Handeln bei Gewalt in der häuslichen Laienpflege: Hilfen und Hindernisse für ambulante Pflegefachkräfte

Gewalt gegen ältere Menschen in der häuslichen Pflege führt zu Leid bei den Betroffenen und stellt einen Eingriff in deren grundlegende Rechte dar. Prävention und Intervention durch ambulante Pflegefachkräfte könnten positive Effekte für die Beteiligten haben. Es wurde der Frage nachgegangen, welche Faktoren das Handeln von Pflegefachkräften begünstigen und welche Barrieren darstellen. Handlungssicherheit, Kennt- nisse über Gewalt sowie ein klarer Auftrag zum Schutz der Pflegebedürftigen sind begünstigende Fakto- ren für das Handeln. Hemmend wirken dagegen fehlende Sensibilität für die Problematik und fehlende Handlungsoptionen bzw. -legitimation. Auf institutioneller Ebene begünstigen standardisiertes Vorgehen sowie Instrumente für die Objektivierung und Dokumentation von Gewalt professionelles Handeln. Müs- sen externe Akteure hinzugezogen werden, weil die eigenen Interventionsmöglichkeiten nicht ausreichen, entstehen auf institutioneller Ebene Handlungsunsicherheiten, die stark hemmend wirken.
Autor/in/nen
Anna Grundel, Katharina Liepe, Beate Blättner, 3 Prof. Dr. Beate Blättner, Public Health Institute Fulda, Hochschule Fulda Marquardstr. 35, 36039 Fulda, Beate.Blaettner@hs-fulda.de ,
Abstract
Elder abuse in the home care setting causes suffering and limits the fundamental rights of the effected. Prevention and intervention from home care nurses could have a positive outcome for the ones involved. The question of interest was which factors support professional action and which factors are barriers for it. Confidence in their own doing, knowledge about violence and clear instructions to protect care dependent people are supporting factors for nurses to take action. Contrastingly, a lack of sensitivity for the problem and missing options resp. legitimacy for action are barriers. On the institutional level supporting factors seem to be a standardized plan for action and instruments that help nurses to objectify and document vi- olence. Barriers evolve, when there is a need for involving external players, because an intervention within the home nursing service is not successful.
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