May 29, 2020 Last Updated 1:52 PM, May 19, 2020

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Dr. rer. medic. Susanne Schoppmann
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In Zeiten des ökonomisierten Gesundheitswesens droht die Frage nach dem Wesen guter Arbeit in der psychiatrischen Pflege unterzugehen. Hanna Arendt (2016) unterscheidet in ihrem Hauptwerk „Vita Activa oder vom tätigen Leben“ drei Kategorien menschlichen Tätigseins: Arbeiten, Herstellen sowie Handeln und Sprechen. Diese Kategorien werden in Bezug zu den Merkmalen guter Arbeit in der psychiatrische Pflege und deren ökonomischen Rahmenbedingungen gesetzt. Daraus werden Konsequenzen für das gesellschaftspolitische Auftreten der psychiatrischen Pflege abgeleitet.

Angela Schnelli, Prof. Dr. André Fringer, Prof. Dr. Adelheid Zeller
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Studien aus der Schweiz zeigen, dass etwa 50 % der Pflegenden innerhalb eines Berufsjahres physische oder verbale Gewalt durch Patient(inn)en erleben. Die Nachsorge für die Betroffenen ist oft ungenügend, obwohl die Folgen von Gewalt gegen Pflegende hinlänglich bekannt sind. Das Ziel dieser Studie ist, zu ermitteln, welche Bedürfnisse die betroffenen Pflegenden äußern und welchen Nachsorgebedarf die Stationsleitungen einschätzen. Es wurden semistrukturierte Einzelinterviews mit betroffenen Pflegenden sowie Fokusgruppeninterviews mit Stationsleitungen durchgeführt. Drei Themen ließen sich identifizieren: „adäquates Situationsmanagement“, „Nachsorge“ und „Ausbleiben negativer Folgen“.

Mag. Melanie Roth, BSc; DI Caroline Roth, BSc; Martin Tiefengrabner, BA, MSc; FH-Prof. DI Dr. Simon Ginzinger, MSc; FH-Prof. Priv.-Doz. Dr. Gertie Janneke Oostingh; FH-Prof. Mag. Babette Grabner
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Um die Lebensqualität von Diabetes mellitus Typ 2 (DM2) Betroffenen zu steigern und das Risiko von Folgeerkrankungen zu reduzieren, bedarf es nachhaltiger Lebensstilmodifikationen. In Schulungen werden grundlegende Kompetenzen für den gesundheitsfördernden Umgang mit DM2 vermittelt. Zur Erhebung der DM2 Schulungsstrukturen, -inhalte und -abläufe im Bundesland Salzburg wurden acht Gruppenschulungen hospitiert. Dabei wurden Basisinformationen zur Schulung und den TeilnehmerInnen erhoben, sowie die einzelnen Einheiten beobachtet. Das gelungene Zusammenspiel zwischen organisatorischen und methodischen Aspekten, sowie dem persönlichen Engagement der Vortragenden liefert die Basis für die erfolgreiche Vermittlung von Gesundheitskompetenz im DM2 und somit für qualitativ hochwertige Schulungen.

Franziska Preiß, Claudia Boscher, Prof. Dr. rer. cur. Maik H.-J. Winter
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Die Studie gibt einen Überblick über die aktuellen Herausforderungen des Fachkräftemangels in der Pflege der ländlich geprägten Region Bodensee-Oberschwaben. In zwei leitfadengestützten Fokusgruppen diskutierten zwölf Personalverantwortliche aus der Pflegebranche über Probleme und Lösungsansätze der Personalgewinnung, -bindung und -entwicklung. Die inhaltsanalytische Auswertung legt unterschiedliche ortsabhängige Herausforderungen dar, welche sowohl situationsspezifische als auch grundsätzliche Ursachen haben. Wichtige Bausteine, um Pflegepersonal gewinnen und halten zu können, sind monetäre Anreizsysteme und individuelle Personalentwicklungskonzepte. Dieser Beitrag fokussiert die Anwendung und Bewertung von Personalgewinnungsstrategien durch Personalverantwortliche in der Pflege.

M.Sc. PH Markus Grebe, Prof. Dr. Thomas Hering
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Untersucht wurde der präventive Effekt geschlossenen endotrachealen Absaugens verglichen mit dem konventionellen offenen Verfahren auf die Entstehung einer Ventilator-assoziierten Pneumonie (VAP) bei invasiv beatmeten Intensivpatient_innen. Systematische Datenbankrecherchen erfolgten in Medline (PubMed), Cochrane Library, EMBASE und CINAHL, ergänzende Handsuchen in Google Scholar und Referenzlisten bis 12/2016. Eingeschlossen wurden 12 randomisierte-kontrollierte Studien, die zwischen 1994 und 2016 veröffentlicht wurden (1.678 Teilnehmer_innen). Studien in Abstract-Form und nicht-englischsprachige Publikationen wurden ausgeschlossen. Das geschlossene Absaugverfahren hat im Trend einen schwachen, nicht signifikanten präventiven Effekt auf das Entstehen einer VAP (RR 0.81, 95%-CI 0.63 ; 1.03). Die Ergebnisse sind moderat heterogen (I² = 29% < 50%). Zukünftig sind Studien mit höherer methodischer Qualität erforderlich. Der Ausschluss von nur als Abstract vorhandenen und nichtenglischsprachigen Studien kann die ...

Judith Bauer, Bernadette Ohnesorge
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Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels haben einige Einrichtungen der stationären Langzeitpflege eine Bereitschaft zur Öffnung hin zum Quartier bzw. zum Sozialraum gezeigt. Mit Hilfe eines Forschungsprojektes sollen nun drei ausgewählte Institutionen hinsichtlich dieses Phänomens untersucht werden. Im Projekt wird ein Mixed-Methods-Ansatz verwirklicht. Im qualitativen Teil der Untersuchung werden Akteure im Pflegeheim und Stakeholder der Einrichtungen bezüglich ihres subjektiven Erlebens hinsichtlich der Öffnung befragt, außerdem finden verschiedene Beobachtungen statt. Im quantitativen Teil wird Ende des Jahres 2018 eine Online-Befragung von allen stationären Pflegeeinrichtungen in Rheinland-Pfalz durchgeführt mit dem Ziel, jene Faktoren zu identifizieren, welche die Innovatoren in diesem Bereich charakterisieren. Das Projekt befindet sich momentan in der Datenerhebung, deshalb liegen noch keine Ergebnisse vor.