Feb 29, 2020 Last Updated 5:42 PM, Feb 20, 2020

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Cordula Lange B.Sc., Prof. Dr. Susanne Schuster
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Ein Myokardinfarkt leitet im Leben von Betroffenen einen Übergang von vermeintlich stabiler Gesundheit hin zu Krankheit ein. Das Transitionserleben von Infarktpatient(inn)en war bisher kaum Gegenstand der Forschung und soll daher in dieser Untersuchung exploriert werden. Dazu wurden Leitfadeninterviews mit Betroffenen geführt und diese mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Befragten ihren Myokardinfarkt als unerwartetes Ereignis erlebten, das mit multiplen Veränderungen einherging. Ausreichende Informationen und ein unterstützendes soziales Umfeld förderten die Transition, während Ängste sie hemmten. In der pflegerischen Betreuung der Betroffenen stellen individuelle, settingübergreifende Angebote einen gewinnbringenden Ansatz dar.

Martin Schieron, Nadine Sunder, Prof. Dr. Christa Büker
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Kurzgespräche stellen eine häufige Kommunikations- und Interaktionsform von professionell Pflegenden mit Patientinnen und Patienten oder deren Angehörigen dar. Obwohl es dabei nicht selten um belastende und existentielle Themen geht, wird Kurzgesprächen sowohl in der Pflegepraxis als auch in der pflegewissenschaftlichen Literatur bislang nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Ziel des Grundsatzartikels ist die Sensibilisierung für die Bedeutung von Kurzgesprächen. Im Mittelpunkt der Ausführungen stehen nach einer einführenden begrifflichen Klärung die Besonderheiten von Kurzgesprächen in der Pflege sowie Empfehlungen zu ihrer professionellen Ausgestaltung.

Lina Pickenhan MSc, Dr. Natalia Schiefermeier-Mach, Mag. Christine Rungg
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Ein ausgewogenes Verhältnis von Elektrolyten ist für die Gesundheit unerlässlich. Kleinste Abweichungen können zu schwerwiegenden Folgen, bis hin zu erhöhter Mortalität führen. In dieser Übersichtsarbeit werden die vier Elektrolyte Natrium, Kalium, Magnesium und Kalzium vorgestellt sowie Risikofaktoren für Dysbalancen beschrieben. Ältere Menschen sind aufgrund physiologischer Veränderungen, häufig auftretender Multimorbidität und Polypharmazie besonders gefährdet. In der Langzeitpflege haben Pflegepersonen in der Prävention von Elektrolytdysbalancen eine Schlüsselfunktion und müssen über das nötige Wissen über Elektrolyte und die Risikofaktoren für Dysbalancen verfügen, um gezielt in Prävention und Behandlung tätig zu werden. Diese Arbeit möchte einen Beitrag zu praktischen Implikationen für die Langzeitpflege liefern.

Teresa Campidell, Katia Trevisani, Dr. phil. Franco Mantovan, Dr.in Chiara Muzzana
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Als „postoperatives Delirium“ bezeichnet man ein neuropsychiatrisches Syndrom, gekennzeichnet durch fluktuierende Symptome, wie z. B. Gedächtnisstörungen, Wahrnehmungsstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen, Desorientierung, Halluzinationen und einen gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus. Es handelt sich hierbei um ein häufig auftretendes Problem, welches 15 – 53 % der chirurgischen Patient*innen über 65 Jahren betrifft und bei Intensivpatient*innen sogar einen Anteil von 70 – 87 % erreichen kann. Trotz der hohen Inzidenz, bleibt das postoperative Delirium oft unerkannt und unbehandelt, was zu einem verlängerten Krankenhausaufenthalt, einer erhöhten Morbiditäts- und Mortalitätsrate und einer Steigerung der Kosten führt. Der frühzeitige Einsatz von Präventionsmaßnahmen kann das Auftreten eines Deliriums um 30 – 40 % senken. Das wohl verbreitetste Präventionsprogramm stellt das „Hospital Elder Life Program“ dar. Diese Literaturrecherche beschäftigt sich damit, inwiefern die Inzidenz eines postoperativen Deliriums bei Pati ...

Ursina Gujan-Wieland, Uta Grosse, Dr. Veronika Waldboth
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In Schweizer Akutspitälern werden immer mehr ältere, multimorbide Patientinnen und Patienten mit einem hohen Unterstützungsbedarf versorgt. Die Befähigung von Betroffenen sowie deren Angehörigen zum Umgang mit der Krankheit im häuslichen Umfeld wird zur zentralen Aufgabe von Pflegefachpersonen. Angehörige, welche in die häusliche Pflege involviert sind, fühlen sich in den Spitalaustritt mangelhaft einbezogen und erleben dadurch Belastungen, wenn die Pflege ihre Aufgabe nicht erfüllt. Ziel dieser Studie war es, die Herausforderungen von Pflegefachpersonen beim Einbezug der Angehörigen in den Austrittsprozess aus dem Spital und ihren Umgang mit Herausforderungen zu untersuchen. Mittels Fokusgruppeninterviews, welche inhaltsanalytisch ausgewertet wurden, konnten Praxisimplikationen abgeleitet werden. Ein interprofessionelles Konzept zur Austrittsplanung sowie die Umsetzung von familienzentrierter Pflege können Pflegefachpersonen unterstützen, den Bedürfnissen von Angehörigen besser gerecht zu werden.

Sabine Pieniak
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Der Umgang mit einem Demenzerkrankten hängt davon ab, ob und wie die pflegenden Angehörigen die Verhaltensänderungen verstehen und darauf eingehen können. Sie entwickeln im Laufe der Versorgung unterschiedliche Bewältigungsstrategien, die das Gelingen fördern können. Insgesamt 25 pflegende Angehörige im Alter von 49 bis 89 Jahren haben ihre persönlichen Erfahrungen zum Gelingen des Umgangs mit dem Demenzkranken in einem Interview geschildert. Alle Befragten schilderten Ärgernisse im Anfangsstadium, weil sie die Demenzsymptomatik nicht deuten konnten. Ohne kompetente Unterstützung erfolgt nur eine Bewältigung der Demenzsymptomatik, wie z. B. Ablenken bei ständiger Fragerei. Wenn die Angehörigen erkennen, dass sie durch ihr Verhalten das herausfordernde Verhalten nicht mehr beeinflussen können, entsteht oftmals eine Verzweiflung und Hilflosigkeit, die zu einem Abbruch des Gelingens führen. Erst wenn das herausfordernde Verhalten als ein „normales Krankheitssymptom“ verstanden wird, erfolgt ein Defizitausgleich ...

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