Zum aktuellen Stand der Demenz-(Pflege-) Wohngemeinschaft in Deutschland – ein systematischer Vergleich mit Demenz-Wohnbereichen in der stationären Altenpflege beliebt

Im Rahmen einer bundesweit repräsentativ angelegten Studie zur psychischen Belastung und Beanspruchung von Mitarbeitenden in der Langzeitpflege Demenzkranker wurden Infrastruktur-Daten der untersuchten Einrichtungen (Demenz-Wohnbereiche in Altenpflegeheimen: DWBs, und ambulant betreute Demenz-Wohngemeinschaften: DWGs) v. a. zur Kontrolle von Merkmalen erfasst, die einen Einfluss auf die Belastung der Mitarbeitenden haben könnten. Pflege-Wohngemeinschaften (PWGs), z. Zt. etwa 3.120 in Deutschland, haben in den letzten 10 Jahren an Zahl und Kapazitäten zugenommen. Von derzeit 2.500 DWGs darunter konnten wir mit 95 etwa 4 % in die Studie einbeziehen. Demgegenüber konnten knapp 3 % von ca. 3.000 in Deutschland in der stationären Altenpflege existierenden Demenz-Wohnbereiche (DWBs) einbezogen werden. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die DWGs strukturell teilweise stark von den DWBs unterscheiden, die Klientel jedoch vergleichbar ist. DWBs hatten einen mittleren Pflegegrad von 3,9, DWGs einen von 3,84; die durchschnittliche Schwere der Demenz lag bei 2,3 bzw. 2,2. Hinsichtlich dieser beiden Indikatoren versorgen DWBs und DWGs also in etwa die gleiche Klientel. Die ambulant betreuten Demenz-Wohngemeinschaften verfügen jedoch insgesamt – unter Einbeziehung des für sie zuständigen Personals aus den ambulanten Pflegediensten und der direkt in den DWGs Beschäftigten über einen deutlich besseren Personalschlüssel (1,8 Personen-Köpfe bzw. 1,0 Vollzeit-Äquivalente je Bewohner) als die Demenz-Wohnbereiche (0,9 Personal-Köpfe bzw. 0,6 Vollzeit-Äquivalente je Bewohner). Auch der Pflegeschlüssel (dreijährig qualifizierte Pflegefachkräfte) liegt in den DWGs mit 0,26 VZÄ je Bewohner um ca. 20% über dem in den DWBs (0,21 VZÄ je Bewohner) (vgl. auch Werner, Leopold, 2018).
Autor/in/nen
David Leopold, Tugba Dik, Verena Hepting, Tobias Meis, Burkhard Werner, David Leopold Katholische Hochschule Freiburg Karlstraße 63 79104 Freiburg david.leopold@kh-freiburg.de , Katholische Hochschule Freiburg
Title
The current situation of community based living communities for the demented elderly in Germany – a systematic comparison with segregative wards for demented elderly in nursing homes
Abstract
Within the frame of a Germany wide representative study about mental stress and strain of employees in the longterm care for demented elderly (see Werner, Leopold 2018) infrastructure data of investigated facilities, especially those data which could have an impact on the work burdon of employees, were collected. In the ambulant setting (living communites for demented elderly, DWGs, currently about 2.500 in Germany) 95 of those (4 %) took part in the study, in the stationary setting 89 DWBs (3 %) of the estimated 3.000 segregative dementia wards. The results show, that DWGs (community based) are structurally quite different from DWBs (stationäry setting), but that their clients are very similar. The clients in DWBs have 3.9 points, those in DWGs 3.84 point on a scale from 0 to 5 grades of dependency on care in the average. The average of severety of dementia was 2.3 points (DWBs) compared to 2.2 points (DWGs) on a scale from 0 to 3 degrees of severety of dementia). Concerning these two indicators both groups of clients can be treated as aquivalent. However, the DWGs (ambulant setting) had a much better staffing (1.8 personal heads resp. 1,0 full time aquivalents) than the DWBs (0.9 personal heads resp. 0.6 full time aquivalents per resident). Also the staffing concerning qualified nurses only was better in DWGs (0.26) than in DWBs (0.21 full time aquivalents per resident).
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