Nov 18, 2019 Last Updated 7:49 AM, Nov 11, 2019

November/Dezember 2016RSS

Martin R. Fröhlich, Elisabeth Handel, Dr. Irmela Gnass, JProf. Dr. Erika Sirsch, Dr. Horst Rettke, Prof. Dr. Rebecca Spirig
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Kognitiv und bewusstseinsbeeinträchtigte Patient(inn)en können nicht über Schmerz Auskunft geben. Eine bedarfsgerechte Schmerztherapie ist herausfordernd. 2002 begann die Entwicklung des Zurich Observation Pain Assessments (ZOPA©) zur Schmerzfremdeinschätzung bei dieser Patientengruppe. Der Beitrag zeigt den Entwicklungsprozess des ZOPA© und beleuchtet ihn kritisch hinsichtlich aktueller Empfehlungen zur Instrumentenentwicklung. Es erfolgt die Zuordnung zu anderen Fremderfassungsinstrumenten für Intensivpatient(inn)en. Der Entwicklungsprozess des ZOPA© folgte den Literaturempfehlungen. Ein abweichendes methodisches Vorgehen bestand bei der Bestimmung der Inhalts- und Konstruktvalidität. ZOPA© bietet valide und reliable Messergebnisse und ist klinisch in der Neurochirurgie und Neurologie eta­bliert. Eine wissenschaftliche Überprüfung des ZOPA© bei anderen Patientengruppen ist zur gezielten Weiter­entwicklung erforderlich.

Luise Kumpf, Prof. Dr. Heike Schinnenburg, Prof. Dr. Andreas Büscher
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In der explorativen qualitativen Studie soll untersucht werden, welche spezifischen Integrationsprobleme und -barrieren immigrierte Pflegekräfte bei ihrer Arbeit im deutschen Gesundheitswesen erleben. Es wurden 10 ausländische Pflegekräfte mit eigener Migrationserfahrung (fünf mit ausländischem Hintergrund, die in Deutschland und fünf, die im Ausland ausgebildet wurden) befragt. In leitfadengestützten Interviews wurden ihre persönlichen Erfahrungen im Integrationsprozess erfasst und mittels qualitativer Inhalts­analyse ausgewertet. Es wurde deutlich, dass beide Gruppen von Pflegekräften von spezifischen Herausforderungen bei der Integration betroffen sind. Am häufigsten genannte Probleme sind sprachliche Barrieren, soziokulturelle Konfliktsituationen sowie erlebte Diskriminierung.

Dr. rer. medic Ralph Möhler, Prof. Dr. phil Sascha Köpke, Prof. Dr. phil Gabriele Meyer
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Viele Interventionen in der Pflege und Gesundheitsversorgung bestehen aus mehreren, sich wechselseitig bedingenden Komponenten. Im Jahre 2011 wurde eine Kriterienliste für die aussagekräftige Berichterstattung der Entwicklung und Evaluation komplexer Interventionen (CReDECI) erstellt und anschließend auf ihre Anwendbarkeit untersucht. CReDECI adressiert die Stadien der Entwicklung, Pilotierung und Evaluation komplexer Interventionen, fokussiert aber nicht auf ein spezifisches Studiendesign. Kürzlich wurde CReDECI in einem formalen Konsensusverfahren überarbeitet und dabei gekürzt und sprachlich präzisiert. Nunmehr wurde die überarbeitete Liste ins Deutsche übertragen. CReDECI 2-DE enthält 13 Kriterien und die dazugehörigen Erläuterungen. Die Liste entspricht den Anforderungen des EQUATOR Netzwerks an ein Reporting Statement. Sie stellt eine wichtige Ressource für Autoren von komplexen Interventionen und Gutachter wissenschaftlicher Zeitschriften dar.

Prof. Dr. Bernd Reuschenbach, Lisa Daufratshofer, Carolin Demmelhuber, Lisa Paul, Cordula Steidle, Anne Ziebell
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Das voraussichtlich 2018 in Kraft tretende Pflegeberufereformgesetz regelt die Einführung der Generalistik und eine damit verbundene neue Berufsbezeichnung für beruflich Pflegende. Auf Bundesebene werden derzeit die Bezeichnungen „Pflegefachkraft“ und „Pflegefachfrau/-mann“ diskutiert. Ziel der Studie ist es, die Präferenz zur Berufsbezeichnung zu erheben. Im Zeitraum Mai bis Juni 2016 konnten dazu mit einer Onlinebefragung 3.275 beruflich Pflegende erreicht werden. Von den Befragten sprechen sich 56,7 % für die Bezeichnung „Pflegefachkraft“ aus. Insgesamt 10,3 % präferieren „Pflegefachmann/-frau“. Der Begriff „Pflegeperson“ wird von 4,7 % bevorzugt. Ergänzend wurden die Teilnehmenden zu ihrem Informationsstand in Bezug auf die geplante Gesetzesänderung befragt. Der Grad der Informiertheit steht mit der präferierten Berufsbezeichnung in Verbindung: Je informierter, umso eher wird der Begriff “Pflegefachfrau/-mann” favorisiert. Auch der berufliche Hintergrund korreliert mit der Präferenz. Insgesamt zeigt sich ...

Saskia Walker, Beatrix Kissling, Dr. Heidi Petry
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Die Mangelernährung stellt ein relevantes Problem im Akutspital dar. Um diese Patienten und Patientinnen effektiv betreuen zu können, ist ein erweitertes theoretisches und praktisches Wissen bei den Pflegefachpersonen notwendig. Die hier vorliegende Pilotstudie untersuchte, ob sich durch eine gezielte Schulung des Pflegefachpersonals einer medizinischen Akutstation, die ernährungsspezifische Dokumentation zur Prozessplanung verbessert. Dazu wurden 126 Dokumentationen vor und nach der Schulung von 19 Pflegefachpersonen in der Anwendung eines Handlungsleitfadens evaluiert. Die Daten wurden anhand deskriptiver Statistik analysiert. Die Ergebnisse zeigten eine signifikante Verbesserung (p

Claudia Steinegger
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Ein wesentlicher Auftrag der Pflege in Langzeiteinrichtungen lautet bedürfnis- und bedarfsgerechte Ernährung sicherzustellen. Im ersten Schritt eines professionellen Ernährungsmanagements wird empfohlen, die Ernährungsbiografien der einzelnen BewohnerInnen sorgsam zu erheben. Ein Ernährungsbiografiebogen für deutschsprachige, nicht fortgeschritten demente BewohnerInnen von Langzeitpflegeeinrichtungen wurde bis dato nicht publiziert. Um diese Lücke zu schließen und Ernährungsbiografien mit einem validierten Instrument erheben zu können, wurde in einer ersten Studie (2010 bis 2012) ein Essbiografiebogen (EBB, Steinegger) entwickelt und in einer konsekutiven Studie (2013 bis 2016) weiterentwickelt und validiert (EKB, Steinegger). Die Güte- und Nebenkriterien Inhaltsvalidität, Augenscheinvalidität, Inter-Rater-Reliabilität und Praktikabilität waren von Interesse, ebenso wurden BewohnerInnen und Pflegepersonen zu ihren Erfahrungen mit den Biografieerhebungen befragt. Getestet wurde in Österreich, Deutschland, Südt ...

Prof. Dr. Olivia Dibelius, Prof. Dr. Erika Feldhaus-Plumin, Prof. Dr. Gudrun Piechotta-Henze
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Das Forschungsprojekt „Lebenswelten von demenziell erkrankten Migrantinnen und Migranten türkischer Herkunft und ihren Familien. Eine Untersuchung zu Ressourcen und Belastungen“ hatte die Ziele, Herausforderungen, Ressourcen und Belastungen der pflegenden Angehörigen, Informations-, Beratungs- und Versorgungsangebote in Deutschland mit Schwerpunkt Berlin zu identifizieren. Handlungsempfehlungen sollten so konkretisieret werden, dass sie bundesweit Anwendung finden können. Der explorative Forschungsansatz und ein Methodenmix ermöglichten unterschiedliche Perspektiven auf den Alltag betroffener Familien. Es zeigte sich, dass die Herausforderungen durch eine demenzielle Erkrankung nur ansatzweise durch innerfamiliäre Unterstützung und Vernetzung in der Community kompensiert werden können.

Prof. Dr. Michael Isfort, Daniel Tucman, Prof. Dr. Albert Brühl, Ursula Sottong, Dr. med, Rebekka Kleinpass, Dr. med Jochen Gerd Hoffmann
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Geräusche können als störend und schädlich empfunden werden. Die Auswirkungen von Lärm auf den Menschen sind vielfältig und beeinträchtigen seine Gesundheit. Menschen mit kognitiven Einschränkungen sind noch empfänglicher für derlei Effekte. In Krankenhäusern herrscht je nach Bereich ein hoher Geräuschpegel. Es ist jedoch nicht bekannt, wie ausgeprägt das Geräuschaufkommen auf geriatrischen Stationen oder Special Care Units ist. Ziel dieser Arbeit ist die Erhebung und deskriptive Darstellung des Geräuschaufkommens auf einer Special Care Unit und zu prüfen, ob diese unterhalb der von der WHO empfohlenen Grenze liegt und sich von dem einer allgemeinen geriatrischen Station unterscheidet. Es wurden an drei unterschiedlichen Mess-Orten jeweils dreimal 24-Stunden-Messungen durchgeführt. Die Daten wurden auf ihre Verteilung und eine mögliche Varianzhomogenität geprüft. Die Daten der unterschiedlichen Mess-Orte wurden auf Unterschiede hin geprüft. Das Geräuschaufkommen überschreitet die von der WHO postulierte Grenz ...

Dr. Andreas Lauterbach
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