Oct 20, 2019 Last Updated 8:16 PM, Oct 20, 2019

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William Goossen
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Aus der Perspektive der Pflege beschäftigt sich der vorliegende Artikel mit den Standards für eine Informationstechnologie im Gesundheitswesen. Dabei werden zunächst professionelle Standards der Qualitätspflege, des Vokabulars und der Arbeitsabläufe als grundlegende Materialien der Informationsanalyse diskutiert. Im Anschluss daran wird das Gestalten klinischer Inhalte durch den Gebrauch von Standards des Electronic Health Records und elektronischer Nachrichten beschrieben. Basis hierfür sind Erfahrungen, die sich aus nationalen Projekten in den Niederlanden ergeben haben. Die Art auf die solche Modelle zu verschiedenen technischen Anwendungen führen wird ebenso dargestellt wie auch die Leichtigkeit der Übersetzung zwischen verschiedenartigen technischen Lösungen. Schließlich führt die Anwendung von Pflegeinformationsmodellen (wie beispielsweise klinische Vorlagen oder Archetypen) für die Strukturierung von Pflegeinformationen und die Definierung technischer Spezifikationen in einem Dokument zu dem ...

A. Zimolong, M. Küppers-Simon, K. Becker
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Die Dokumentation von Behandlungspfaden ist unzureichend, solange diese nicht die gelebten Prozesse wiedergeben beziehungsweise aufgrund mangelnder Standardisierung zwischen verschiedenen Einrichtungen oder Systemen austauschbar sind. Es wird daher ein Qualitätsmanagement für die Pfadentwicklung vorgestellt, welches einen hohen praktischen Nutzungsgrad der erhobenen und dokumentierten Behandlungspfade sicherstellen soll. Hierfür wurden zunächst die Anforderungen an integrierte Behandlungspfade aus der Sicht der unterschiedlichen Interessensgruppen formuliert. Neben der medizinischen und ökonomischen Sicht wurde dabei auch die Patientensicht berücksichtigt, sowie die Anforderungen aufgrund der für die Pfaderhebung und -dokumentation einzuführenden Prozesse. Aus diesen Anforderungen wird ein Entwicklungsmodell für die Analyse und das Design Integrierter Behandlungspfade entwickelt, welches konkrete Vorgaben an den Entwicklungs- und Verbesserungsprozess beinhaltet. Zentrales Element ist dabei ein iteratives ...

Pia Wieteck et al.
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In Europa findet momentan eine große Rationalisierungsdiskussion bezüglich der Gesundheitssysteme statt. Sich wandelnde Finanzierungsformen führen zu steigenden Fallzahlen, dem gegenüber steht eine Reduzierung der Krankenhausverweildauer. Eine steigende Lebenserwartung, die Chronifizierung von Krankheiten und die demographische Bevölkerungsentwicklung sind weitere Herausforderungen an die Berufsgruppen im Gesundheitswesen. Ökonomisch gesehen ist die Pflege ein großer Wirtschaftsfaktor für den Krankenhaussektor. Die Personalkosten stellen mit ca. 66% einen großen Anteil der Krankenhausgesamtkosten dar. 40% dieser Personalkosten entstehen durch das Pflegepersonal. Die Leistungen, die die Berufsgruppe der Pflegenden erbringen, bleiben aber zu großen Teilen unsichtbar und somit gezielten Auswertungen verschlossen. Daraus ergeben sich die Notwendigkeit der Darstellung von pflegerischen Leistungen und der Ergebnisqualität sowie die Forderung nach wissenschaftlich abgesicherten Pflegeinterventionen. Es werden ...

Peter Tackenberg, Rudolf Widmer, Ulrich Schrader, Peter König
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Die offizielle Übersetzung der ICNP Version 1.0 ins Hochdeutsche erfolgt über die Deutschsprachige ICNP Nutzergruppe. Für die Beteiligung einer möglichst großen und fachinteressierten Nutzergruppe an der Mitarbeit zur Übersetzung wurde ein OpenSource-Verfahren konzipiert. Die Zusammenarbeit an der Übersetzung erfolgt über eine PhpWiki-Plattform. Kernstück der Übersetzung ist das datenbankgestützte ICNP Version 1.0 Übersetzungstool. Die Endversion wird bis 2007 über ein konsentierendes, elektronisches Abstimmungsverfahren generiert werden.

Heike Stöter
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Die Erfassung von Dekubitusprävalenz oder Sturzhäufigkeit stellt Krankenhäuser der Maximalversorgung vor große Probleme, wenn die Auswertung der Daten nicht online erfolgen kann. Im Klinikum Braunschweig wurde frühzeitig mit der strukturierten Datenerfassung begonnen. Nach den positiven Erfahrungen mit den parametrierten Dokumenten (PMD) zur pflegerischen Qualitätssicherung werden zunehmend auch andere Aspekte mit berücksichtigt. Bei der Entwicklung und Bereitstellung von PMD werden Kriterien wie Nutzen für die Qualitätssicherung, Unterstützung bei der Erlössicherung und Erleichterung der Dokumentationsaufgaben zugrunde gelegt. Ein noch zu lösendes Problem ist das zeitgleiche Führen der Papierdokumentation und der IT-gestützten Formulare. Die ungenügende Verknüpfung beider Dokumentationsformen kann zu Unterlassungen, aber auch zu Mehraufwand führen.

Sabine Steffan, Heiner Laux, Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
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Um die Akzeptanz elektronisch unterstützter Pflegedokumentation und ihre Einbettung in den gesamten Pflegeprozess zu untersuchen, wurde Anfang des Jahres 2006 eine Befragung zu dieser Thematik durchgeführt. An 1.402 Pflegemitarbeiter/ innen in insgesamt 61 bundesweiten stationären Altenpflegeeinrichtungen wurden standardisierte Fragebögen versandt, von denen 385 (27,5%) für die vorliegende Analyse zur Verfügung stehen. Die Konstruktion des Fragebogens orientierte sich an der PIK-Studie. In allen befragten Einrichtungen war das Softwareprogramm „TOM“ der Firma HINZ Online zur Pflegedokumentation installiert. Es werden überwiegend positive Einstellungen der Mitarbeiter/innen der befragten Einrichtungen zur PC-Arbeit, zur Pflegedokumentation und zum Dokumentationsprogramm festgestellt, sowie bekannte Vorteile der IT-gestützten Pflegedokumentation bestätigt. Einstellungen zur PC-Arbeit und der Zufriedenheit mit dem Dokumentationsprogramm korrelieren miteinander. Ebenso gibt es Zusammenhänge zwischen dem Pr ...

Alexandra Kuntze, Ursula Hübner
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Derzeit stehen Krankenhäuser durch den Einsatz des pauschalierten Vergütungssystems vor informationstechnologischen und organisatorischen Herausforderungen (vgl. Führing et al. 2004, Ingenerf et al. 2005). Mit den gesetzlichen Rahmenvorgaben, welche im fünften Sozialgesetzbuch (§135a SGB V) und dem Krankenhausfinanzierungsgesetz (§ 17 b, KHG) festgeschrieben sind, erfolgt eine Neuorientierung dahingehend, die Qualität zu sichern und die Versorgungskosten zu kontrollieren. Damit soll das wesentliche Ziel der ökonomisch erzwungenen Optimierung der Behandlungskosten erreicht werden (vgl. Lübke 2001). Für die Umsetzung dieser Vorgaben ist es unabdingbar, dass Pflegende ihre Leistungen im Gesundheitswesen beschreiben (vgl. Larrabee et al. 2001). Bei der Betrachtung des Aufgabenspektrums der Pflegenden widerspiegelt sich eine patientenorientierte, qualitativ hochwertige Arbeit und das Bemühen einer finanziell effizienten Versorgung, um Patienten in ihrem Lebensalltag mit ihrer Erkrankung bestmöglich zu unters ...

Manfred Borutta
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Pflegeeinrichtungen können nur selbst lernen; aber sie lernen nicht immer von selbst. Die Kompetenzentwicklung der Pflegeorganisation wie die ihrer Mitarbeiter bleibt nicht selten dem Zufall überlassen. Interventionen auf der Basis des Wissensmanagements setzen deshalb stets Reflexions- und Differenzierungsbereitschaft der intervenierten, und mehr noch der intervenierenden Systeme voraus. Entscheidungsträger in Pflegeeinrichtungen unterscheiden bei der Frage der Fort- und Weiterbildung und der Einführung neuer Methoden im Alltag selten zwischen Daten (als codierte Beobachtungen), Information (als aus relevanten Daten generierte Form) und Wissen (als in Erfahrung eingebettete und transferierte Information). Intervenierende Systeme (Berater, Projektleiter etc.) überschätzen häufig ihre Interventionsmöglichkeiten, indem sie eine lineare Verbindung zwischen gesetzter Intervention und Wirkung konstruieren, die sich in der organisationalen Wirklichkeit in dieser Reinkultur nicht wieder findet. Eine systemspezi ...