationsinstanz bezeichnet. Es wird nun der Frage ...

Renate Schwarz-Govaers
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Mit meinem Beitrag möchte ich den Rahmen des 4. Schwerpunktes des Lernweltenkongresses umreißen, nämlich das „Prüfen und Evaluieren“. Am Beispiel des Handlungsfeldes „Als Lehrperson prüfen und beurteilen“ wird zu einem fiktiven Lernfeld „Prüfungen kompetenz- und handlungsorientiert planen, durchführen und den Lernerfolg beurteilen“ eine mögliche Lernsituation durchgespielt und die Parallelen zwischen dem Lernfeldkonzept und dem Konzept des problembasierten Lernens (PBL) aufgezeigt.

Manfred Bönsch
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Unterricht ist alles in allem immer noch die große „black box“, von der wir zu wenig wissen. Der Input in Form von Curricula, Kerncurricula, Rahmenrichtlinien wird in großer Breite diskutiert. Der Output – also Lernerfolg und Effektivität – erfährt große Beachtung. Aber was sich dazwischen tut – das ist der Unterricht – wird nicht genauer betrachtet und analysiert. Die folgenden Ausführungen wollen einen Überblick über ältere und neuere Lernsettings/Lernarrangements geben, um einerseits die Komplexität des Unterrichts aufzuzeigen, andererseits Unterricht als Hilfe zum Lernen zu verstehen. Zunächst einige Grundüberlegungen.

Jürgen Oelkers
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Der Ausdruck „Schulentwicklung“ bezeichnet oft nicht mehr als einen Verwaltungsweg. Gute Absichten werden in die Form von Gesetzen gebracht, nachdem sie vorher ebenso theoretisch und kontrovers diskutiert worden sind. Die Gesetze erreichen die Verwaltung, sie macht aus Gesetzen Reglemente und Erlasse, die verschiedene Ebenen passieren müssen, bevor sie in den Schulen ankommen. Die Schulen sehen sich wachsenden Bergen von Papier gegenüber, die sie auf ihre Weise bearbeiten, nämlich mit Ignoranz. Wenn das nicht möglich ist, sind die Anstrengungen um so schwächer, je weniger die Papiere etwas mit der Realität in den Schulen zu tun haben. Eine hohe Ignoranz wird Anforderungen zuteil, die nichts zur Problemlösung vor Ort beitragen und nur den Aufwand erhöhen. So gesehen sind Schulen sehr gewieft darin, Anforderungen zu unterlaufen und Erwartungen nicht zu erfüllen.