Oct 15, 2019 Last Updated 2:16 PM, Oct 14, 2019

Mai 2016RSS

Insa Keßler, Univ.-Prof. Dr. Wilfried Schnepp
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In den vergangenen Jahren haben Forschungsarbeiten gezeigt, dass ein chronisch erkranktes Kind auch für jedes einzelne Familienmitglied belastend wirkt. Herausgestellt hat sich weiterhin, dass Unterstützungsmaßnahmen nur dann wirksam sein können, wenn sie individuell zugeschnitten werden können. Es ist immer noch wenig bekannt, wie Väter es erleben, ein chronisch krankes Kind zu haben und welche Auswirkungen dieses Erleben auf sie hat. In der vorliegenden Literaturstudie wurden 18 Forschungsarbeiten unter dieser Fragestellung zusammengefasst und analysiert. Synthese und Analyse der Literatur erfolgte in Anlehnung an Dixon-Woods et al. (Dixon-Woods et al., 2006) mittels „Critical Interpretive Synthesis“ (CIS). Festgestellt wurde, dass Väter eine schwere physische chronische Erkrankung ihres Kindes häufig als Trauma erleben. Bemerkenswert ist, dass diese gravierenden Auswirkungen in allen Forschungsarbeiten bestenfalls nur erwähnt, aber nicht genauer untersucht wurden.

Barbara Schär, Horst Rettke, Prof. Rebecca Spirig, Prof. Lorenz Imhof
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Patientenprozesse im Akutspital werden durch interprofessionelle Zusammenarbeit massgeblich geprägt. Deren Qualität ist entscheidend für positive Patientenergebnisse und hohe Arbeitszufriedenheit. Wir übersetzten die Collaborative Practice Scales (CPS) und befragten 128 Pflegende und 104 ÄrztInnen in einem Deutschschweizer Universitätsspital. Von ihnen bewerteten 55 Pflegende und 29 ÄrztInnen ihre Zusammenarbeit als relativ zufriedenstellend. Die interne Konsistenz beider Skalen war gut. Die Faktorenanalyse bestätigte bis auf ein Item die ursprüngliche Struktur der CPS für Pflegende. Aufgrund des geringen Rücklaufs bei ÄrztInnen wurde hier auf die Faktorenanalyse verzichtet. Rückmeldungen vor allem der ÄrztInnen weisen auf mangelnde Verstehbarkeit einzelner Items hin. Die CPS eignen sich grundsätzlich, die Qualität interprofessioneller Zusammenarbeit zwischen Pflegenden und ÄrztInnen wiederzugeben. Wir empfehlen die klinische Anwendung erst nach linguistischer Validierung.

Dr. phil. Sabine Wöhlke, Prof. Dr. Claudia Wiesemann
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Moral distress ist ein unter Pflegekräften weit verbreitetes Phänomen. Ursache ist Überforderung in moralisch belastenden Situationen, z.B. wenn strukturelle Vorgaben der Institution und persönliche Wertvorstellungen unauflösbar miteinander zu konfligieren scheinen. Typische Konflikte sind in der End-of-Life Care zu finden. Advance Care Planning (ACP), die systematische Planung von Pflege- und Therapiemaßnahmen gemeinsam mit dem Patienten am Lebensende, kann moralische Konflikte in dieser Situation reduzieren. Studien, die Auswirkungen von ACP im Alltag untersuchen, haben allerdings die Perspektive der Pflegenden bisher nicht berücksichtigt. Wir erläutern aus theoretisch-konzeptioneller Perspektive verschiedene Definitionen von moralischem Stress in der Pflege und beschreiben dessen Auswirkungen auf den Pflegealltag. Wir fragen, ob ACP ein geeignetes Verfahren für die Reduzierung von moralischem Stress ist und wie die Interessen der Pflegeberufe bei der Implementierung von ACP berücksichtigt werden sollten. ...

Vanessa Zilio, Mag. Sabine Huber, Dr. Franco Mantovan
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Das postoperative Delir ist eine Form des Delirs, dessen Entstehen vor allem durch Operation, Anästhesie und deren Folgen begünstigt wird. 37-46% aller chirurgischen Patienten und 87% der Patienten auf Intensivstationen erleiden während ihres Krankenhausaufenthaltes ein Delir. Um die Inzidenz von einem postoperativen Delir zu reduzieren, bedarf es einer geeigneten Prävention. Daraus ergibt sich die Frage, welche Risikofaktoren für die Entwicklung eines Delirs modifizierbare Faktoren sind und damit durch gezielte Intervention die Delir-Inzidenz reduziert werden kann. Um die Frage zu beantworten, wurde eine Literatursichtung in den Datenbanken Embase, PubMed, CINAHL, Cochrane Library, Psychinfo und Tripdatabase durchgeführt, wobei folgende Schlüsselwörter für die Suche verwendet wurden: „Postoperatives Delirium“, „Risikofaktoren“, „Prävention“, „Interventionen“. Aus der Literaturübersicht resultieren folgende modifizierbare Risikofaktoren für das Delir: Abweichung von Blutanalyseergebnissen, Hypoxie, Medikament ...

Sonja Scheichenberger, Martin Fangmeyer
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Die zunehmende Institutionalisierung Schwerstkranker und Sterbender stellt eine Herausforderung dar. Die Literatur fokussiert die physiologischen Aspekte und ist durch weitgehende Konzeptlosigkeit gekennzeichnet. Um die Bedürfnisse abzubilden, ist es aktuell erforderlich mehrere Pflegediagnosen zu stellen. Ziel der Entwicklung ist, die speziellen Bedürfnisse adäquat darzustellen, um damit eine aussagekräftige Dokumentation zu fördern und eine multidimensionale Grundlage zu bieten. Durch die Darstellung der zentralen Bedürfnisse dieser Menschen in Form einer Pflegediagnose wird ein Lückenschluss zwischen der Transparenz der eigenständigen Leistungen, Grenzen der Dokumentation, individuellen Möglichkeiten und sprachlichen Fähigkeiten der Pflegenden unterstützt. Durch die Pflegediagnose kann der Handlungsspielraum und ein Beitrag zur angemessenen sprachlichen Formulierung der spezifischen sowie essentiellen Bedürfnisse im Kompetenzbereich der Pflege synoptisch dargestellt werden.

Stefan Scheydt, Sabrina Laimbacher, Aline Wenger, Prof. Dr. Ian Needham
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In der Psychiatrie werden häufig Maßnahmen zum Umgang mit Reizüberflutung angewendet. Reizüberflutung kann allerdings als sehr unspezifisches Konzept bezeichnet werden, das es zu Konkretisieren gilt. Ziel der Studie war es, den Themenbereich einzugrenzen und ein erstes auf klinischer Expertise beruhendes Begriffsverständnis von Reizüberflutung im deutschsprachigen Raum zu generieren. Als Methode wurde die Delphi-Methode zur Konsensfindung innerhalb eines Experten-Panels gewählt. Innerhalb der Delphi-Studie konnte zu einigen wichtigen Aspekten Konsens gefunden werden. Es konnten einige Symptome von und Maßnahmen zum Umgang mit Reizüberflutung beschrieben werden. Dennoch herrscht in mancher Hinsicht, wie bspw. definierende Kennzeichen von Reizüberflutung, weiterhin Unklarheit. Weitere Forschung innerhalb des Themengebietes ist notwendig, um das Konzept zu spezifizieren und ein transparentes sowie einheitliches Verständnis von Reizüberflutung im psychiatrischen Kontext zu erhalten.

Andreas Parthum, Andrea Abu Kishek
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Hintergrund: Stürze im Alter betreffen rund 30% der über 65-Jährigen und mehr als 50% der über 80-Jährigen. Dabei können Frakturen auftreten mit nachfolgender Immobilität, Verlust von Selbständigkeit, Verschlechterung des Allgemeinzustandes, Verringerung des Selbstwertgefühls sowie die Angst vor weiteren Stürzen. An Sturzfolgen versterben im Alter 11% der Männer und 5% der Frauen. Schüler und Lehrer einer Krankenpflegeschule machten im Rahmen der Consumenta 2014 auf das Thema Sturzgefährdung und Sturzvermeidung aufmerksam. Methode: Besucher der Verbrauchermesse wurden gebeten, einen Fragebogen mit 10 Items zu Sturzrisikofaktoren bzw. risikoreichen Situationen auszufüllen. Anschließend konnten die Teilnehmer den timed-up-&-go-Test (TUG) durchführen. Im Test wird die Zeitdauer der Probanden gemessen, die sie benötigen, um von einem Stuhl aufzustehen, drei Meter zu gehen, umzudrehen, zum Stuhl zurückzukehren und sich wieder zu setzen. Zusätzlich wurde den Probanden angeboten, den Test unter simulierten seniorent ...

Paul Werner Schreiner
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hpsmedia GmbH
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Andrea Dobrin Schippers
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