Dec 09, 2019 Last Updated 8:04 AM, Dec 4, 2019

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Alfred Mollenhauer, Norbert Doll, Petra Renz, Jana Luntz
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Erlebnispädagogik ist eine handlungsorientierte Methode und will durch exemplarische Lernprozesse junge Menschen in der Persönlichkeitsentwicklung fördern und sie dazu befähigen, ihre Lebenswelt verantwortlich zu gestalten. Vor allem bei psychosomatisch Erkrankten und in der Rehabilitation psychisch kranker Menschen konnte u.a. hinsichtlich Angst, Selbstwirksamkeit, Depressivität und Lebensqualität signifikante positive Ergebnisse nachgewiesen werden. Die Pilotstudie im Prä-Post-Design soll die Wirkung des therapeutischen Kletterns bei Patienten in der Akutpsychiatrie untersuchen unter der Fragestellung: Wie wirkt sich das therapeutische Klettern bei Patienten der Akutpsychiatrie auf die depressive Symptomatik, die Angst, die Beziehung zum Personal und die aktuelle Befindlichkeit aus? Die durch die Autoren entwickelte „Tübinger Befindlichkeitsskala“ umfasst die u.a. die Aspekte Angst, Stimmung, Freude, Körpergefühl, Wachheit, Freiheitsgefühl, Vertrauen und Selbstsicherheit und wird vor und nach der Aktivität ...

Barbara Hürlimann, Josi Bühlmann, Edith Trachsel, Marika Bana, Irena Anna Frei
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Dekubitus ist ein häufiges Problem und kann zu unnötigem Leiden, längerem Spitalaufenthalt, Steigerung von Mortalität und Kosten führen. Daher ist die Dekubitusprophylaxe eine wichtige Intervention im Pflegealltag. In vielen Institutionen existieren Richtlinien dazu, die systematisch und zeitnah an neue Erkenntnisse angepasst werden müssen. Eine Gruppe von Pflegeexpertinnen hat darum die wissenschaftlichen Grundlagen zur Dekubitusprophylaxe bei erwachsenen Patienten im Akut- und Langzeitbereich aufgearbeitet. Aufbauend auf zwei Guidelines des National Institute for Clinical Excellence wurde eine systematische Literatursuche zur Dekubitusprophylaxe durchgeführt und 60 relevante Artikel bearbeitet. Die Grundlagen der Dekubitusprophylaxe sind umsichtiges Beobachten, Entscheiden und Intervenieren. Die Einschätzung des Dekubitusrisikos beinhaltet die Erfassung mit einem standardisierten Instrument, die klinische Beurteilung des Patienten und eine Beurteilung des Hautzustandes. Zudem sind Druck, Reibung und Scherkr ...

Katharina Schroer
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Medikamente sind ein zentraler Bestandteil chronischer Erkrankungen, doch oft sind gerade ältere Patienten mit der instrumentellen Handhabung des Arzneimittels überfordert. Aufgrund von altersbedingten Funktionseinschränkungen (z. B. die Minderung des Sehvisus) und Krankheitsfolgen (z. B. die Fingersteifigkeit bei Arthrose) kann bereits die Entnahme des Medikaments aus seiner Verpackung zu einem Kraftakt werden. Das in diesem Fachartikel vorgestellte Projekt nimmt sich den Besonderheiten der Arzneimittelapplikation bei chronisch erkrankten, geriatrischen Patienten an. Es überprüft die Hypothese, ob Krankheitsfolgen ein Problem bei der selbstständigen Anwendung von Arzneimitteln darstellen können. Um diese Frage zu beantworten, wurden sechs theoretische Untersuchungen mit quantitativem Forschungsansatz durchgeführt. Krankheitsbilder und deren Medikation wurden analysiert und resultierende problematische Arzneiformen identifiziert.

Stefanie Seeling
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In einer multizentrischen, quasiexperimentellen Pilotstudie wurden von Januar 2008 – Dezember 2009 Daten an fünf Kliniken der Maximalversorgung erhoben. Die Progressive Muskelrelaxation (PMR) zeigt in verschiedenen Studien positive Effekte für Patienten mit Chemotherapie auf, ganz besonders im Umgang mit Übelkeit/Erbrechen und der antizipatorischen Formen. Die speziell konzipierte PMR-Einzelschulung wurde von Pflegenden durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Patienten bereit sind, die PMR in ihren Alltag zu integrieren und beschreiben eine subjektive Verbesserung ihrer Situation unter der Therapie. Fast ¾ der Patienten berichten über eine positive Veränderung von Unwohlsein vor dem Krankenhaus, der so genannten antizipatorischen Übelkeit. Die Pflegenden setzten eine konkrete Patientenedukation um und erfuhren, wie dieses eine Verbesserung der Lebensqualität des Patienten auslöste.

Martin K.W. Schweer, Barbara Thies, Marco Stürenberg
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Schon heute gibt es eine Vielzahl von Pflege- und Betreuungsangeboten, dennoch ist wenig über die tatsächlichen Erwartungen und Bedürfnisse zukünftiger Klientel bekannt. Zwar existieren einzelne Versuche von Typisierungen, diese vermögen jedoch die Richtungsentscheidungen für die weitere Entwicklung des Altenhilfe- und Altenpflegesektors nicht hinreichend zu lenken. In der hier vorgestellten repräsentativen empirischen Untersuchung wurden 1000 Bürger/innen im Alter zwischen 45 und 75 Jahren nach ihren Wünschen und Bedürfnissen für die eigene Lebensführung im höheren Alter befragt. Aus Sicht der Probanden liegen zukünftige Bedarfe eindeutig im Ausbau ambulanter Versorgungsstrukturen. Heime (oder auch nur spezielle Wohnformen exklusiv für ältere Menschen) werden zwar als erforderlich erachtet, sie implizieren aber eine Lebensform, die möglichst vermieden werden sollte. Träger werden künftig einen Wettbewerbsvorteil haben. Die Befragten wünschen sich vordringlich Autonomie und eine unabhängige Lebensführung. Gem ...

Renate Stemmer, Matthias Offermanns
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Der vom Bundesgesundheitsministerium ins Leben gerufene 2. Pflegegipfel zeigte sich besorgt über die belastete Arbeitssituation der Pflegenden in deutschen Krankenhäusern. Ansatzpunkte zur Entlastung und zur Steigerung der Attraktivität wurden in den Bereichen Aufgabenneuverteilung/Prozessoptimierung sowie familien- und alternsgerechte Arbeitsbedingungen gesehen. Mittels einer umfangreichen Recherche wurden für diese Bereiche bereits umgesetzte modellhafte Projekte eruiert.