Dec 15, 2019 Last Updated 8:04 AM, Dec 4, 2019

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Knoll M., Oltmanns P., Goroncy-Bermes P., Wienke A., Borneff-Lipp M.
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Im Rahmen infektionsepidemiologischer Forschung galt es, drei Modelle des Theorie-Praxis-Transfers, nämlich die Konzepte der zeitnahen Wissensverbreitung (Mediatorenkonzept), der optischen Visualisierung (Semmelweis-Kampagne) und der individuellen Betreuung (Individualberatung) experimentell bezüglich ihrer Wirksamkeit zu untersuchen. In einem Krankenhaus (500 Betten) in Mitteldeutschland wurde hierzu anhand umfangreicher Probenahmen (n = 2.254) der hygienische Ist-Zustand ermittelt, um im Nachgang die Wirksamkeit durchgeführter Interventionen im randomisierten Fall-Kontroll-Design messen zu können. Die qualitative und (semi-)quantitative Keimbesiedelung von Oberflächen (n = 1749) bzw. von Händen des Personals (n = 505) sollte hierbei als Indikator dienen. Neben der teilnehmenden Beobachtung (n = 256) kamen weitere qualitative und quantitative Messinstrumente zum Einsatz. Zur Signifikanztestung wurden u. a. der Vierfelder-Chi-Quadrat-Test auf Homogenität bzw. Unabhängigkeit sowie der McNemar-Test auf Symmetri ...

Franco Mantovan, Veronika Pareiner, Erwin Kirchler
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Die Zahl der Patienten, welche aufgrund lebensbedrohlicher und medikamentös resistenter Herzrhythmusstörungen mit einem ICD-Implantat leben, hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die Auswirkungen, welche das Tragen eines ICD-Implantats auf die Lebensqualität und die Lebenswelt der Betroffenen hat, sind noch kaum erforscht. Der Begriff der Lebenswelt meint jenes grundlegende Gefüge natürlicher und sozialer Gegebenheiten, das uns Menschen so vertraut und selbstverständlich ist, dass wir es kaum wahrnehmen. Die ICD-Implantation und die ihr zugrunde liegende chronische Herzerkrankung bedeutet für die meisten Betroffenen eine Veränderung ihrer bisherigen Lebenssituation, erfordert von der Person eine Neuanpassung und generiert unterschiedliche Copingstrategien. Die Untersuchung ist als Einzelfallanalyse konzipiert. Mit der Testperson wurde ein problemzentriertes Interview durchgeführt und anschließend mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring (2002) ausgewertet. Die Zielsetzung der Untersuchung b ...

Switlana Endrikat
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Im Rahmen einer Diplomarbeit wurden bei examinierten Pflegekräften quantitative und qualitative Daten zur Wahrnehmung von Prozessen erhoben und durch computergestützte Datenverarbeitung (multidimensionale Skalierung [MDS] und Clusteranalyse) ausgewertet. Es wurden formal-inhaltliche und organisatorisch-praktische Ebenen der Prozesswahrnehmung identifiziert. Gezeigt werden konnte, dass der Pflegeprozess als formales Instrument und nicht als notwendige Planungsgrundlage der praktischen Pflege wahrgenommen wurde. Ein Prozessdenken in der Wahrnehmung von Patientenphänomenen konnte nicht identifiziert werden. Nach der Intervention (Fortbildung zur Grundlagenvermittlung der Humanontogenetik) konnte festgestellt werden, dass die untersuchten Pflegekräfte sich ihrer temporalen Kompetenz nicht bewusst sind und somit diese Kompetenz nicht für die Analyse der Patientensituation nutzen.

Joachim Blankart, Thomas Giesel, Matthias Strauß, Patrick Jahn
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LEP, eine Methode zur Erfassung des Pflegeaufwandes, beruht auf der Eingabe von mit standardisierten Zeiten hinterlegten patientenbezogenen Tätigkeiten in ein Computerprogramm. Die errechnete benötigte Zeit wird im Verlauf der Datenauswertung mit der zur Verfügung stehenden Personalzeit in Beziehung gesetzt. Die Differenz beider Zeiten ergibt die für nicht-patientenbezogene Tätigkeiten verbleibende Zeit, ausgedrückt in Prozenten der Personalzeit, und wird in LEP C-Wert genannt. Will man die Belastungssituation einer Station einschätzen, und daraus resultierend Managemententscheidungen treffen, so muss der C-Wert für jede Station analysiert werden. Der stationsspezifische Richtwert sollte mit den anfallenden Arbeiten und den dafür benötigten Zeitaufwänden variieren, hängt also von der Infrastruktur, Organisationsform und Art einer Station ab. In diesem Projekt wurde der Zeitbedarf für nicht-patientenbezogene Tätigkeiten anhand eines Fragebogens von Stationsleitungen geschätzt, das Ergebnis mit dem sich aus ...

Bosco Lehr, Herwig Ostermann
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Führungskräfte in der psychiatrischen Pflege stehen bei der Mitgestaltung von Veränderungsprozessen als Handlungsträger im Mittelpunkt der Betrachtung und müssen Ihre Führungsverantwortung wahrnehmen. Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, die Bedeutung und Wahrnehmung von Führungsanforderungen in der psychiatrischen Pflege im Hinblick auf Ist- und Soll-Führungsanforderungen zu evaluieren und (Weiter-)Entwicklungspotenziale abzuleiten. Hierzu wurden Führungsanforderungen aus der Sicht von Führungskräften der psychiatrischen Pflege in Deutschland unter Zugrundelegung eines Kompetenzmodells für Führungskräfte beurteilt, die Einschätzung der Führungskompetenzen untersucht und im Bezug auf die Beurteilung der eigenen Kompetenzen sowie der Anforderung an die Führungsposition bewertet. Die Ergebnisse zeigen insgesamt eine hohe Bedeutung der Führungskompetenzen in der psychiatrischen Pflege, insbesondere für die Teilkompetenzen der Personalen Kompetenz, die in der transformationalen Führungstheorie verankert sin ...

Reinhard Griener, Gernot Brauchle
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Die professionelle Pflege und Betreuung alter Menschen in Pflegeheimen ist durch hohe physische und psychische Arbeitsbelastungen und entsprechende Auswirkungen auf die Gesundheit gekennzeichnet. Damit eng verknüpft sind vermehrt krankheitsbedingte Fehlzeiten, eine erhöhte Mitarbeiterfluktuation und die Minderung der Betreuungsqualität. Eine nachhaltige Reduktion von Belastungen und deren Folgen mittels adaptiver Stressbewältigungsstrategien ist deshalb von immanenter Bedeutung für Pflegeeinrichtungen. In einer Querschnittstudie an sieben Altenpflegeeinrichtungen (N = 283) wird dazu die dispositionelle Stressverarbeitung sowie deren Auswirkung auf Faktoren der Gesundheit untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Altenpflege- und Betreuungspersonen in Belastungssituationen überwiegend positive Bewältigungsstrategien der Situationskontrolle (94,9 %), der positiven Selbstinstruktion (92,3 %) und Versuchen, die eigenen Reaktionen zu kontrollieren (84,6 %), anwenden. Knapp die Hälfte der untersuchten Personen zeig ...