Feb 29, 2020 Last Updated 5:42 PM, Feb 20, 2020

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B.A. Jutta Backhaus, M.A. Anke Mijatovic, Prof. Dr. Anke Fesenfeld, Prof. Dr. Thomas Evers, Prof. Dr. Wolfgang M. Heffels, Prof. Dr. Änne-Dörte Latteck
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Die im Zuge der Professionalisierung der Pflege entstandenen ersten grundständigen Studiengänge in Nordrhein-Westfalen sollen eine Antwort auf den sich verändernden Bedarf in der gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung darstellen. Um ein solches Profil klar konturieren zu können, wurden seitens der Verantwortlichen der beteiligten Hochschulen gemeinsame Qualifikationsziele für den primärqualifizierenden sowie ausbildungsintegrierenden hochschulischen Abschluss konsentiert. Damit soll ein Beitrag zum Diskurs um wissenschaftsbezogene Ausbildungsformate in der Pflege geleistet werden, die gleichzeitig zur eigenverantwortlichen, professionellen pflegerischen Berufsausbildung qualifizieren.

Michael Neise, Dr. Andrés Oliva y Hausmann, Prof. Dr. Susanne Zank
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Hintergrund: Empirische Belege zur Lebensqualität (LQ) demenziell erkrankter Menschen in ambulant betreuten Wohngemeinschaften (WG) in Deutschland sind bislang wenig verbreitet. Das Ziel ist daher, die LQ in WG durch Bewohner- (Selbstbeurteilung) und Pflegeperspektive (Fremdbeurteilungen) zu erheben und zu vergleichen. Ein weiteres Ziel ist es, den Einfluss psychiatrischer Symptome auf die LQ zu erfassen. Methode: LQ wurde in WG im Raum Köln durch eine Querschnittsstudie 2012 erfasst. Selbst- (n=32) und Fremdbeurteilungen (n=32) wurden unter Verwendung des QOL-AD Instrumentes analysiert und die Häufigkeit psychiatrischer Symptome unter Verwendung des NPI erhoben. Ergebnisse: Selbst- und Fremdbeurteilungen stimmten signifikant überein bei Personen mit wenigen psychiatrischen Symptomen und unterschieden sich signifikant bei Personen mit zahlreichen Symptomen. Selbstbeurteilungen korrelierten signifikant mit bestehenden Essstörungen während Fremdbeurteilungen mit Wahnvorstellungen, Aggressionen, Enthemmung, Reiz ...

Barbara Andergassen, Dr. Susanne Baier, Dr. Franco Mantovan
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Zur Vermeidung einer Beschädigung sensorisch, motorisch relevanter Sprachzentren und des motorischen Systems wird eine beschauliche Anzahl von Gliom-Patienten der wachen Kraniotomie unterzogen. Das Operationsverfahren unter lokaler Anästhesie wird mit der Risikominimierung eines neurologischen Funktionsverlustes, einer radikaleren Tumorresektion, einer Optimierung des Operationsergebnisses und der möglichen Lokalisierung der Sprachzentren, assoziiert. Bei Personen mit Gliom hat die wache Kraniotomie positive und negative intraoperative Erfahrungen zur Folge, die den Verlauf des Eingriffes beeinflussen können. Ziel dieser narrativen Literaturübersicht ist es, die intraoperativen Erfahrungen der Gliom operierten Personen unter der wachen Kraniotomie aufzuzeigen. Für die Gliom operierten Personen war die wache Kraniotomie eine überwiegend positive Erfahrung, trotzdem war eine unüberschaubare Anzahl negativer intraoperativer Erfahrungen wie beispielsweise Ängste, Schmerzen, Spracharreste und epileptische Anfälle ...

Prof. Dr. Annette Riedel, Prof. Dr. Reinhold Wolke, Karin Schmidt, Anja Siegle
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Ein Klinikaufenthalt kann für kognitiv eingeschränkte Personen schnell zur Krisensituation werden, was sich häufig in nachlassenden alltagspraktischen Fähigkeiten, vermehrten Komplikationen und längeren Liegezeiten konkretisiert. Im vorliegenden Projekt wird die Situation von kognitiv eingeschränkten Patientinnen und Patienten während ihres stationären Aufenthalts beleuchtet. Dazu erfolgte ein Screening aller neu auf der Interventionsstation aufgenommenen Patientinnen und Patienten über 65 Jahre mit dem Mini-Cog. Anschließend wurden in der Gruppe der Personen mit auffälligem Mini-Cog die Schmerzen, die gesundheitsbezogene Lebensqualität, das Wohlbefinden und die alltagspraktische Fähigkeiten zweimal während des Klinikaufenthalts erhoben. Auf der Interventionsstation wiesen 30 Prozent der Patientinnen und Patienten einen auffälligen Mini-Cog auf. Über den stationären Aufenthalt blieb das Wohlbefinden der Betroffenen stabil, während die gesundheitsbezogene Lebensqualität wie auch die alltagspraktischen Fähigkei ...

Prof. Dr. Ingo Zimmermann, Jennifer Andrae
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Mit dem Betreuten Wohnen in Gastfamilien hat sich neben dem üblichen stationär Betreuten Wohnen eine alternative Wohnform für Menschen mit Behinderungen entwickelt, die den Maßstäben von Normalisierung und Ambulantisierung Rechnung trägt. Allerdings sind die Auswirkungen dieser Maßnahmen im deutschsprachigen Raum bislang kaum erforscht. Insbesondere die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und Zufriedenheit stehen hier im Vordergrund. In der vorliegenden Studie wurden psychisch erkrankte Bewohner des Betreuten Wohnens in Gastfamilien mit einer Kontrollgruppe von Bewohnern stationär Betreuten Wohnens in Wohngruppen im Zusammenhang mit ihrer Lebensqualität und der Reduktion der psychiatrischen Problematik untersucht und aus den gewonnen Ergebnissen Schlussfolgerungen für eine lebensweltorientierte Ambulantisierung gezogen.