Die Wirksamkeit der oralen Zufuhr von Flüssigkeiten und Nahrung am ersten postoperativen Tag gastrektomierter Patienten

Traditionell wurden gastrektomierte Patienten, aus Angst vor einer ösophagojejunalen Anastomosen Insuffizienz und aufgrund des paralytischen Ileus, einer postoperativen Nüchternheitsphase von einigen Tagen unterzogen (in der Regel 3-5 Tage). Um eine Malnutrition zu vermeiden, wurden die Betroffenen in der Zwischenzeit entweder durch eine enterale Ernährungssonde oder über den parenteralen Weg ernährt.
In dieser Literaturrecherche wird der Frage nachgegangen, inwiefern eine frühe postoperative orale Zufuhr von Flüssigkeit und Nahrung innerhalb von 24 Stunden nach der Gastrektomie in der Lage ist, die Krankenhausverweildauer, die Morbidität, die Dauer bis zum Auftreten des ersten Flatus und die Mortalität zu reduzieren und das Risiko von Wundinfektionen, von Blutungen, einer Anastomosen Insuffizienz und die Reoperationsraten zu verringern.
Aus den Ergebnissen der Recherche geht hervor, dass sich die frühe orale Ernährung innerhalb von 24 Stunden nach der Gastrektomie als effektiv im Vergleich zur späten oralen Ernährung erweist, bezüglich folgender untersuchter Outcomes: Reduktion der Krankenhausverweildauer sowie einer Reduktion der Dauer bis zum Auftreten des ersten Flatus.
Autor/in/nen
Dr. phil. Franco Mantovan, GKP Katia Trevisani, KPF Cindy Mairamhof, Dr. phil. Franco Mantovan Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe ?Claudiana? - Universität Verona Peintenweg Nr. 57 IT-39032 Südtirol?/?Bozen franco.mantovan@claudiana.bz.it , Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe „Claudiana” - Universität Verona
Title
The effectiveness of the oral intake of fluids and food on the first postoperative day of gastrectomized patients
Abstract
Traditionally, gastrectomized patients were submitted to a postoperative sobriety phase of several days (usually 3-5 days), because of fear of an anastomotic leak and due to the paralytic ileus. To avoid malnutrition, in the meantime those affected were nourished through an enteral feeding tube or via the parenteral route. The aim of this literature research is to investigate how an early postoperative oral intake of fluid and food within 24 hours after the gastrectomy is able to reduce the hospital resting time, the morbidity, the duration until the appearance of the first flatus, the mortality, the reoperation rates and the risk of an anastomotic leakage, wound infections and bleedings. The research results show, that the early oral nutrition within 24 hours after the gastrectomy proves to be effective regarding the following examined outcomes: Reduction of the hospital resting time as well as a reduction of the duration until the appearance of the first flatus.
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