Oct 15, 2019 Last Updated 2:16 PM, Oct 14, 2019

Mai 2010RSS

Stefan Maul
0 eingereichte gutachten

Das in Öffentlichkeit und Politik derzeit viel diskutierte Thema des Schutzes von Patientenrechten wird in diesem Aufsatz thematisch aufgegriffen. Als Ausschnitt einer größeren wissenschaftlichen Untersuchung wird ein Zwischenergebnis dargestellt, das auf empirisches Datenmaterial gestützt die Problematik bei der Umsetzung von vorausverfügten Patienteninteressen beschreibt. In der Auseinandersetzung mit dem Behandlungswillen komatöser Patienten wird der Aspekt verdeutlicht, dass universalistische Theorien, die sich auf die Autonomie des Menschen beziehen, auf der mikrokontextuellen Ebene von konkreten Handlungsentscheidungen sorgfältiger Einzelfallanalysen bedürfen, mit der Maßgabe, individualisierte Orientierungs- und Bestimmungsquellen zu ermitteln und zu prüfen.

M. Schmid, I. Wolf, A. Geerts, M. Krauchthaler
0 eingereichte gutachten

Mit der Überführung der Gesundheitsberufe in die Berufsbildungssystematik des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT) und den damit verbundenen neuen Berufsabschlüssen, entstehen für die Betriebe im Gesundheitswesen neue Herausforderungen. MitarbeiterInnen der neuen Berufsprofile müssen in das bestehende Berufsfeld integriert werden. Bis heute war das Berufsfeld der Pflege ein Arbeitsgebiet, welches die diplomierten Pflegefachpersonen für sich „gepachtet“ hatten [1]. Die neue Berufsbildsystematik der Gesundheitsberufe sowie die neuen Berufsabschlüsse erfordern eine Differenzierung des gesamten Berufsfeldes der Pflege.

Anke Helmbold
0 eingereichte gutachten

In der professionellen Pflege kommen zunehmend häufiger Pflegediagnosen der Klassifikation European Nursing care Pathways (ENP) im Rahmen der Pflegeprozessdokumentation zum Einsatz. Um eine fachlich fundierte und auf dem Stand des aktuellen Pflegewissens basierende Anwendung zu ermöglichen, ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Inhalte erforderlich. Der Artikel beschreibt den Prozess der Weiterentwicklung von ENP im Bereich der Mangelernährung. Dazu werden einführend die Voraussetzungen und Anforderungen an die ENP Entwicklung aufgezeigt und begründet. Basierend auf den Aussagen einer Literaturanalyse und einer Validierungsstudie wurden vorhandene ENP-Pflegediagnosen einschließlich ihrer Ursachen, Kennzeichen und Ressourcen sowie den dazugehörigen Pflegezielen und -interventionen überprüftüberarbeitet. Dabei zeigte sich auch die Notwendigkeit der Entwicklung weiterer ENP-Pflegediagnosen im Kontext der Mangelernährung. Die Methodik des Entwicklungsprozesses, Begründungszusammenhänge sowie die Darste ...

Maria Girbig, Hinrich Nowak, Patrick Jahn
0 eingereichte gutachten

Die Auswirkungen des demografischen Wandels sind auch innerhalb der Pflegeberufe in Form einer zunehmenden Verknappung der potentiellen Erwerbspersonen und Alterung der Belegschaften erkennbar. Zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit der Pflegenden bis zum Renteneinstieg ist die Kenntnis und Förderung dieser auf allen Ebenen – Gesundheit, Werte/Einstellung, Ausbildung/Kompetenz und Arbeit – eine wichtige Unterstützung. Innerhalb einer systematischen Literaturrecherche erfolgte die Erstellung eines Screening-Manuals, welches alle Bereiche der Arbeitsfähigkeit abdeckt und speziell innerhalb der stationären Pflege angewandt werden kann. Die Recherche erfolgte gemäß den Richtlinien der Cochrane Library und wurde von zwei unabhängigen Untersuchern in einschlägigen Datenbanken (baua; bibb/kibb; Medline; Institut für Qualitätssicherung in Prävention und Rehabilitation GmbH) durchgeführt. Das Screening-Manual „Workability in Nursing (WiN)“ setzt sich aus Subdimensionen dreier Fragebögen (COPSOQ (Nübling, 2005), DigA (Du ...

Bettina Müller, Bettina Staudinger
0 eingereichte gutachten

Demenz ist eine komplexe Erkrankung, die zu zahlreichen Einschränkungen auf kognitiver, motorischer, affektiver und psychosozialer Ebene führt und damit alle Lebensbereiche des Betroffenen beeinträchtigt. Aufgrund der Komplexität der Erkrankung erscheint ein multimodales Therapieprogramm, das Elemente aus verschiedenen Therapieverfahren kombiniert, als eine Erfolg versprechende therapeutische Strategie. Ziel der vorliegenden kontrollierten Studie war es, ein multimodales Behandlungsprogramm auf seine Wirksamkeit zu überprüfen. An der Studie nahmen 16 Heimbewohner mit mittelschwerer bis schwerer Demenz teil. Die Kontrollgruppe wurde im Rahmen der routinemäßigen Alltagsbetreuung versorgt, die Versuchsgruppe erhielt über eine Zeit von fünf Monaten wochentags ein multimodales Behandlungsprogramm von 50 Minuten Dauer mit Elementen aus der Bewegungstherapie, Snoezelen und Musiktherapie.

Stephan Lücke
0 eingereichte gutachten

Das Versorgungssystem gerät besonders in peripheren ländlichen Räumen durch die starke Zunahme älterer und chronisch kranker Menschen zunehmend unter Druck. Eine Neustrukturierung der Aufgaben der Gesundheitsberufe ist langfris-tig gesehen unumgänglich, um eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung aufrechtzuerhalten. Das ist inzwischen Konsens. Doch wer macht was? Die Antworten auf diese Fragen sind bis heute umstritten. Dieser Beitrag geht der Frage nach, welche konkreten Tätigkeiten von Pflegenden künftig hinsichtlich einer effektiven Gesundheitsversorgung übernommen werden sollten. Grundlage dieser Untersuchung bildet eine empirische Studie, die anhand qualitativer Experteninterviews mit Pflegeexperten durchgeführt wurde.

Karin Wolf-Ostermann, Thomas Fischer
0 eingereichte gutachten

Ambulant betreute Wohngemeinschaften für ältere, pflegebedürftige Menschen sind eine junge Versorgungsform, in die große Erwartungen gesetzt werden. In den letzten Jahren hat diese Versorgungsform große Zuwächse erfahren. Die Angebots- und Bewohnerstrukturen wurden jedoch bislang kaum untersucht. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurden mittels eines standardisierten Fragebogens Angaben von allen in Wohngemeinschaften tätigen Pflegediensten im Land Berlin erbeten. Dabei wurde nach Merkmalen aller Bewohner zu einem Stichtag im Jahr 2006, den Ein- und Auszügen im Jahr 2005 sowie der Personalausstattung und Trägerschaft des in der WG tätigen Dienstes gefragt. Es zeigte sich, dass Bewohner durchschnittlich im Alter von 72 Jahren (Männer) und 80 Jahren (Frauen) in Wohngemeinschaften einziehen und dort mehrheitlich bis zu ihrem Lebensende bleiben. Der Anteil an Personen mit Pflegestufe II ist höher als im Vergleich zur Pflegestatistik, dafür ist der Anteil an Personen mit demenziellen Erkrankungen eher niedriger al ...