Oct 20, 2019 Last Updated 2:16 PM, Oct 14, 2019

Artikelarchiv: A-Z 

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Lakshmi Kotsch, Ronald Hitzler
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Der Begriff „Selbstbestimmung“ wird in unserem unmittelbaren und mittelbaren alltäglichen Miteinander – seiner relativen Vagheit ungeachtet – ebenso häufig wie selbstverständlich verwendet. Dies weist darauf hin, dass es sich dabei um eine Konsensfiktion handelt, d.h. um eine zunächst einmal fiktive Übereinstimmung darin, was seine genauere Bedeutung ‚tatsächlich‘ ausmacht. Auch im Kontext von Hilfe- und Pflegebedürftigkeit wird der Begriff zunehmend häufig und zugleich uneindeutig verwendet. Besonders in der professionellen Pflege jedoch wird Selbstbestimmtheit von Klienten zu einer praktischen Problemstellung der Interaktionen zwischen Hilfeempfangenden und Hilfeleistenden. Denn pflegebedürftige Personen sind auf die Unterstützung der jeweiligen Helfer angewiesen, um ihr – in verschiedenen juristisch relevanten Dokumenten deklariertes – Recht auf Selbstbestimmung so weitgehend wie möglich verwirklichen zu können. Um zu einem gegenstandsangemessenen Begriff von Selbstbestimmung im Kontext von Hilfe- und Pfle ...

Ausgabe Februar 2011
Beatrice Loosli, Manuela Grieser, Fabio Knöfler
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PraxismentorInnen (BerufsbildnerInnen) begleiten Studierende in deren Praktikas. Diese pädagogische Aufgabe erfüllen Mentoren häufig neben den pflegerischen Aufgaben. Immer wieder kommt es zu herausfordernden Praxissituationen, die zu Rollenkonflikten führen (Mentor vs. Pflegefachperson). Um PraxismentorInnen auf diese Konfliktsituationen vorzubereiten oder sie in deren Lösung zu unterstützen, wurde die didaktische Methode Forumtheater entwickelt. Beim Forumtheater bringen KursteilnehmerInnen kritische Praxissituationen ins Forum ein, welche von Schauspielern oder den Kursteilnehmern selbst nachgestellt werden. Ziel ist es, Lösungsstrategien zu finden, um mit den schwierigen Situationen umzugehen. In vorliegender Studie wurde evaluiert, ob die Methode Forumtheater als Coachingintervention für PraxismentorInnen geeignet ist, um deren Handlungskompetenz und deren Rollenverständnis zu verbessern.

Ausgabe Dezember 2010
Esther Linka, Dr. phil. Diana Staudacher, Prof. Dr. Rebecca Spirig
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Talente zu erkennen, systematisch zu fördern, ihnen Zukunftsperspektiven zu bieten und sie im Unternehmen zu halten, gilt aufgrund des Fachpersonenmangels als zukunftswichtige Aufgabe in der Pflege. Diese qualitative Studie beschreibt die Identifikation, Förderung und Retention von Talenten im Rahmen eines Laufbahnmodells. In drei Fokusgruppeninterviews definierten Abteilungsleitende, PflegeexpertInnen und diplomierte Pflegefachpersonen, was sie unter «Talent» verstehen und welche Einflussfaktoren beim Aufbau eines Talentmanagements zu beachten sind. Die Analyse der Interviews anhand der Knowledge-Mapping-Methode ergab, dass Talentmanagement hohe transformationale Leadership-Qualitäten erfordert. Wichtig ist jedoch auch eine «objektive», von Vorgesetzen unabhängige Einschätzung. Da Talente selbstorganisiert arbeiten möchten, gilt es, individuelle Freiräume zu gewähren und Außergewöhnliches zuzulassen.

Elisabeth Haslinger-Baumann, Gerhard Müller, Christa Them
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Forschungsanwendung bedeutet den Transfer von wissenschaftlichen Ergebnissen in die pflegerische Pra- xis. In österreich besteht ein Mangel an empirischen Daten zur Darstellung der Bedingungen der For- schungsanwendung in der Pflege. Angesichts dieser fehlenden Daten wurden in Ostösterreich sieben ExpertInneninterviews mittels Leitfaden durchgeführt und nach der zusammenfassenden qualitativen In- haltsanalyse nach Mayring analysiert. Als Ergebnisse konnten Person-zentrierte Eigenschaften und orga- nisatorische Strukturen als Bedingungen für die Umsetzung von Forschungsergebnissen identifiziert wer- den. Forschungsanwendung wird auf individueller Ebene sehr engagiert und oft gegen organisatorische und kollegiale Widerstände durchgeführt. Dabei erleben sich Pflegepersonen im Spannungsfeld zwischen tradierten Tätigkeiten und wissenschaftlichem Arbeiten.

Ausgabe November 2014
Olaf Scupin
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Die Einführung eines fallbezogenen Krankenhausfinanzierungssystems erfordert von Seiten der professionellen Pflege eine Reorganisation ihrer Arbeitsprozesse. Die Leistungen des Pflegedienstes müssen in Zukunft patientenbezogen ermittelt, kalkuliert und eingesetzt werden. Zur Zeit existiert in der Bundesrepublik Deutschland kein Pflegediagnostikverfahren, welches den aktuellen und prospektiven Pflegebedarf eines Patienten oder Klienten ermittelt. Die theoriegeleitete Pflegediagnostik der Selbstpflegedefizit-Theorie stellt einen Bezugsrahmen für eine patientenbezogene Pflegeplanung dar. Parallel müssen die Arbeitsabläufe dezentral organisiert werden. In den Ländern der Welt, in denen fallpauschalierte Finanzierungssysteme angewendet werden, reagierte die Pflege mit der Einführung fallbezogener Pflegesysteme. Hier ist vorrangig das Primary nursing zu nennen. Im Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster werden die genannten Prozesse aktuell umgesetzt. Der vorliegende Artikel stellt die ersten Umsetzun ...

Ausgabe Oktober 2002
Zylfije Dibrani, BScN, RN, Dr. phil. Diana Staudacher
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Das Phänomen Mitleiden bei Angehörigen muslimischer PatientInnen mit Migrationshintergrund im palliativen Stadium ist Pflegefachpersonen häufig nicht bekannt. Sie fühlen sich unsicher und wissen nicht, wie sie den Angehörigen begegnen können. Im Rahmen eines integrativen Reviews ließen sich beobachtbare Ausdrucksformen des Mitleidens bei Angehörigen muslimischer PatientInnen im palliativen Stadium ermitteln. Das Phänomen umfasst neun Aspekte, die sich im Erklärungsmodell „Das Netz des Mitleidens“ zusammenfassen lassen. Mitleiden lässt sich verstehen als körpersprachlicher Ausdruck des Hoffens, Klagens und Betens und ermöglicht leidenden und trauernden Menschen, mit Gott vereint zu sein. So können sie ihre Gefühlslast und Trauer miteinander teilen. Begründen lässt sich das Phänomen durch das Bedürfnis der Angehörigen, ihre religiöse Identität und Tradition zum Ausdruck zu bringen. Das Modell bietet eine erste Orientierung für Pflegefachpersonen als Beitrag zu migrationssensibler Palliative Care.

Ausgabe Mai/Juni 2019
Louisa Zupan-Sebos
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Forumtheater ist eine Theatermethode, bei der am Graben zwischen Publikumsraum und Bühnenraum mit dem Ziel gearbeitet wird, diesen zu überwinden. Mit der Darstellung Variationen zwischenmenschlicher oder sozialpolitischer Konfliktbereiche wird ein Dialog aufgebaut und durch Debattieren werden Lösungsansätze erarbeitet, die nicht auf der Grundlage einer Ideologie entwickelt werden, sondern aus dem Kontext des betroffenen Forums. Die Entstehungsgeschichte des Stückes wird erläutert, um einen Einblick in dieses Schaffen zu ermöglichen. „Wenn eins und eins mehr als zwei gibt I und II“ werden mit der Absicht vorgestellt, Forumtheater genauer zu erläutern, von der Aktion in Lernwelten 2002 zu berichten, aber auch, um anhand des Stückes verschiedene Aspekte rund um die Methode Forumtheater zu explorieren. Kurt Lewin (1870-1947) war der Wegbereiter partizipativ gesteuerter Veränderungsprozesse und eröffnete mit seinen Forderungen und seinem Konzept der Aktionsforschung ein Feld, auf dem Paolo Freire mit ...

Ausgabe Februar 2003
Katja Rosenthal-Schleicher, Prof. Anne Meißner
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Die Interaktion zwischen ärztlichem Fachpersonal und Pflegenden hat eine direkte Auswirkung auf die Versorgungsqualität und die Sicherheit der Patienten. Der Literaturreview zeigt auf, welche besonderen Herausforderungen und Chancen der Dialog zwischen den beiden Professionen aufweist und welche Auswirkungen er auf die Patientensicherheit haben kann. Zentrale Elemente sind gegenseitiger Respekt und strukturierte Kommunikationsinstrumente, verbunden mit Raum für Interaktivität, Austauschmöglichkeiten auf Augenhöhe, einer gemeinsam entwickelten Sprache und einer dem interprofessionellen Dialog förderlichen Organisationskultur.

Daniela Deufert, Franco Mantovan, Sabine Huber, Elke Knitel-Grabher, Elfriede Fritz
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Demenzerkrankungen sind der häufigste Grund für die Aufnahme in eine stationäre Altenpflegeeinrichtung. Langzeitpflegeeinrichtungen stehen heute vor der großen Herausforderung, die Lebensqualität der stetig wachsenden Gruppe von Demenzkranken, durch eine adäquate Betreuung zu fördern. Um den unterschiedlichen Bedürfnissen von demenzkranken Bewohnern gerecht zu werden, erweist sich die traditionelle Heimversorgung immer mehr als ungeeignet. Angemessene Versorgungskonzepte in stationären Altenpflegeeinrichtungen sind vermehrt auf soziotherapeutische Unterstützung ausgerichtet. Vor allem die durch eine Demenzerkrankung verursachten Beeinträchtigungen, wie z. B. die reduzierte Kommunikationsfähigkeit, die Orientierungslosigkeit oder Einschränkungen in den Alltagsaktivitäten sollen durch ein entsprechendes Milieu verringert oder im Verlauf verlangsamt werden. Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, die Auswirkungen von speziellen Betreuungseinheiten auf demenzkranke Bewohner in zwei Südtiroler Altenheimen aufzu ...

Ausgabe März 2013
Franco Mantovan, Veronika Pareiner, Erwin Kirchler
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Die Zahl der Patienten, welche aufgrund lebensbedrohlicher und medikamentös resistenter Herzrhythmusstörungen mit einem ICD-Implantat leben, hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die Auswirkungen, welche das Tragen eines ICD-Implantats auf die Lebensqualität und die Lebenswelt der Betroffenen hat, sind noch kaum erforscht. Der Begriff der Lebenswelt meint jenes grundlegende Gefüge natürlicher und sozialer Gegebenheiten, das uns Menschen so vertraut und selbstverständlich ist, dass wir es kaum wahrnehmen. Die ICD-Implantation und die ihr zugrunde liegende chronische Herzerkrankung bedeutet für die meisten Betroffenen eine Veränderung ihrer bisherigen Lebenssituation, erfordert von der Person eine Neuanpassung und generiert unterschiedliche Copingstrategien. Die Untersuchung ist als Einzelfallanalyse konzipiert. Mit der Testperson wurde ein problemzentriertes Interview durchgeführt und anschließend mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring (2002) ausgewertet. Die Zielsetzung der Untersuchung b ...

Ausgabe September 2010
Oliver R. Herber, Wilfried Schnepp, Monika A. Rieger, Stefan Wilm
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Im Rahmen einer Interventionsstudie wurde zusätzlich zur ärztlichen Behandlung von Ulcus cruris-Patienten eine evidenzbasierte pflegerische Beratung (=Tandempraxen) angeboten, deren Ziel die Erhöhung der Selbstpflegekompetenz war. Die Evaluation dieser Intervention erfolgte in einem Mixed-Method-Design. Neben einer randomisiert-kontrollierten Studie wurden leitfadengestützte Interviews mit zwölf Patienten, fünf Pflegeexperten und fünf Ärzten aus Tan-dempraxen durchgeführt und inhaltsanalytisch ausgewertet. In den qualitativen Daten wird deutlich, dass die Patienten den größten Nutzen aus dem Tandempraxen-Modell zu haben scheinen. Sie erleben die psychosoziale Unterstützung und die Vermittlung von Wissen zur Wundheilung durch den Pflegeexperten als sehr hilfreich. Die Patienten berichten über eine Zunahme von alltagsorientierten Selbstpflegekompetenzen und einer Verbesserung der Wundheilung. Die Ärzte stehen dem Konzept Tandem generell positiv gegenüber und wollen mehr von der Fachkenntnis des Pflegeexperten p ...

Ausgabe November 2008