Welche patientenbezogenen Parameter berücksichtigen Pflegende bei der Schmerzeinschätzung bewusstseins- und kognitiv eingeschränkter Patienten auf der Intensivstation? Eine qualitative explorative Studie

Die Schmerzerfassung bei Patient(inn)en mit Bewusstseins- und kognitiven Einschränkungen auf der Intensivstation stellt Intensivpflegende und Ärztinnen/Ärzte aufgrund fehlender Selbstauskunft vor Herausforderungen. An Fremderfassungsinstrumente ergeht der Anspruch, mit ihren Items Schmerz bei einem breiten Patientenspektrum anzuzeigen und bei Pflegenden als deren Anwender(innen) akzeptiert zu sein. Diese qualitative, explorative Studie, die im Rahmen der Validierung des Zurich Obervation Pain Assessments (ZOPA©) durchgeführt wurde, untersuchte, welche patientenbezogenen Parameter Intensivpflegende bei der Schmerzeinschätzung bei Intensivpatient(inn)en nutzen. Die auf drei Intensivstationen mit Hilfe der Think-aloud-Technik erhobenen Daten wurden mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet. Die Ergebnisse zeigten ein breites Spektrum von Verhaltensmerkmalen und physiologischen Indikatoren. Diese sind zum Teil bereits in bekannten Instrumenten enthalten. Deutlich wurde zudem, dass sie von den Pflegenden sowohl als Ausdruck von Schmerz, aber auch von anderen Empfindungen wie Stress, Angst oder Unbehagen interpretiert werden. In weiteren Studien zu ZOPA© wird die Validität dieser neuen Parameter bei Patient(inn)en aus unterschiedlichen Fachgebieten untersucht werden.
Autor/in/nen
Martin R. Fröhlich, Prof. Dr. Gabriele Meyer, Prof. Dr. Rebecca Spirig, Dr. Horst Rettke, Martin R. Fröhlich UniversitätsSpital Zürich Rämistrasse 100 Schul A 17 8091 Zürich martin.froehlich@usz.ch , UniversitätsSpital Zürich
Title
Which patient-related parameters are considered by ICU nurses in pain assessment in patients with impaired consciousness and cognition? A qualitative explorative study
Abstract
Assessing pain in patients with impaired consciousness or cognition is challenging for intensive care nurses and doctors because of patients inability to self-report. Items in observational assessment tools have to indicate pain in a wide range of patients and need to be accepted by their users. This qualitative explorative study was conducted as part of the validation of the Zurich Observation Pain Assessment (ZOPA©). We investigated which patient-related parameters intensive care nurses considered in assessing pain. Data were collected in three intensive care units by using the Think-aloud-method and were analysed using Mayring’s qualitative content analysis approach. Results showed a wide range of behavioural characteristics and physiological indicators, which are partially included in other well-known assessment tools. Furthermore, nurses interpreted them as pain or other experiences such as stress, fear/anxiety or discomfort. Further studies in ZOPA© will examine the validity of these new parameters in different specialised fields.
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