Sep 17, 2019 Last Updated 11:38 AM, Sep 10, 2019

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Maria Kitzmantel, Katrin Book, Margarete Landenberger, Jörg Stukenkemper
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Die chemotherapeutische Behandlung von Tumorerkrankungen ist häufig verbunden mit Nebenwirkungen wie Appetitmangel, Übelkeit und Erbrechen. Studien zufolge liegt diesen in vielen Fällen ein Wissensdefizit hinsichtlich der Selbstpflege zugrunde. Ziel ist die Entwicklung einer evidenzbasierten pflegerischen Praxisleitlinie, die mittels Information und Beratung zur Minderung der Nebenwirkungen Appetitmangel, Übelkeit und Erbrechen beitragen soll. Nebenziel ist die Verbesserung des Wissensdefizits bezüglich der Nebenwirkungen und Selbstpflege sowie der Lebensqualität der Patienten. Die Praxisleitlinie wurde im Rahmen einer vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Studie entwickelt und besteht aus evidenzbasierten Handlungsempfehlungen für Information, Beratung und Anleitung von Chemotherapie-Patienten. Sie folgt den Phasen des Pflegeprozesses unter Anwendung internationaler Klassifikationssysteme. Die Praxisleitlinie unterstützt die Pflegenden bei der Auswahl der Pflegediagnose, des Pfle ...

Manfred Borutta, Ruth Ketzer
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Die vorliegende Arbeit unterzieht die zwischen 1994 und 2005 entstandenen Prüfkonstrukte des Medizinischen Dienstes der Spitzenverbände einer machtanalytischen Untersuchung im Sinne der Genealogie. Michel Foucaults Ansatz der Genealogie stellt eine Weiterentwicklung seines archäologischen Ansatzes innerhalb der Diskurstheorie dar. Beide Ansätze – Archäologie und Genealogie – sind zu verstehen als historische und gleichsam kritische Verfahren, die sich gegen eine vorgebliche Evidenz, die Unmittelbarkeit des Gesagten bzw. Geschriebenen und eine vordergründige historische Kontinuität wenden. Während die Archäologie Diskurse als historische Praktiken einer Kultur rekonstruiert, analysiert die Genealogie die strategischen Kämpfe um Macht-Wissenspositionen auf dem diskursiven Feld des Wissens und des Sozialen. Die genealogische Perspektive betont damit die prozessuale Seite der zu untersuchenden Diskurse. Dabei werden die politischen, sozialen und ökonomischen Bedingungen eines Diskurses und insbesondere seine Brüc ...

Heinrich A. Schmidt-Wilcke, Peter Kleinekemper
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Das Qualitätsmanagement eines Krankenhauses hat zur Aufgabe, medizinische, ökonomische und ethische Problemfelder zu bearbeiten und in Konfliktfällen nach Lösungen zu suchen, die der jeweiligen Krankenhausleitung zur Umsetzung vorgelegt werden können. Das medizinethische Handeln eines Qualitätsmanagement orientiert sich inzwischen an den allgemein anerkannten und gültigen medizinethischen Prinzipien, wie Respekt vor der Patientenautonomie, des Nichtschadenwollen, der Fürsorge und der Gerechtigkeit. Dabei ist das Qualitätsmanagement angewiesen auf ein für das Selbstverständnis entwickeltes und etabliertes Leitbild des jeweiligen Krankenhauses. Als Beispiele für sein moralisches Agieren wird der medizinethische Stellenwert innerhalb von Projekten, wie Ethische Fallbesprechungen, das Incident Reporting System, Medizinische Ablaufpfade und Patientenbeschwerdemanagement beleuchtet und der Nutzen für den einzelnen Krankenhauspatienten aufgezeigt. Die Qualität der Arbeit eines Qualitätsmanagement unter ethischen Asp ...

Birgit Panke-Kochinke
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Die Grundlage für eine hochschuldidaktische Kultur der medialen Differenz im Rahmen von Blended Learning ist denkbar einfach: es ist die kooperative Produktion eines Textes. Kooperation in der Interaktion ist das Schlüsselwort, das ein Lernen in Blended Learning Arrangements auszeichnet. Kooperation über Texte im WWW muss eingeübt werden. Kooperation über Sprache in der face-to-face-Kommunikation ebenfalls. Die Dissonanz ist der Ansatzpunkt, der emotional und intellektuell Kooperation anregt. Projektorientierte Arbeitsweisen sind das Mittel dazu. Labilisierung der Weg. Die personale Identitätsbildung der erfahrungsgenerierende Kompetenzgewinn. Das Ergebnis ist wiederum ein Text. Er spiegelt die gelungene Kooperation wider. Der fachdidaktische Fokus eines entsprechend begründeten Modells ist dabei getragen von der Erkenntnis, dass sich eine patientenorientierte Pflege nur umsetzen lässt, wenn man sich auch auf Formen von medialer Kommunikation einlässt und um ihre Wirkung weiß. Dazu gehört auch, zu wissen, d ...

Michael Kreißl
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Obwohl für den Bereich der Altenpflege mit der Novellierung des Altenpflegegesetzes 2003 erstmals eine bundeseinheitliche Ausbildungsgrundlage mit umfangreichen Neuerungen realisiert wurde, findet pflegeberufliche Bildung noch immer in der Mehrheit der Bundesländer auch derzeit außerhalb des staatlichen Bildungssystems statt. Angesichts nahezu unveränderter finanzieller, personeller und struktureller Rahmenbedingungen der Altenpflegeschulen stellt sich die Frage, inwieweit die hauptamtlichen Lehrkräfte dieser Schulen die immer komplexer werdenden Ansprüche pflegeberuflicher Bildung bewältigen. In der Untersuchung werden Pflegelehrkräfte von staatlich anerkannten Altenpflegeschulen aus dem Raum Nordhessen hinsichtlich ihrer Arbeitsbelastungen befragt. Es zeigt sich, dass die mit der Novellierung des AltPflG verbundenen Neuerungen der Ausbildung vor dem Hintergrund der spezifischen Rahmenbedingungen staatlich anerkannter Altenpflegeschulen zu besonderen Arbeitsbelastungen der hauptamtlichen Lehrkräfte dieser Sc ...