Gesamtausgabe 9/10-2017 Gesamtausgabe

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hpsmedia, Patrick Fehling Caseler Str .3 13088 Berlin patrick.fehling@charite.de Eingereicht am 04.04.2017 Akzeptiert am 23.06.2017 DOI: 10.3936/1516 Pflegewissenschaft 9/10-2017 | 19. Jahrgang | hpsmedia, Nidda 417 Fachteil | Pflegewissenschaft | Ausgabe 9/10-2017 Einleitung Der bundesdeutsche demografische Wandel wird unter anderem vom steigenden Anteil älterer Menschen bestimmt. Analog wächst der Anteil pflegebedürftiger Personen. 2060 könnten 4,7 Millionen Senioren pflegebedürftig sein [1]. Die damit einhergehende Nachfrage nach professioneller Pflege wird durch den anhaltenden Fachkräftemangel aktuell kaum mehr befriedigt. Die Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive in der Altenpflege, finanzielle Anreize für den Pflegeberuf durch die Pflegestärkungsgesetze und die Gewinnung von Pflegefachkräften aus dem Ausland [2] werden diesen Mangel nur in Teilen puffern. Unterstützung durch technische Innovationen im Allgemeinen und Überwachungssystemen im Besonderen könnten den Pflegefachkräftemangel teilweise kompensieren. gepflegt zu werden (ebd.). 57% der über 60-Jährigen wäre schon heute mit automatischem Messen und Übermitteln von Vitaldaten einverstanden [14]. Eine Umfrage des Netzwerks Alternsforschung der Universität Heidelberg bestätigt, dass auch pflegende Angehörige unabhängig vom Alter offen seien für derartige technische Lösungen [15]. Wenn das Angebot, die Förderung und die Akzeptanz bestehen, warum bleibt dann ?festzustellen, dass technische Innovationen eher langsam Eingang in die stationäre Pflege finden? [10]? Blockieren die Entscheidungsträger insbesondere in den aktuell 13000 Pflegeheimen [16] den Einzug von TechInno? Verursacht vielleicht ihre Skepsis, ob SensÜberw tatsächlich menschliches Einschätzungsvermögen ersetzen kann [17], ihre stockende Einführung in deutsche Pflegeheime? Entsprechend ergab sich die folgende Fragestellung: Wie offen oder restriktiv positionieren sich die Entscheidungsträger hiesiger Pflegeheime zu den bisherigen und Hintergrund künftigen pflegerelevanten technischen Innovationen im Technische Innovationen (TechInno) haben in den vergan- Allgemeinen und sensorieller Überwachungssysteme im genen Jahren den Pflegesektor erreicht [3]. Unterstützun- Besonderen? gen wie elektrisch verstellbare Pflegebetten, Hebelifter und die elektronische Pflegedokumentation haben sich in der Pflege etabliert. Vor wenigen Jahren undenkbare tech- Ziel nische Entwicklungen wie pflegeunterstützende Roboter Das Ziel dieser Studie war herauszufinden, wie sich Entund ähnlich autonome Systeme haben mittlerweile zum Großteil Marktreife erreicht [4]. TechInno entlasten vor- scheidungsträger in Pflegeheimen die Chancen, Risiken dergründig die Pflegenden körperlich und psychisch, sollen und Hürden bisheriger und zukünftiger technischer Innoräumlich unvorteilhafte Gegebenheiten und Zeitmangel vationen im Allgemeinen und sensorieller Überwachungskompensieren [5], sowie die Interaktion von Pflegenden systeme im Besonderen einschätzen. und zu,
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