Sep 17, 2019 Last Updated 11:38 AM, Sep 10, 2019

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Katrin Richter, Hendrik Borgmann
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Studien weisen darauf hin, dass die Versorgung der von Behinderungen Betroffenen in Krankenhäusern defizitär ist. Um dieser Problemlage zu begegnen, ist es notwendig, die angesprochene Personengruppe in den Mittelpunkt der Forschung zu rücken. Auf der Grundlage des Erlebens von Krankenhausaufenthalten sollen Anforderungen an die Pflege von Menschen mit Behinderungen formuliert werden. In einem qualitativen Forschungsansatz wurden in Anlehnung an das ‚Problemzentrierte Interview’ nach Witzel 17 erwachsene Personen mit Mehrfachbehinderungen und elf Betreuer aus Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderung(en) in Gruppen- und Einzelinterviews befragt. Die Pflege von Menschen mit Behinderungen in Akutkrankenhäusern ist nach Aussagen der Probanden nur unzureichend an individuellen Bedarfen ausgerichtet. Mangelnde Akzeptanz oder respektloses Verhalten ihnen gegenüber beeinflussen die Versorgung. Die daraus resultierenden Probleme sind vielschichtig. So berichten Partizipienten von mangelhafter Kommunikation und F ...

Daniel Flemming, Carsten Giehoff, Ursula Hübner
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Ein lückenloser Informationsfluss stellt ein operationalisiertes Konzept einer Versorgungskontinuität dar. Der Pflegebericht als Zusammenfassung des pflegerischen Status eines Patienten dient dabei als Werkzeug. Der Aufbau eines Gesundheitsberuferegisters und die damit verbundene Ausgabe von Heilberufsausweisen an Pflegekräfte ermöglicht der Pflege einen Zugang zur Gesundheitstelematik. Die standardisierte und strukturierte Weiterleitung pflegerischer Informationen mithilfe des Pflegeberichts kann somit als eine zentrale gesundheitstelematische Anwendung und Instrument einer vernetzten Versorgung betrachtet werden. Voraussetzung für solche Anwendungen ist eine einheitliche Sprache oder auch semantische Interoperabilität, die sowohl den beteiligten Personen als auch den Anwendungssystemen eine Lesbarkeit des Pflegeberichts ermöglicht. Mit der Clinical Document Architecture Release 2 ist von HL7 ein geeigneter Kommunikationsstandard entwickelt worden, der die Abbildung klinischer und damit auch pflegerisc ...

Holger Mosebach, Simon Berger
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Mit der aktuellen Version der NANDA-I-Pflegediagnosen 2007/2008 hat die amerikanische Pflegediagnosenorganisation entschieden, einen Lizenzwechsel für die deutsche Ausgabe vorzunehmen. Der neue Lizenzhalter RECOM wurde aufgefordert, eine neue Übersetzung der Pflegeklassifikation vorzulegen. Es ergeben sich zahlreiche Änderungen durch den Wechsel von der 2005-2006- auf die aktuelle Ausgabe des Originaltexts. Neben allgemeinen sprachlichen Anpassungen, die der Vereinheitlichung des Vokabulars dienen, weist die aktuelle Ausgabe 15 neue und 26 überarbeitete Pflegediagnosen auf. Insgesamt umfasst die NANDA-I-Pflegeklassifikation damit 188 Pflegediagnosen. Es konnte demnach damit zu rechnen sein, dass die deutsche Übersetzung der NANDA-I-Pflege- diagnosen 2007-2008 umfangreiche Veränderungen gegenüber der vorherigen Sprachfassung vorweisen wird.

Anne Schmitt
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Im Rahmen eines Praxissemesters wurde der Auftrag formuliert, Pflegediagnosen auf einer Modellstation einzuführen. Praxispartner waren die Pflegedirektorin Sonja Hilzensauer für das Klinikum Saarbrücken und Prof. Riemer-Hommel für die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes. Auf der Grundlage einer Literatur- und Internetrecherche wurde ein Überblick über den pflegefachlichen Diskurs in Bezug auf die Einführung von Pflegediagnosen im deutschsprachigen Raum erarbeitet. Bevor eine Modellstation Pflegediagnosen in die Praxis umsetzten kann, müssen im Vorfeld einige Fragen geklärt werden. Die Ergebnisse wurden im Praktikumsabschlussbericht dargstellt (Schmitt 2007).

Steve Strupeit
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Pflegediagnosen stellen eine Chance dar, pflegerisches Handeln in der Praxis und im Alltag sichtbar und transparent darzustellen. Problematisch ist die Implementierung von Pflegediagnosen. Dabei handelt es sich um einen langen Prozess, welcher letztendlich auch zur Qualitätssicherung beiträgt und eine verbesserte Patientenzufriedenheit und -behandlung bedeuten kann. Eine Möglichkeit ist dabei die Nutzung von Projekten zur Implementierung in die Praxis. Dieser Beitrag skizziert und reflektiert die Möglichkeiten des Projektmanagements für das moderne Pflegemanagement und zeigt anschließend die Möglichkeit der Implementierung von Pflegediagnosen in die Praxis auf. Auf Grund der Existenz von verschiedenen Pflegeklassifikationssystemen skizziert dieser Beitrag beispielhaft die Einführung von NANDA-Pflegediagnosen in Verbindung mit NIC (Nursing Intervention Klassifikationen) und NOC (Nursing Outcome Classification). Dabei werden konkrete Handlungsempfehlungen gegeben und entsprechende Konzepte vorgestellt. Abgerund ...

Christiane Haupt, Dr. Christoph Löschmann, Prof. Dr. Friedhelm Lamprecht
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Psychische Dekompensation mit Depression oder psychosomatischen Beschwerden können die Folge einer mangelhaften Bewältigung kritischer Lebensereignisse sein. Der steigenden Prävalenz von depressiven Störungen im Alter steht jedoch ein Absinken der Zahlen behandelter älterer Patienten in Rehabilitationskliniken gegenüber. Durch die Gesundheitsreform wird nun die spezielle Therapie und Rehabilitation von Älteren gefördert. Auf der Grundlage einer medizinischen Dokumentationsanalyse wurden die Daten von insgesamt 13.574 Patienten von neun Rehabilitationskliniken (4.994 von ihnen im Alter über 50 Jahre) aus den Jahren 2002 bis 2005 ausgewertet und ein spezielles Konzept „70 Plus“ entwickelt.