Sep 23, 2019 Last Updated 4:11 PM, Sep 23, 2019

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Tobias Romeyke, Harald Stummer
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In vielen Ländern nimmt die Anzahl chronisch kranker Patienten mit multiplen Erkrankungen zu. Die Schaffung von Komplexbehandlungen soll in der stationären Leistungserbringung in Deutschland eine interdisziplinäre Herangehensweise an schwere und multifaktorielle Erkrankungen ermöglichen. Aus den derzeit existierenden interdisziplinären Behandlungen im Operationen- und Prozedurenschlüssel soll die Naturheilkundliche Komplexbehandlung OPS 8-975 vorgestellt werden. In ihrer ganzheitlichen Herangehensweise an komplexe Erkrankungen soll eine Kostenanalyse der naturheilkundlichen Pflege vorgenommen werden.Unter der Anwendung der Pfadeintrittskriterien werden 365 Patienten, die der OPS 8-975 zugeführt wurden, hinsichtlich DRG, Verweildauer, Geschlecht und Begleiterkrankungen analysiert und mit rein schulmedizinisch behandelten Patienten verglichen. Eine Kostenanalyse des ganzheitlichen Pflegeaufwandes wird mittels einer Kostenträgerrechnung für die DRG F62C vorgenommen. Ein Benchmark auf Bundesebene mit N= 25552 wur ...

Sascha Georgy, Beate Blättner, Henny Annette Grewe
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Als eine Folge des Klimawandels wird die Zunahme der Häufigkeit und Schwere von Extremwetterereignissen prognostiziert. Dies gilt für Hitzeperioden, bedingt auch für Unwetter. Zeitgleich ist der demografische Wandel mit einer Abnahme der Bevölkerungsdichte in ländlichen Regionen und einer Zunahme des Anteils hochaltriger und pflegebedürftiger Menschen verbunden. Die Wege der Pflegedienste werden weiter, die Abfederung einer Versorgungslücke durch das soziale Umfeld schwieriger. In ländlichen Regionen kann damit die Aufrechterhaltung ambulanter pflegerischer Versorgung bei Unwetterereignissen ein Problem darstellen. Die nachrangige Sicherung regionaler Verkehrsverbindungen wirkt erschwerend.Um geeignete Anpassungsmaßnahmen exemplarisch für zwei nordhessische Regionen zu entwickeln, wurden 27 explorative Interviews und 6 Gruppendiskussionen mit Pflegediensten, Leistungsträgern, kommunal Verantwortlichen und Pflege-Expertinnen (N=57) geführt. Die Auswertung erfolgte im Stil der Grounded Theory. Es konnte ein Maß ...

Karin Reiber, Maik Winter, Sascha Mosbacher
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Das Projekt „Die Zukunftsfähigkeit der Pflegepädagogik in Baden-Württemberg“ wird in Kooperation zwischen den Hochschulen Esslingen und Ravensburg-Weingarten durchgeführt. Es hat zum Ziel, die Positionierung der bisher an beiden Hochschulen ausgebildeten Pflegepädagogen/-innen im Beschäftigungssystem zu erheben und vor dem Hintergrund aktueller und zukünftiger Entwicklungen im Beschäftigungssektor Pflege Hinweise für eine zukunftsfähige Pflegelehrer/-innen-Bildung abzuleiten. In diesem Beitrag wird die methodische Konzeption des Projektes zu Beginn seiner Laufzeit vorgestellt und umfasst eine Verbleibstudie der Absolventen/-innen (Vollerhebung) beider Hochschulen sowie die Einschätzung weiterer Entwicklungen im Berufsfeld über Schlüsselpersonen aus Fachverbänden und dem Sozialministerium. Angelegt ist dieses Projekt auf 2 Jahre (01.09.2011 – 31.08.2013) und wird durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg im Rahmen des Programms „Innovative Projekte“ finanziert.

Marietta Handgraaf, Wiebke Hoppstädter, Katrin Koch
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Die Hochschulreformen verankern die Forderung nach der Arbeitsmarktfähigkeit oder Employability in ihren Zielvorhaben. Dieser Ansatz nimmt die Hochschulen in die Pflicht, ihre curricularen Konzepte neu zu überdenken und kompetenzorientiert auszurichten. Der Studierende als Mittelpunkt des Geschehens mit der Option des Karriereerfolgs lässt neue Betreuungskonzepte entstehen. Die Studienlaufbahnbegleitung soll die Brücke zwischen erfolgreichem Studienverlauf hin zu einem gelungenen Berufseinstieg schlagen.

Sven Karstens, Marco Roos, Joachim Szecsenyi, Cornelia Mahler
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Für die Entwicklung des Curriculums des Bachelor-Studiengangs „Interprofessionelle Gesundheitsversorgung“ der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg identifizierte ein Expertengremium Handlungsfelder, für die das Studium qualifizieren soll. Die Ergebnisse der Befragung von Auszubildenden zur Relevanz selbiger werden im Beitrag vorgestellt. 13 Handlungsfelder wurden anhand eines 35-Item-Bogens abgefragt. Zielgruppe waren Auszubildende 10 verschiedener Berufsgruppen. Die Befragung wurde deskriptiv ausgewertet. 139 Auszubildende (23+/-2,6 Jahre, 89 Prozent weiblich) nahmen an der Befragung teil. Handlungsfelder mit Bezug zur interprofessionellen Koordination von Maßnahmen und zur Anleitung von Mitarbeitern des eigenen Gesundheitsberufs wurden als besonders relevant erachtet. Zusammenfassend ist festzustellen, dass alle 13 Handlungsfelder von den Auszubilden als bedeutsam erachtet wurden. Die Ergebnisse lieferten eine gute Diskussionsgrundlage für die Entwicklung des Curriculums für den mittlerweile ei ...

Katharina Lüftl, Andrea Kerres
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„Pflege dual“ ist ein ausbildungsintegrierendes Studienmodell der Katholischen Stiftungsfachhochschule (KSFH) München, dessen inhaltliche Schwerpunkte auf der gerontologischen Pflege und der Palliativpflege liegen. Die Lernenden absolvieren dabei parallel zu einer beruflichen Ausbildung in der Altenpflege oder in der Gesundheits- und Krankenpflege ein pflegewissenschaftliches Bachelorstudium. Die enge Verzahnung von Ausbildung und Studium wird auf der Grundlage eines Kooperationsbündnisses mit verschiedenen Berufsfachschulen (vgl. Abb. 1) realisiert.

Michael Bossle, Irene Leitner
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Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit einem Bildungsangebot für Pflege- und Sozialberufe, das exklusiv für den Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim in der Nähe von Linz entwickelt wurde. Schloss Hartheim war eine von sechs NS-Euthanasieanstalten des Deutschen Reiches. Das entwickelte Lernprogramm stellt im internationalen Sinne besonders für akademische und nicht-akademische Bildungseinrichtungen der Pflege in Deutschland und Österreich eine Möglichkeit dar, einen Besuch von Schloss Hartheim pflegespezifisch nachzubearbeiten, zu reflektieren und zu vertiefen. Das Lernprogramm BerufsbildMenschenbild zielt dabei besonders auf die Ausbildung beruflicher Haltung und ethisch-moralischer Kompetenz ab. Vor dem Hintergrund spezifisch-zeitgeschichtlicher Geschehnisse des Nationalsozialismus lassen sich auch gegenwartsbezogene Dilemmata der beruflichen Praxis, die in engem Zusammenhang mit der zunehmenden Ökonomisierung des Gesundheitssystems stehen, verdeutlichen. Der Beitrag zeigt überdies die Relevanz interdi ...