May 29, 2020 Last Updated 1:52 PM, May 19, 2020

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Prof. Dr. Matthias Drossel, Dr. Martin Pallauf, Prof. Dr. Bernd Seeberger
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Hintergrund: Die Zahl Pflegebedürftiger steigt deutschlandweit. Ambulante vor stationärer Versorgung ist seit Jahren ein politisches Ziel. Allein durch formelle Pflege kann die Versorgung nicht gedeckt werden. Informelle Pflege muss gestärkt werden. Besonders in strukturschwachen ländlichen Regionen ist dies eine Herausforderung, aber ein großes Potenzial. Ziele: Es sollen Hilfe- und Unterstützungbedarfe informell Pflegender bei der Versorgung Pflegebedürftiger zu Hause elaboriert und daraus Handlungsempfehlungen für ein regionalpolitisches Vorgehen entstehen. Methoden: Es wurden Gespräche mit Experten geführt, so dass der Forscher sich dem Forschungsfeld annähern und einen Interviewleitfaden entwickeln konnte. Anschließend wurde dieser in halbstrukturierten Interviews angewendet. Danach wurden die Ergebnisse durch Experten validiert und Ideen für Lösungsansätze in einer Delphi-Studie aggregiert. Ergebnisse: Zentrale Ergebnisse sind, dass viele bestehende Möglichkeiten der Pflegeversicherung unpasse ...

Ausgabe 2-2020
Dr. Anna Schlomann
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Digitale Technologien bieten Unterstützungspotenzial in vielen Bereichen der professionellen Pflege. Der Beitrag untersucht den aktuellen Einsatz von Technik im Arbeitsalltag, die Akzeptanz einer digitalen Gesundheitstechnologie und Wünsche für den zukünftigen Einsatz digitaler Technologien aus der Perspektive von Beschäftigten in der Altenpflege. Konzeptionelle Grundlage sind Modelle der Technikakzeptanzforschung. Es wurden zehn leitfadengestützte Interviews geführt und inhaltsanalytisch ausgewertet. Die Interviews geben Hinweise auf die aktuelle Relevanz von Technologien in der Pflege, fördernde und hemmende Faktoren des Einsatzes sowie auf Chancen und Risiken durch digitale Unterstützung. Theoretische Implikationen zur Erforschung von Technikakzeptanz werden abgeleitet. Die Ergebnisse können für Neu- und Weiterentwicklungen digitaler Systeme und deren Implementierung in den Pflegealltag genutzt werden.

Ausgabe 2-2020
Teresa Campidell, Katia Trevisani, Dr. phil. Franco Mantovan, Dr.in Chiara Muzzana
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Als „postoperatives Delirium“ bezeichnet man ein neuropsychiatrisches Syndrom, gekennzeichnet durch fluktuierende Symptome, wie z. B. Gedächtnisstörungen, Wahrnehmungsstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen, Desorientierung, Halluzinationen und einen gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus. Es handelt sich hierbei um ein häufig auftretendes Problem, welches 15 – 53 % der chirurgischen Patient*innen über 65 Jahren betrifft und bei Intensivpatient*innen sogar einen Anteil von 70 – 87 % erreichen kann. Trotz der hohen Inzidenz, bleibt das postoperative Delirium oft unerkannt und unbehandelt, was zu einem verlängerten Krankenhausaufenthalt, einer erhöhten Morbiditäts- und Mortalitätsrate und einer Steigerung der Kosten führt. Der frühzeitige Einsatz von Präventionsmaßnahmen kann das Auftreten eines Deliriums um 30 – 40 % senken. Das wohl verbreitetste Präventionsprogramm stellt das „Hospital Elder Life Program“ dar. Diese Literaturrecherche beschäftigt sich damit, inwiefern die Inzidenz eines postoperativen Deliriums bei Pati ...

Ausgabe 1-2020
Ursina Gujan-Wieland, Uta Grosse, Dr. Veronika Waldboth
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In Schweizer Akutspitälern werden immer mehr ältere, multimorbide Patientinnen und Patienten mit einem hohen Unterstützungsbedarf versorgt. Die Befähigung von Betroffenen sowie deren Angehörigen zum Umgang mit der Krankheit im häuslichen Umfeld wird zur zentralen Aufgabe von Pflegefachpersonen. Angehörige, welche in die häusliche Pflege involviert sind, fühlen sich in den Spitalaustritt mangelhaft einbezogen und erleben dadurch Belastungen, wenn die Pflege ihre Aufgabe nicht erfüllt. Ziel dieser Studie war es, die Herausforderungen von Pflegefachpersonen beim Einbezug der Angehörigen in den Austrittsprozess aus dem Spital und ihren Umgang mit Herausforderungen zu untersuchen. Mittels Fokusgruppeninterviews, welche inhaltsanalytisch ausgewertet wurden, konnten Praxisimplikationen abgeleitet werden. Ein interprofessionelles Konzept zur Austrittsplanung sowie die Umsetzung von familienzentrierter Pflege können Pflegefachpersonen unterstützen, den Bedürfnissen von Angehörigen besser gerecht zu werden.

Ausgabe 1-2020
Prof. Dr. Ulrike Morgenstern, Prof. Dr. Bianca Seiler
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Der Anteil von älteren und hochbetagten Menschen mit Demenz in Pflegheimen steigt. Um Alltagskompetenz und Lebensqualität der Bewohner zu erhalten, werden evidenzbasierte aktivierende Konzepte benötigt. Die vorliegende Literaturstudie untersuchte, welche Konzepte zur primären und tertiären Prävention in Pflegeheimen angewendet werden. Die Ergebnisse zeigen, dass routinierte, niedrigschwellige und standardisierte Aktivierungskonzepte erfolgreich waren, insbesondere, wenn sie interprofessionell eingesetzt wurden. Die heterogene Studienlage erlaubt keine Empfehlung zur evidenzbasierten Anwendung von Aktivierungskonzepten. Diskutiert wurde die interprofessionelle Aktivierung auf Grundlage des Brain-Gym®-Konzeptes.

Miriam Weyerer, Prof. Dr. Norina Lauer
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Ein Delir erhöht die Komplikations- und Mortalitätsrate, ebenso wie die Beatmungszeiten und hinterlässt zudem häufig langfristige Folgen. Diese systematische Übersichtsarbeit untersucht deshalb die Effektivität verschiedener Ansätze zur nicht-pharmakologischen Prävention eines Delirs auf der Intensivstation. Zur Identifikation von Studien wurde eine umfassende Recherche in den Datenbanken Cochrane, CINAHL und PubMed durchgeführt. Insgesamt konnten 24 randomisierte und nichtrandomisierte kontrollierte Studien mit einer Gesamtzahl von 3.303 PatientInnen, die acht verschiedene Interventionen untersuchten, identifiziert werden. Als effektiv erwiesen sich vor allem eine intensive Frühmobilisation, eine frühzeitige Ergotherapie, die Einbeziehung der Angehörigen in die Prävention sowie Interventionsbündel.

Dr. phil. Franco Mantovan, GKP Katia Trevisani, KPF Cindy Mairamhof
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Traditionell wurden gastrektomierte Patienten, aus Angst vor einer ösophagojejunalen Anastomosen Insuffizienz und aufgrund des paralytischen Ileus, einer postoperativen Nüchternheitsphase von einigen Tagen unterzogen (in der Regel 3-5 Tage). Um eine Malnutrition zu vermeiden, wurden die Betroffenen in der Zwischenzeit entweder durch eine enterale Ernährungssonde oder über den parenteralen Weg ernährt. In dieser Literaturrecherche wird der Frage nachgegangen, inwiefern eine frühe postoperative orale Zufuhr von Flüssigkeit und Nahrung innerhalb von 24 Stunden nach der Gastrektomie in der Lage ist, die Krankenhausverweildauer, die Morbidität, die Dauer bis zum Auftreten des ersten Flatus und die Mortalität zu reduzieren und das Risiko von Wundinfektionen, von Blutungen, einer Anastomosen Insuffizienz und die Reoperationsraten zu verringern. Aus den Ergebnissen der Recherche geht hervor, dass sich die frühe orale Ernährung innerhalb von 24 Stunden nach der Gastrektomie als effektiv im Vergleich zur späten ora ...

Ausgabe Mai/Juni 2019
Sabine Katzdobler, Prof. Dr. Elisabeth Nöhammer, Theresa Markl, Prof. Dr. Harald Stummer
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Seit mittlerweile fünf Jahren sind Unternehmen in Österreich und Deutschland gesetzlich dazu verpflichtet, die Evaluierung bzw. Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen durchzuführen. Eine Verringerung psychosozialer Belastungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist speziell in Hochrisikobereichen wie der Gesundheitswirtschaft wesentlich. Mittels telefonischer Befragungen bei Alten- und Pflegeheimen in zwei österreichischen Bundesländern wurde eine hohe Rate an erfolgten Evaluierungen bestätigt, allerdings wurden eher allgemeine, zum Teil oberflächliche, Instrumente verwendet. Damit wird der Komplexität der Berufsfelder oft nicht Rechnung getragen, sondern vor allem Überblicksdaten generiert. Der Nutzen dieser Erhebungen ist daher noch nicht vollständig ausgeschöpft.

Janka Höld, Noemie Friedrich
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Während die Betonung familienähnlicher Strukturen die stationäre Altenpflege in den letzten Jahren sukzessiv verändert, sind diese für einen Teil der Pflegenden bereits elementarer Bestandteil ihres (beruflichen) Selbstverständnisses. In einer Sekundäranalyse von 75 qualitativen Interviews zeichnete sich ab, dass Altenpflegende bei einer starken emotionalen Verbundenheit zum Arbeitsplatz bei seiner Beschreibung häufig auf das Bild und die Logik des Zuhauses oder der Familie zurückgreifen. Im vorliegenden Beitrag werden dieses Phänomen und die damit verbundenen Chancen erörtert, die Gefahren, die es birgt, kritisch betrachtet und seine Bedeutung für die gesellschaftliche Anerkennung der Pflege eruiert.

Britta Blotenberg, Prof. Dr. Stefanie Seeling, Prof. Dr. Andreas Büscher
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Aufgrund des demografischen Wandels und andauernden Fachkräftemangels werden alternative Versorgungsformen wie Präventive Hausbesuche (PH) benötigt. PH reduzieren die Gefahr von Pflegebedürftigkeit und ermöglichen somit älteren Menschen möglichst lange in ihrem Zuhause wohnen bleiben zu können. Das Ziel dieses Forschungsvorhabens ist die Akzeptanzanalyse PH und Messung des Effekts auf den Verlauf des Gesundheitszustands. In der Mixed-Methods-Studie werden PH als pflegerische Intervention Menschen angeboten, die zwischen 65 und 85 Jahre alt sind, Deutsch verstehen und sprechen, nicht pflegebedürftig im Sinne des SGB XI sind und in der Samtgemeinde in Niedersachsen wohnen, in der das Projekt durchgeführt wird. Die Stichprobe umfasst 75 Personen. Erwartet wird, dass die Studienergebnisse das bisherige Wissen über das Konzept der PH ergänzen.

Stefanie Lemme
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Zu einer der neueren Therapieoptionen einer Herzinsuffizienz gehört das Links-Ventrikel-Assist-Device (LVAD). Es wird direkt ans Herz implantiert und gewährleistet die Versorgung des Körpers mit Blut und Sauerstoff. Die Stromzufuhr erfolgt über die Driveline, eine Verbindung durch die Bauchdecke nach außen. Um der wachsenden Sparte in der Pflege und der Versorgung gerecht zu werden ist es nötig, das Erleben der LVAD-Trägerinnen und -Träger näher zu beleuchten. Dazu wird der Entscheidungsprozess zum LVAD näher betrachtet. Ebenso die Gestaltung des Alltags, die Adaption ins häusliche Umfeld, ihre Aktivitäten und Einschränkungen.

Prof. Dr. Stefanie Seeling, Franziska Cordes, Jessica Höhn
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Das Forschungsprojekt TiP.De zielt vor dem Hintergrund der steigenden Zahl dementiell erkrankter Menschen in Deutschland darauf ab, den Effekt eines im Projekt entwickelten theaterpädagogischen Interventionskonzeptes auf die Lebensqualität von Menschen mit Demenz in der Langzeitaltenpflege zu erforschen. Die Datengewinnung erfolgt über einen mixed-methods Ansatz mit validierten, zielgruppenspezifischen Messinstrumenten. Das Forschungsteam erwartet, dass das Interventionskonzept die Lebensqualität von Menschen mit Demenz positiv beeinflusst. Im Ergebnis soll ein Methodenkoffer entwickelt werden, der von Theaterpädagogen, die zukünftig als weitere Berufsgruppe in der Altenpflege etabliert werden können, genutzt wird.

Vanessa Riedl, Dr. med. Michael Kob, Dr. phil. Franco Mantovan
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Die ketogene Ernährung (KD) hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Man hat sich vermehrt damit beschäftigt ob, und welchen Einfluss die ketogene Ernährung auf den Stoffwechsel von Tumoren hat. In diesem Zusammenhang wurde der Frage nachgegangen, ob die ketogene Ernährung einen Einfluss auf den Patienten mit malignem Hirntumor hat. Um diese Frage zu beantworten wurde eine Literaturrecherche in verschiedenen Datenbanken durchgeführt. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die ketogene Ernährung vor allem einen Einfluss auf das Körpergewicht und das Glukoselevel hat. Um diese Ergebnisse zu bestätigen, müssen noch weitere Studien durchgeführt werden.

Ausgabe Mai/Juni 2018
Maria Steinwandter, Dr. Franco Mantovan, Dr. Erwin Kirchler
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Die Tiefe Hirnstimulation (DBS = Deep Brain Stimulation) stellt seit einigen Jahren eine effektive Therapiemethode zur Reduktion der motorischen Symptome bei Parkinson-Patienten dar. Aber neben den gewünschten Hauptwirkungen treten häufig neuropsychiatrische Komplikationen auf, die noch nicht genau erklärt werden können - auch, weil der exakte Wirkmechanismus der DBS noch nicht im Detail bekannt ist. Wie sich die Tiefe Hirnstimulation bei Parkinson-Patienten auf das Belastungsempfinden der pflegenden Angehörigen auswirkt, war in den letzten 10 Jahren vermehrt Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Die Literaturrecherche ergab, dass sich die Belastungen der pflegenden Angehörigen, obwohl sich die motorischen Symptome der Parkinson-Patienten mit DBS und deren Lebensqualität verbesserten, nicht wesentlich verringerten. Die Studien weisen darauf hin, dass das Belastungsempfinden der pflegenden Angehörigen weniger mit den motorischen Beeinträchtigungen der Parkinson-Patienten als vielmehr mit der eigenen, ...

Stefanie Maurer, Günther Sitzmann, Dr. phil. Franco Mantovan
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Die mechanische Darmvorbereitung (MBP) ist eine präoperative Maßnahme, die lange Zeit als Routineverfahren vor kolorektalen Eingriffen galt, da man annahm, dass dadurch die Inzidenz von postoperativen Komplikationen wie Surgical Site Infection (SSI), Morbidität und Mortalität gesenkt wird. Jedoch gibt es in der Literatur keinen Konsens diesbezüglich. Eine weitere Form der Darmvorbereitung ist die Kombination aus der MBP und der präoperativen Gabe oraler Antibiotika. Dessen Einfluss auf postoperative Komplikationen ist auch nicht zur Gänze geklärt. In dieser narrativen Literaturübersicht wird der Frage nachgegangen, welchen Einfluss die MBP und die Kombination aus MBP und oralen Antibiotika auf spezifische postoperative Komplikationen (Morbidität, Länge des Krankenhausaufenthaltes, Mortalität, SSI, Anastomoseninsuffizienz, prolongierte postoperative Darmparalyse) in der elektiven kolorektalen Chirurgie haben. Dazu wurde eine systematische Literaturrecherche in den elektronischen Datenbanken durchgeführt. Es ...

Simone Theiner, Rosmarie Oberhammer, Franco Mantovan
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Herzkreislauferkrankungen stellen laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Haupttodesursache weltweit dar. Frauen versterben häufiger infolge von Krankheiten des Kreislaufsystems als an bösartigen Tumoren, doch der Myokardinfarkt scheint immer noch mit dem männlichen Geschlecht assoziiert zu werden. Das Ziel dieser Arbeit war es festzustellen, inwieweit genderspezifische Aspekte des akuten Koronarsyndroms existieren. Zur Beantwortung der Frage wurde eine systematische Literaturrecherche in verschiedenen Datenbanken durchgeführt. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass insbesondere junge Frauen mehr Risikofaktoren haben als Männer und beim Zugang zu kardialer Diagnostik und therapeutischen Interventionen benachteiligt sind. Um die Ergebnisse zu bestätigen und noch offene Fragen zu klären, bedarf es weiterer Studien.

Manuel Schindler
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Im Rahmen der evidenzbasierten Weiterentwicklung von Pflegeklassifikationssystemen wie European Nursing care Pathways (ENP) ist es u.a. notwendig, die eingeschlossenen Elemente auf inhaltliche Vollständigkeit und Korrektheit zu überprüfen und den sowohl für die tägliche pflegepraktische Arbeit als auch für die exakte, individuelle Abbildbarkeit einer pflegerischen Versorgungssituation angemessenen Grad an Granularität herauszuarbeiten. Mit Blick auf die Komplexität eines demenziellen Syndroms, stellt dieser Prozess eine Herausforderung dar. Diese soll anhand des Ablaufs und der Ergebnisse einer systematischen Literaturrecherche zur inhaltlichen Weiterentwicklung der Ursachen, Kennzeichen und Pflegeinterventionen einer demenzspezifischen ENP-Praxisleitlinie verdeutlicht werden.

Dr. Stefan Schmidt, Prof. Dr. Erika Feldhaus-Plumin, Yve Weidlich, Marika Lazar, Prof. Dr. Barbara Weigl, Prof. Dr. Olivia Dibelius
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Hintergrund der Arbeit: Schmerzerfassung und Sterbebegleitung von Menschen mit Demenz stellt eine Herausforderung für Pflegende dar, insbesondere in späterem Stadium der Erkrankung. Probleme verstärken sich, wenn verbale Ausdrucksschwächen der zu Pflegenden hinzukommen. Zielstellung: Ziel der Studie ist es, institutionelle Ressourcen und Versorgungslücken aus Sicht von Pflegenden zu Dementia Care am Lebensende darzustellen und Perspektiven für die Praxis und Forschung zu entwickeln. Material und Methoden: Ein Fragebogen erhob Daten von n=146 zur Schmerzeinschätzung und Sterbebegleitung von Pflegenden aus unterschiedlichen Settings der Versorgung. Ausgewertet wurden die Fragebögen vorwiegend deskriptiv. Darauf aufbauend wurden 25 Leitfadeninterviews mit Pflegenden geführt und inhaltsanalytisch ausgewertet. Ergebnisse: Der Expertenstandard Schmerzmanagement ist bei vielen der Befragten bekannt, jedoch zeigen sich deutliche Unsicherheiten im Umgang mit Assessmentinstrumenten. Gründe dafür sind fehlende Schul ...

Elisabeth Handel, Barbara Bichsel-von Arb, Simone Stefania, Diana Staudacher, Rebecca Spirig
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Die hohe Komplexität der Patientensituationen nach Brandverletzungen erfordert eine multiprofessionelle, umfassende und langfristig koordinierte Behandlung – abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse der betroffenen Person. Mit dem Ziel, dieser besonders verletzlichen, behandlungsintensiven Patientengruppe eine optimale Versorgung zu bieten, entstand der interprofessionelle «Behandlungspfad Brandverletzte» am Universitätsspital Zürich. Im Rahmen einer Evaluationsstudie erfolgten quantitative und qualitative Erhebungen hinsichtlich der Versorgungsstrukturen bzw. -prozesse, der Patientenzufriedenheit und der interprofessionellen Zusammenarbeit. Wie die Evaluation zeigte, fördert der Pfad ein patientenorientiertes Miteinander, sorgt für effektive Zusammenarbeit auf Augenhöhe und erhöht die Zufriedenheit aller Beteiligten.

Arne Evers
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Die Nutzung von Bildern ist in der Pflegewissenschaft unterrepräsentiert. Das ist insofern verwunderlich, da insbesondere die Pflegeberufe von hoher Bildlichkeit geprägt sind. In diesem Artikel wird anhand der dokumentarischen Methode der Bildinterpretation nach Ralf Bohnsack ein Verfahren vorgestellt, mit dem man das Besondere von Bildern methodisch darlegen kann. Dies erfolgt anhand eines Bildes einer Kampagne des Bundesministeriums für Gesundheit. Die Auswertung zeigt, dass das Bild diametral ist: Auf der einen Seite die starke, selbstbewusste Pflegefachkraft, auf der anderen Seite eine Pflegefachkraft, die zurückhaltend und schutzbedürftig dargestellt ist. Als Schlussfolgerung wird abgeleitet, dass sich die Methode sehr gut eignet und einen weiteren methodologischen Zugang für die Pflegewissenschaft bietet.