Mar 21, 2019 Last Updated 8:36 AM, Mar 21, 2019

Banner APN 300x100

Ausgaben
Frank Winter
0 eingereichte gutachten

Die Altenpflegeschulen stehen seit der Einführung des bundeseinheitlichen Altenpflegegesetzes vor der Herausforderung, den Kursteilnehmern berufliche Handlungskompetenzen mittels der didaktischen Methoden handlungsorientierten Unterrichts und gleichzeitig ein größeres Ausmaß theoretischer Inhalte vermitteln zu sollen. Politisch forciert wird hingegen die Unterstützung und Vermittlung von ALG II-Empfängern und Hauptschulabsolventen in die Altenpflegeausbildung, welche aufgrund ihrer Lernbiografien z.T. erhebliche Unterstützung bei der selbstständigen Organisation des eigenen Lernens benötigen. Dadurch entsteht ein Dilemma, da die Vermittlung bzw. Einübung beruflicher Handlungskompetenzen voraussetzungsvoller ist und deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt als die übliche Vermittlung des Faktenwissens. Die dafür notwendigen Ressourcen stehen den Schulen häufig nicht in ausreichendem Ausmaß zur Verfügung. Erschwert wird die Situation durch die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.

Eva-Maria Panfil
0 eingereichte gutachten

Interventionsstudien sind Designs erster Wahl, um Fragen zur Wirksamkeit pflegerischer Interventionen zu beantworten. Entsprechend der Methodik müssen pflegerelevante Entscheidungen für die Zielkriterien, deren Messzeitpunkte, Definition der Größe der erwarteten Wirkung, Messmethoden und Art der Kontrollvariablen getroffen werden. Die Planung klinischer Interventionsstudien benötigt eine sehr gute methodische Kompetenz, jedoch primär eine pflegerisch klinische Expertise. Deswegen ist systematisches Arbeiten und Reflexion in der Pflegepraxis dringend nötig. Wichtig ist eine Pflegepraxis, die möglichst standardisiert erfolgt, damit systematische Zusammenhänge entdeckt werden können, und die regelmäßig den Verlauf der Pflege evaluiert, damit mögliche Effekte und deren Größe festgestellt werden können. Nur so können Interventionsstudien geplant und damit der Beitrag der Pflege zur „Gesundung“ der Patienten deutlich werden.

Steve Strupeit
0 eingereichte gutachten

Der Beitrag befasst sich mit den Aufgaben von Gemeindeschwestern2 in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Im Rahmen der aktuellen gesundheitspolitischen Umstrukturierungen hat das Konzept der Gemeindeschwester eine neue Bedeutung erlangt. Drohende Unterversorgung durch Ärztemangel und Überlastung einerseits und der demographische Wandel andererseits, sowie ein Paradigmenwechsel im Gesundheitsbereich sollen durch eine Erweiterung des Aufgabenspektrums von Pflegepersonal und Medizinischen Fachangestellten kompensiert werden. Was aber haben Gemeindeschwestern in der DDR wirklich getan und welchen Anteil an der Gesundheitsversorgung hatten sie? Diesen Fragen wird im Rahmen des Beitrages nachgegangen. Grundlage der Darstellung bildet eine empirische Studie, die anhand von qualitativen Interviews mit ehemaligen Gemeindeschwestern Einsichten in dieses bislang kaum beforschte Feld eröffnet.

Annette Nauerth, Petra Ina Pfefferle
0 eingereichte gutachten

E- und Blended Learning, die didaktisch strukturierte Wissensaneignung mithilfe elektronischer Medien, wird in den nächsten Jahren nicht nur in Universitäten und Hochschulen zum festen Bestandteil von Lernangeboten gehören – auch die berufliche Ausbildung wird in immer stärkerem Maße auf den Computer als Lernpartner zurückgreifen. Zeit- und ortsunabhängig lernen zu können, bietet dem Lernenden große Flexibilität und die Auswahl vielfältigster Angebote auf einem internationalen Markt. In vielen europäischen Staaten gehört E-Learning-Kompetenz auch in der Pflegeausbildung wie selbstverständlich zum Portfolio eines jeden Absolventen. In deutschen Pflegeschulen werden diese neuen Medien allerdings bisher noch wenig genutzt. Es fehlt an einer speziell auf die Pflegeausbildung zugeschnittenen E-Didaktik und einfach zu bedienenden Plattformen, so dass die Vorbehalte gegenüber E- und Blended Learning noch größer sind als die Erfahrungen. Hier wollte das LEONARDO DA VINCI-Pilotprojekt „elearning-Assistant“ ansetzen un ...

Deutschsprachige Pflege-Fachinformation heute und morgen
Susanne Mayer
0 eingereichte gutachten

Die Pflegenden sind die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen. In diesem Bereich sind momentan Veränderungen im Gang, die zur Folge haben, dass die Bedeutung der Versorgung mit Fachinformation laufend steigt. Neue Ausbildungs- und Weiterbildungspläne, das Entstehen von neuen Studiengängen, der zunehmende Ruf nach Qualitätssicherung und Evidenz-basierter Pflege, der Übergang zu problembasiertem Lernen und E-Learning in Aus- und Weiterbildung – all das bedingt, dass die Pflegenden einerseits einen besseren und einfacheren Zugang zu der für sie relevanten Fachinformation haben müssen, andererseits aber auch vermehrt Unterstützung im Umgang damit bekommen sollten. Diesen Bedarf kann ein gutes Fachportal wie der neue Careum-Explorer, zumindest teilweise, abdecken.

Rupert Brenninger, Michael Bossle
0 eingereichte gutachten

Im Feedback- und Fördergespräch (F und F-Gespräch) an der BFS für Krankenpflege des Bezirks Oberpfalz begegnen sich Klassenleitung und Lernende als gleichberechtigte Gesprächspartner im Sinne eines auf Austausch angelegten Dialogs. Die Gesprächspartner haben die Möglichkeit ihre Einschätzung des Ausbildungsverlaufs zurück zu melden. Es ist wichtig, dass das Gespräch von der Klassenleitung geführt wird, da dieser sowohl theoretische wie praktische Leistungsentwicklungen bekannt sind. Das Gespräch wird insgesamt viermal in drei Jahren durchgeführt und ist mit einem Umfang von rund 40 Minuten obligatorisch. Ergänzend zu den laufenden Gesprächen im Schulalltag dient das F und F-Gespräch dazu, die ausbildungsbezogenen Ziele in einem gemeinsamen Konsens zu benennen und Bilanz über eine bereits erfolgte Umsetzung zu ziehen. Der Beitrag will zeigen, wie individuelle, kompetenzorientierte sowie biographieorientierte Lernberatung geleistet werden kann.

Änne-Dörte Jahncke-Latteck, Petra Weber, Edith Halves
0 eingereichte gutachten

Unter der Fragestellung, wie gelungene Interaktionen in ambulanten Pflegesituationen beschrieben und verstanden werden können, führten die Autorinnen 2002/3 vor dem Hintergrund des Symbolischen Interaktionismus eine Studie durch. Der Artikel stellt die für die ambulante Pflege zentralen interaktiven Prozesse der Situationsdeutung, Lebensweltorientierung und Normalitätskonstruktion vor und legt deren professionell gemeinten Sinn dar. Im Ergebnis werden die hieraus resultierenden, für die Gestaltung ambulanter Pflege erforderlichen Aufgaben und Kompetenzen aufgezeigt.