Oct 15, 2019 Last Updated 2:16 PM, Oct 14, 2019

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Dr. Uwe B. Schirmer, Marina Schall
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Kann man Empathie, also Einfühlung lernen? In der folgenden Studie gingen wir dieser Frage nach, indem wir die Veränderung in empathischen Fähigkeiten bei 39 Teilnehmenden, MitarbeiterInnen psychosozialer Berufe, nach der Teilnahme an einem Trainingsprogramm „Einfühlsame Kommunikation“ untersuchten. Wir nahmen an, dass Teilnehmende nach dem Training mehr Gefühle und Bedürfnisse bei der eigenen Person und beim Gesprächspartner erkennen und formulieren würden als vor dem Training, was eine zentrale Kompetenz im kognitiven empathischen Prozess darstellt. Weiterhin gingen wir explorativ der Frage nach, welche Auswirkungen das Trainingsprogramm auf den beruflichen Alltag und die Beziehungsfähigkeit der Teilnehmenden hat. Die Ergebnisse der quantitativen Analysen zeigten, wie erwartet, eine Verbesserung der Fähigkeit, Gefühle und Bedürfnisse in der Konfliktsituation zu erfassen und verbalisieren. Die Ergebnisse der qualitativen Analysen zeigten zudem Veränderungen in der Beziehungsfähigkeit der Teilnehmenden, wie b ...

Nino Chikhradze, Dr. Jörg große Schlarmann, Prof. Dr. Andreas Büscher, Prof. Dr. Wilfried Schnepp
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Familienmitglieder sind zwar mit der fortgeschrittenen Brustkrebserkrankung von Frauen konfrontiert, jedoch sind sie auf andere Art und Weise betroffen, als die Patientinnen selbst. Die vorliegende Literaturstudie geht den Fragen nach, welchen Einfluss eine fortgeschrittene Brustkrebserkrankung auf das Familienleben hat, welche Bedürfnisse in Familien in diesem Zusammenhang entstehen und auf welche Ressourcen die Familien zurückgreifen. Die hier dargelegten Studien stellen die einzelnen Perspektiven eines – oder zweier Familienmitglieder dar, jedoch ist eine tiefergehende Reflexion über andere Personen, die an dem Prozess beteiligt sind, nur bedingt möglich. Allerdings verweisen die vorhandenen Ergebnisse darauf, dass die Krankheit eine dauerhafte Bedrohung für die betroffenen Familien darstellt. Der Umgang mit dieser Bedrohung in der Gegenwart und seine Projektion in die Zukunft, ist eines der wichtigsten Themen, mit denen sich die Familien konfrontiert sehen.

Irén Horváth, Gabriele Buruck, Peter Richter
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Rückenschmerz ist ein häufig auftretendes Problem bei Pflegepersonal. Eine medizinische Ursache lässt sich in den meisten Fällen nicht eindeutig identifizieren, so dass andere Faktoren in den Fokus rücken. Ziel war es daher, den Zusammenhang von Arbeitsmerkmalen und Rückenschmerzen bei Pflegekräften der Altenpflege zu untersuchen. Die Analyse der Arbeitsmerkmale erfolgte mit dem Beobachtungsinterview „Screening Gesundes Arbeiten“ (Debitz et al., 2010). Die Erfassung der Rückenschmerzen wurde mit der Symptomfigur des Nordic Questionnaire (Kourinka et al., 1987) realisiert. Mittels Clusteranalyse konnten ein risikoreiches und ein risikoarmes SGA-Tätigkeitsprofil abgebildet werden. Die Pflegekräfte mit risikoreichen Tätigkeiten gaben ausgedehntere Rückenschmerzen an. Die Regressionsanalyse zeigte, dass hohe Arbeitsintensität und mangelnde soziale Unterstützung signifikante Prädiktoren für Rückenschmerzen sind. Die Bedeutung von Arbeitsmerkmalen als Risikofaktoren wird untermauert.

Michael Galatsch, Dr. Jörg große Schlarmann, Prof. Dr. Friederike zu Sayn Wittgenstein, Prof. Dr. Wilfried Schnepp
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Problem: Familien in der ambulanten palliativen Situation unterliegen vielen Belastungen, welche bislang in Deutschland nur unzureichend erforscht wurden. Fragestellung: Wie kann die Situation von Familien in der ambulanten palliativen Betreuung auf Grundlage des aktuellen Forschungsstands für eine schriftliche Befragung in Deutschland konzeptualisiert werden? Methode: Basierend auf einer Literaturrecherche wurden Publikationen identifiziert, welche die Bedürfnisse und Belastungen der Familien untersuchten. Die Treffer wurden inhaltlich analysiert und kategorisiert. Auf dieser Grundlange wurden Instrumente recherchiert, welche die relevanten Kategorien adressieren. Die daraus ausgewählten Instrumente wurden zu einem Screeninginstrument zusammengefasst. Ergebnisse: Die 529 relevanten Publikationen beinhalten 38 Themengebiete in acht Kategorien. Hieraus wurde ein 71 Items umfassendes Screeninginstrument zusammengestellt, welches die palliative Situation der Familien in Deutschland erheben soll.