Sep 17, 2019 Last Updated 11:38 AM, Sep 10, 2019

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Melanie Mattes, B.A., MSc, Mag. Johanna Breuer, Dr. Andrea Smoliner, MNS, MMag. Martina Koller, Univ.-Prof. Mag. Dr. Hanna Mayer
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Zur Bewältigung einer medikamentösen Therapie im Alltag werden bestimmte Selbstmanagementfähigkeiten benötigt. Um diese aus pflegerischer Sicht fördern zu können, ist es wichtig zu wissen, welche Strategien betroffene Personen im Alltag bereits anwenden. In der beschriebenen Untersuchung wurden durch eine halbstandardisierte schriftliche Befragung die subjektiven Strategien im Umgang mit verschreibungspflichtigen Medikamenten in Bezug auf die sechs Schritte des Medikamentenselbstmanagements nach Bailey et al. (2013) erhoben. Zu jedem Schritt konnten zentrale Strategien ermittelt und darüber hinaus ein neuer Schritt identifiziert werden. Eine bedeutende Rolle kommt dem „Verstehen“ der Medikation zu. Die Ergebnisse liefern wichtige Erkenntnisse für die Beratung und weitere Forschungsvorhaben.

Amelie Altenbuchner, Sonja Haug, Christa Mohr, Ulrike Scorna, Karsten Weber
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Therapieabbruch oder -unterbrechung erhöhen das Risiko von Krankheitsschüben in der MS-Behandlung (Ennis et al., 2008). Der Abbruchanteil für die immunmodulatorische Basistherapie mit COPAXONE® betrug 2008 in den ersten drei Monaten bis zu 30 % (COPAKTIV Schwestern-Service, 2008), worauf das Aktiv-mit-MS-Patientenbetreuungsprogramm, eine begleitende pflegerische Fachberatung und ein Servicetelefon, installiert wurde. Die Auswirkungen der Zusammenarbeit innerhalb des Teams und mit Ärzt/innen sowie die peer-to-peer Beratung in einem Online-Forum auf Therapietreue und Krankheitsbewältigung der Patient/innen wurde im Längsschnitt untersucht. Ein Methoden-Mix wurde erfolgreich zur Evaluation der pflegerischen Multiprofessionalität eingesetzt. Es zeigte sich, dass die Angebote im Betreuungsprogramm zu einer Verminderung der Abbruchquote führten und die Patient/innen eine gute Therapietreue einhalten.

Dr. phil. Daniela Schmitz, Ulrike Höhmann
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In der multiprofessionellen Studieneingangswoche wird vor dem Hintergrund der Experten-Laien-Kommunikation ein gemeinsames Verständnis zentraler Begriffe im Studiengang erarbeitet. Ziel ist, die beteiligten Perspektiven abzugleichen und zu integrieren. Das Lernziel „Austausch eines ersten professionsgebundenen Wissenschaftsverständnisses und Darlegung jeweiliger berufstypischer Problemlösungs- und Handlungslogiken“ wird mit Hilfe der Methode Think-Pair-Share erreicht. Im Beitrag wird die Umsetzung der Methode aufgezeigt und kritisch reflektiert.

Ulrike Scorna, Prof. Dr. Christa Mohr, Amelie Altenbuchner, Prof. Dr. Sonja Haug, Prof. Dr. Karsten Weber
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Der Artikel beschreibt auf Basis eines Mixed-Method-Forschungsansatzes die Auswirkungen der multiprofessionellen Teamarbeit der pflegerischen Fachberatung in einem Patientenbetreuungsprogramm auf die Therapietreue und der Fähigkeit zur Krankheitsbewältigung der betreuten MS-Patient/innen. Zentrale Ergebnisse sind, dass durch die angebotene Unterstützung der MS-Fachberater/innen und Serviceteammitarbeiter/innen die Patient/innen ihr Wissen über die Krankheit vertiefen und Sicherheit im Umgang mit dieser erlangen. Beide Betreuungsangebote ergänzen sich gegenseitig; MS-Fachberater/innen werden im Vergleich mit der Beratung durch Haus- und Fachärzt/innen als wichtiger bewertet. Hinsichtlich Therapietreue und Krankheitsbewältigung sind multiprofessionelle Betreuungsprogramme essentiell.

Bärbel Schümann
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meistern, die mitunter starke seelische Widerstandskraft erfordern. Früher ging man davon aus, dass Gelassenheit und seelische Widerstandskraft genetisch bedingt seien. Inzwischen belegen Wissenschaftler jedoch, dass die psychische Belastbarkeit (Resilienz) gleichermaßen von der Veranlagung und den Umwelteinflüssen abhängt. Nach Aussage des neuen genetischen Konzeptes sind Gene veränderbar und die seelische Widerstandskraft trainierbar. Der Fokus des Artikels liegt auf dem Einsatz von Faktoren (Resilienzfaktoren), die umso häufiger sie eingesetzt werden, zur Förderung der eigenen seelischen Widerstandskraft (Resilienz) beitragen können. Damit möglichst viele Erfahrungen im Umgang mit Resilienzfördernden Interventionen gesammelt werden können, kann beispielsweise ein Würfel oder eine kreisförmige Anordnung mit grafischer Darstellung der Resilienzfaktoren als alltägliches Hilfsmittel dienen, um selbstwirksames Handeln auszuprobieren. Der Artikel soll dazu motivieren, mit Hilfe eines Resilienzfaktoren- Cubes di ...

Ausgabe Mai/Juni 2017
Jan Daniel Kellerer BScN, Priv.-Doz. Dr. Gerhard Müller, Ass.-Prof. Dr. Daniela Deufert
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Obwohl Dickdarmspiegelungen als Mittel der Wahl zur Verhütung des kolorektalen Karzinoms gelten, sind Angst und die Erwartung von Schmerzen Gründe, sich gegen die Untersuchung zu entscheiden. Die Wirkung von Musik als angst- und schmerzreduzierende Maßnahme mit Bezug auf dieses spezielle Setting wird deshalb in Form einer systematischen Übersichtsarbeit untersucht. Einige Studien finden eine Reduktion des Angst- und Schmerzerlebens sowie eine Reduktion sedierender Medikamente und physiologische Parameter zeigen sich positiv beeinflusst. Allgemeine Untersuchungserfahrung, Patientenzufriedenheit und die Bereitschaft zur Untersuchungswiederholung sind deutlich verbessert. Musik kann im Rahmen von Dickdarmspiegelungen als kostengünstige komplementärmedizinische Intervention empfohlen werden.

Saskia Walker, Beatrix Kissling, Dr. Heidi Petry
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Die Mangelernährung stellt ein relevantes Problem im Akutspital dar. Um diese Patienten und Patientinnen effektiv betreuen zu können, ist ein erweitertes theoretisches und praktisches Wissen bei den Pflegefachpersonen notwendig. Die hier vorliegende Pilotstudie untersuchte, ob sich durch eine gezielte Schulung des Pflegefachpersonals einer medizinischen Akutstation, die ernährungsspezifische Dokumentation zur Prozessplanung verbessert. Dazu wurden 126 Dokumentationen vor und nach der Schulung von 19 Pflegefachpersonen in der Anwendung eines Handlungsleitfadens evaluiert. Die Daten wurden anhand deskriptiver Statistik analysiert. Die Ergebnisse zeigten eine signifikante Verbesserung (p

Dr. phil. Sabine Wöhlke, Prof. Dr. Claudia Wiesemann
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Moral distress ist ein unter Pflegekräften weit verbreitetes Phänomen. Ursache ist Überforderung in moralisch belastenden Situationen, z.B. wenn strukturelle Vorgaben der Institution und persönliche Wertvorstellungen unauflösbar miteinander zu konfligieren scheinen. Typische Konflikte sind in der End-of-Life Care zu finden. Advance Care Planning (ACP), die systematische Planung von Pflege- und Therapiemaßnahmen gemeinsam mit dem Patienten am Lebensende, kann moralische Konflikte in dieser Situation reduzieren. Studien, die Auswirkungen von ACP im Alltag untersuchen, haben allerdings die Perspektive der Pflegenden bisher nicht berücksichtigt. Wir erläutern aus theoretisch-konzeptioneller Perspektive verschiedene Definitionen von moralischem Stress in der Pflege und beschreiben dessen Auswirkungen auf den Pflegealltag. Wir fragen, ob ACP ein geeignetes Verfahren für die Reduzierung von moralischem Stress ist und wie die Interessen der Pflegeberufe bei der Implementierung von ACP berücksichtigt werden sollten. ...

Ausgabe Mai 2016
Anne Schmitt
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Fragestellung: Dieser Beitrag handelt von dem verwendeten Methodenmix bei der Übersetzung und interkulturellen Adaptation des englischsprachigen Premature Infant Pain Profile (PIPP) in die deutsche Sprache. Das Forschungsdesign und die Forschungsmethoden des Übersetzungs- und Adaptationsprozesses sind ein Methodenmix aus verschiedenen Methoden mit qualitativen und quantitativen Anteilen. Die Äquivalenzkategorien und das Übersetzungsverfahren wurden im Forschungsprozess identifiziert bzw. entwickelt und wie das ausgesuchte Pretest-Verfahren in Bezug zu nationalen und internationalen Methoden aus der Wirtschafts-, Sozial- Gesundheits- und Pflegeforschung gestellt. Ergebnisse und Schlussfolgerungen: Die qualitativen und quantitativen Anteile der angewandten Methoden werden dargestellt. Das ‚allgemeine lineare Modell der Forschung‘ zur Beurteilung des Übersetzungsverfahrens konnte nur begrenzt zugrunde gelegt werden, da der Forschungsprozess in vielen Teilen auf Zirkularität beruht.

Ausgabe Oktober 2015
Tobias Mai
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Menschen mit Parkinsonsyndrom befinden sich oft in komplexen Lebenslagen und bedürfen spezieller Unterstützung, mit den Herausforderungen der Erkrankung und möglichen sozialen Folgen umgehen zu lernen. Auf Basis empirischer Ergebnisse einer qualitativen Untersuchung wird die Bedeutsamkeit einzelner Faktoren für einen erfolgreichen Lernprozess geschildert. Hierbei werden Ansätze zur Unterstützung durch Akteure im Gesundheitswesen und insbesondere durch Pflegende in der spezialisierten Versorgung Parkinsonbetroffener integriert.

Ausgabe Mai 2015
Manfred Schnabel
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Der folgende Text versteht sich als Beitrag zur aktuellen sozial- und pflegewissenschaftlichen Debatte um die Bewertung und Behandlung der senilen Demenz. Er vertritt die These, dass ihre aktuelle Deutung als Krankheit lediglich den vorläufigen Endpunkt einer ganzen Reihe unterschiedlicher Interpretationen darstellt und dass sich deren Abfolge vor allem gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen verdankt. Um dies zu verdeutlichen, wird die Geschichte des Morbus Alzheimer einer historischen Kontextualisierung unterzogen. Die Untersuchung orientiert sich an den Analysen des französischen Philosophen Michel Foucault zum Wechselverhältnis von Wissen und Macht im wissenschaftlichen Diskurs. Sie stützt sich außerdem auf bekannte historische Studien und aktuelle zeitkritische Analysen. Dabei kann gezeigt werden, dass auch die aktuellen Versuche einer „Demedikalisierung“ der Demenz als Ausdruck zeitgeschichtlicher Krisen und daran anschließender Politikwechsel gelesen werden können.

Arthur Drewniok
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Nach aktuellen Daten, haben ca. 1,5 Millionen Menschen über 64 Jahre in Deutschland einen Migrationshintergrund. Epidemiologische Zahlen zu Pflegebedürftigkeit und Demenz stehen nur ansatzweise zur Verfügung. In diesem Papier soll der Versuch unternommen werden, anhand vorliegender demografischer Bevölkerungsdaten, die Prävalenzzahlen zu Pflegebedürftigkeit und Demenz in den statistisch größten Bevölkerungsgruppen mit Migrationshintergrund einzuschätzen. Die Berechnungen ergeben, dass ca. 146.000 pflegebedürftige und 105.000 an Demenz erkrankte Personen mit Migrationshintergrund im Alter von über 64 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland leben könnten. Diese besonders vulnerable Gruppe innerhalb der deutschen Bevölkerung ist den Berechnungen zufolge, im Vergleich zu Einheimischen, durchschnittlich jünger, wobei es unter den betrachteten Bevölkerungskohorten deutliche Unterschiede gibt. Die demografische Situation weist darüber hinaus auf eine massive Zunahme der Prävalenzzahlen in den nächsten Jahren hin. E ...

Hansruedi Kaiser
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Metakognition bedeutet wörtlich zuerst einmal nichts anderes, als dass eine Kognition meta zu einer anderen Kognition steht, dass ein Teil des Denkens einer Person sich Gedanken über einen anderen Teil des Denkens macht. Solche reflexiven Beziehungen im Denken lassen sich im Rahmen beruflicher Bildung an verschiedenen Stellen nutzen. Besonders interessant sind die beiden folgenden Momente: Sich Einarbeiten in die aktuelle Praxis und Übergang zu einer veränderten Praxis. Im ersten Fall stellt sich die Frage des Verhältnisses von Theorie und Praxis. Hier kann theoriegeleitetes Denken als Metakognition gegenüber dem erfahrungsbasierten Wissen helfen, die Erfahrungen einzuordnen, zu beleuchten und zu bewerten. Im zweiten Fall, beim Übergang zu einer neuen Praxis, kommt dazu, dass Erfahrungen, die man beim Erlernen der ersten Praxis gemacht hat, nützlich sein können, um sich schneller in der neuen Praxis einzuleben. Hier sind metakognitive Reflexionen der eigenen Lernvorgänge hilfreich. Will man beide Fälle im Rah ...

Carola Fromm
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Dieser Beitrag befasst sich mit der Konzeption, Moderation und Evaluation von interdisziplinären Ethik-Cafés im Gesundheitswesen. Ein Vier-Phasen Modell zur ethischen Reflexion hilft den Moderatoren in der Vorbereitung und der Strukturierung des Diskurses. Die Moderatoren müssen sowohl über ethische als auch über methodische Kompetenzen verfügen, damit die gewollt heterogene Gruppe gezielt begleitet und sich ein ethischer Diskurs entwickeln kann. In der Evaluation werden 10 Ethik-Cafés mit 100 teilnehmenden Personen untersucht. Zusammenfassend haben sich die Fragen im Evaluationsbogen auf das niederschwellige Angebot des Ethik-Cafés als Ereignis, auf die Moderation und auf die Akzeptanz der Interdisziplinarität bezogen.

Ausgabe Dezember 2012
Susanne Suter-Riederer, Lorenz Imhof, Claudia Gabriel, Romy Mahrer Imhof
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Rehabilitation ist ein junger Fachbereich in der Schweiz. Die gesetzlichen Grundlagen für die Rehabilitationsmedizin wurden 1996 im Krankenversicherungsgesetz (KVG) gelegt. Rehabilitation befasst sich mit den Folgen von Krankheiten und Unfällen und richtet sich an alle Menschen, die in ihrer Funktion oder Partizipation eingeschränkt sind. Rehabilitation ist der koordinierte Einsatz medizinischer, pflegerischer, sozialer, beruflicher, technischer und pädagogischer Maßnahmen zur Funktionsverbesserung, zum Erreichen einer größtmöglichen Eigenaktivität und Partizipation in allen Lebensbereichen (AG Leistungserbringer-Versicherer für wirtschaftliche und qualitätsgerechte Rehabilitation (ALVR), 1999). In den letzten Jahren fand ein Übergang von traditionellen Bäderkliniken zu eigentlichen Rehabilitationskliniken statt; es entstanden Kliniken für neurologische, kardiologische, pneumologische und traumatologische Rehabilitation (Knüsel und Bachmann, 2010). Heute entfallen 4232 (10,6%) der Krankenhausbetten in der S ...

Ausgabe Dezember 2012
Christian Bürger
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Das Heimaufenthaltsgesetz verpflichtet Pflegeheime, Behinderteneinrichtungen und Krankenanstalten freiheitsbeschränkende Maßnahmen an die Bewohnervertretung zu melden. Eine Freiheitsbeschränkung durch medikamentöse Mittel liegt vor, wenn die pharmakologische Behandlung unmittelbar die Unterbindung des Bewegungsdrangs bezweckt, nicht aber, wenn die Dämpfung des Bewegungsdranges eine unvermeidliche Nebenwirkung bei der Verfolgung eines anderen therapeutischen Zieles darstellt. Werden Arzneimittel zum Zweck der Reduktion bzw. Unterbindung von Symptomen einer psychischen Erkrankung oder geistigen Behinderung, die sich in einem Bewegungsüberschuss, körperlich aggressiven Verhaltensweisen oder einer Agitiertheit äußern, verabreicht, so liegt iaR ein Freiheitsentzug durch Medikamente vor.

Ausgabe November 2012
Sabine Blom, Stefan Görres
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Kommunen stehen angesichts der absehbaren Konsequenzen des demografischen Wandels vor der Herausforderung, ihre pflegerischen Versorgungsstrukturen zukunftsfähig zu gestalten. Für die Realisierung innovativer Strategien zur nachhaltigen Optimierung der pflegerischen Versorgung innerhalb einer Kommune spielen die Merkmale Sozialraumorientierung, Entwicklung eines neuen Leitbildes des Alter(n)s (active ageing), wirkungsorientierte Steuerung, Optimierung des Welfare Mix und der pflegerischen Versorgung eine wichtige Rolle. Diese Merkmale können als kommunalspezifische Ressourcen begriffen werden, die erst durch ein gleichberechtigtes Zusammenspiel nachhaltige Wirkungen für eine Renovation der pflegerischen Versorgungsstrukturen entfalten können.

Ausgabe Februar 2012
Albert Brühl, Bianca Berger
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Mit der Novellierung des Pflegeversicherungsgesetzes im Juli 2008 wurden von den Vertragspartnern die sogenannte Pflegetransparenzvereinbarung-stationär (PTVS) verabschiedet. Ziel ist eine öffentlich zugängliche und allgemein verständliche Bewertung der Pflegeeinrichtungen. Jedoch werden seit dem Inkrafttreten der Verordnung immer wieder Mängel an den Kritieren geäußert. Eine wissenschaftliche Aus- und Bewertung der bewohnerbezogenen Kriterien erfolgte bis zum heutigen Zeitpunkt nicht. Das Diakonische Werk Württemberg beauftragte daher, die Konstruktvalidität der bewohnerbezogenen Kriterien zu untersuchen. Anhand der 38 bewohnerbezogenen Kriterien der PTVS wird ein statistisches Verfahren vorgestellt, das eine Kürzung und gleichzeitige Verbesserung der PTVS ermöglichen könnte. Die Kritierien der Bewohnerbefragung wurden nicht in die Analyse einbezogen. Jedes Standardisierungsmodell bei externen Qualitätsvergleichen gewinnt an Validität, wenn es expliziert und mit einem passenden Messmodell überprüft wird. D ...

Ausgabe Oktober 2011
Karin Wolf-Ostermann, Thomas Fischer
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Ambulant betreute Wohngemeinschaften für ältere, pflegebedürftige Menschen sind eine junge Versorgungsform, in die große Erwartungen gesetzt werden. In den letzten Jahren hat diese Versorgungsform große Zuwächse erfahren. Die Angebots- und Bewohnerstrukturen wurden jedoch bislang kaum untersucht. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurden mittels eines standardisierten Fragebogens Angaben von allen in Wohngemeinschaften tätigen Pflegediensten im Land Berlin erbeten. Dabei wurde nach Merkmalen aller Bewohner zu einem Stichtag im Jahr 2006, den Ein- und Auszügen im Jahr 2005 sowie der Personalausstattung und Trägerschaft des in der WG tätigen Dienstes gefragt. Es zeigte sich, dass Bewohner durchschnittlich im Alter von 72 Jahren (Männer) und 80 Jahren (Frauen) in Wohngemeinschaften einziehen und dort mehrheitlich bis zu ihrem Lebensende bleiben. Der Anteil an Personen mit Pflegestufe II ist höher als im Vergleich zur Pflegestatistik, dafür ist der Anteil an Personen mit demenziellen Erkrankungen eher niedriger al ...

Ausgabe Mai 2010
Felix Rauner
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Der europäische Integrationsprozess hat den Punkt längst überschritten, von dem aus es kein Zurück mehr gibt. Auch im Bildungsbereich, für den in den europäischen Verträgen ein Harmonisierungsverbot vereinbart wurde, schreitet die Ausgestaltung des europäischen Bildungsraumes, allen voran die hochschulische Bildung mit dem Bologna-Prozess, mit beachtlicher Geschwindigkeit voran. Betrachtet man die Entwicklung der letzten fünfzig Jahre, dann vollziehen sich die Prozesse der Internationalisierung in allen gesellschaftlichen Sphären geradezu mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit. Wissenschaft, Technik, Industrie und Handel, ja sogar die Kunst, sind längst internationale Prozesse und Gegebenheiten. Gilt dies auch für den Bildungsbereich?

Ausgabe März 2010