Feb 29, 2020 Last Updated 5:42 PM, Feb 20, 2020

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Karin Thomas, Prof. Dr. Claudia Mischke, Christa Vangelooven
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Im Rahmen von spitalvergleichenden Qualitätserhebungen wird seit 2011 in der Schweiz jährlich eine nationale Prävalenzerhebung zum Qualitätsindikator „Sturz“ in den Akutspitälern durchgeführt. Auf Grund von vermuteten Unsicherheiten im Verständnis der Fragen zum Sturz, wurde der helvetisierte, in Deutsch, Italienisch und Französisch übersetzte Fragebogen „Sturz“ der Methode “International Prevalence Measurement of Care Problems” der Universität Maastricht, einer qualitativen Inhaltsvalidierung unterzogen. Die kognitive Interviewtechnik des „Verbal Probing“ erlaubt das gezielte Abfragen des Verständnisses und das Testen von möglichen Umformulierungen. Die Ergebnisse aus 24 Interviews in Deutsch, Französisch und Italienisch zeigten ein identisches Verständnis der Fragen. Unklarheiten der Fragen und der Antwortkategorien konnten identifiziert und präzisiert werden und führten zu Anpassungen von Fragebogen und Begleitdokumenten, um den zukünftigen Vergleich der Messergebnisse weiter zu optimieren.

Julia Söhngen, Nicole Ruppert, Prof. Dr. Wilfried Schnepp
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Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit den belastenden und entlastenden Faktoren, die bei dem Versuch auftreten, Angehörigenpflege und Beruf miteinander zu vereinbaren. Dabei wird die Erkenntnis, dass die Kombination von Angehörigenpflege und Beruf nicht allein belastende Auswirkungen hat, sondern sich in bestimmten Konstellationen durchaus entlastend auf die Situation der pflegenden Angehörigen auswirken kann, erst seit kurzem wissenschaftlich thematisiert. Hier knüpft der vorliegende Artikel an und beschreibt die belastenden und auch die entlastenden Faktoren, die sich aus der Gleichzeitigkeit von Angehörigenpflege und Beruf ergeben. Dabei werden in erster Linie die Faktoren herausgearbeitet, die sich auf einzelne berufstätige Pflegende als be- oder entlastend auswirken können. Anschließend werden unterschiedliche Maßnahmen vorgestellt, die aus Sicht der berufstätigen, pflegenden Angehörigen in dieser oftmals außergewöhnlich belastenden Situation Erleichterung verschaffen können.

Mag. Christiane Kreyer, Univ.-Prof. Dr. Sabine Pleschberger
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Angehörige tragen entscheidend zum Gelingen der häuslichen Palliativversorgung bei, jedoch sind sie stark belastet und haben selbst ein hohes Risiko zu erkranken. Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, wie eine häusliche Palliativversorgung aus der Perspektive der Angehörigen verläuft. Dazu wurde eine qualitative longitudinale Einzelfallstudie durchgeführt. Die Falldokumentation umfasst vier offene Interviews mit einem Angehörigen sowie Feldnotizen. Die Daten wurden fallrekonstruktiv ausgewertet. Es zeigte sich, dass die häusliche Palliativversorgung in Phasen abgebildet werden kann, die durch Unterschiede in der Stabilität gekennzeichnet sind. Die Phasen wechseln für die Beteiligten plötzlich und unerwartet und erzeugen eine zunehmende Dynamik. Diese hat Auswirkungen auf die Handlungsfähigkeit und geht mit veränderten Bewältigungsherausforderungen für Angehörige einher. Pflegeinterventionen können zur Stabilisierung des Systems beitragen, dies gilt es näher zu untersuchen.

Sabine Erbschwendtner, Prof. Dr. Michael Bossle, Univ.-Prof. Dr. Hermann Brandenburg
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Clownvisiten im Gesundheitsbereich und in der Altenhilfe gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die Fragen nach den Auswirkungen von Interventionen von und mit Clowns, in diesen Settings, stehen im Zentrum des vorliegenden systematischen Reviews. Insgesamt können 26 Publikationen in die Analyse eingeschlossen werden. Eine Vielzahl davon kann der Pädiatrie und dort überwiegend der Auseinandersetzung mit präoperativer Angst, zugeordnet werden. Bei Erwachsenen sind Clowns im Kontext der In-vitro Fertilisation, bei chronischen und psychiatrischen Erkrankungen sowie im gerontologischen Bereich zu finden. In den Arbeiten mit qualitativen Designs wird die Komplexität von Clowninterventionen deutlich. Die quantitativen Studien zeigen wenige, überwiegend positive Effekte. Um generalisierbare Aussagen über Clowns und die Auswirkungen ihrer Arbeit treffen zu können, fehlen derzeit differenzierte Untersuchungen von ausreichender wissenschaftlicher Güte.

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Prof. Dr. Bernd Reuschenbach, KSFH München
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