Dec 05, 2019 Last Updated 8:04 AM, Dec 4, 2019

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Sonja Handler
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Für die Interaktions- und Beziehungsarbeit im Dienstleistungsberuf der Gesundheits- und Krankenpflege stellen die Emotions- und Gefühlsarbeit zwei Hauptkomponenten dar. Pflegende, die einen Menschen beim Sterben begleiten, sind stets mit den Emotionen des Sterbenden, aber auch mit den eigenen Emotionen und Gefühlen konfrontiert. Ziel dieser explorativen Studie ist, die geleistete Emotionsarbeit von diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen im Setting der End-of-Life care im Bundesland Oberösterreich zu erheben. Mittels einer Fragebogenstudie mit den Frankfurter Skalen zur Emotionsmessung werden die Häufigkeit bestimmter gezeigter Emotionen sowie der Aspekt der „emotionalen Dissonanz“ im Rahmen der End-of-Life care erforscht.

Kerstin C. Freund
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Einleitung: Um den veränderten gesundheitlichen und pflegerischen Versorgungsbedarfen zu begegnen, sind neue Versorgungsstrukturen erforderlich. Um diese entwickeln zu können, ist es zunächst notwendig die aktuellen Versorgungsstrukturen und -prozesse in Altenpflegeeinrichtungen zu ermitteln. Dazu bedarf es spezifischer Forschungsmethoden. Methode: Im Rahmen eines Fallstudiendesigns wurde eine versorgungsbezogene Organisationsanalyse durchgeführt. Ergebnisse: Die vorgestellte Methode ist sehr gut geeignet, um multidisziplinär und sektorenübergreifend Versorgungsstrukturen und –prozesse darzustellen. Diskussion: Ein Forschungsdesign kann sich grundsätzlich nur an zwei von drei Polen der Organisationsanalyse ausrichten. Die Interpretation der Ergebnisse ist aufgrund der ausgeprägten Reglementierung der Einrichtungen durch das strukturgebende Pflegesystem immer in dessen Kontext zu stellen.

Prof. Dr. Elfriede Brinker-Meyendriesch
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Das Gewordensein der Pflege-Lehrerbildung stellt eine Art Parallelwelt zur obligatorischen Berufs-schullehrerbildung dar. Nunmehr wird aber auch die Pflege-Lehrerbildung auf der Master-Ebene ver-ortet. Die Fliedner Fachhochschule in Düsseldorf bietet zukünftig den berufsbegleitenden Studiengang „Berufspädagogik Pflege und Gesundheit, Master of Arts (M.A.)“ an. Der Beitrag entfaltet Realitäten der Pflege-Lehrerbildung, Ansprüche an einen solchen Studiengang und legt aber auch die Konstruktion des in Rede stehenden Master-Studienganges offen, um den fachlichen Austausch über Pflege-Lehrerbildung zu intensivieren.