Oct 15, 2019 Last Updated 2:16 PM, Oct 14, 2019

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Carsten Giehoff, Ursula Hübner
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Um die Versorgungskontinuität bei der Entlassung und Verlegung von Patienten zu optimieren und Informationslücken zu schließen, wurde ein elektronischer Pflegeverlegungsbericht (PFLEGEFORM) in enger Zusammenarbeit mit dem „Netzwerk Versorgungskontinuität in der Region Osnabrück“ entwickelt. Dabei wurde das Konzept einer benutzerinvolvierenden Entwicklung verfolgt, bei dem die Belange verschiedener Gesundheitsdienstleister (Krankenhäuser, Altenheime, ambulante Dienste) berücksichtigt werden konnten. Alle wesentlichen Entlassungsinformationen sind mit der Software übermittelbar. Pflegerische Diagnosen und Maßnahmen werden über den Einsatz von Klassifikationen strukturiert abgebildet. Durch ein Sicherheitskonzept wird die sichere Übertragung patientennaher Daten gewährleistet. Diese Arbeit zeigt die Resultate einer implementationsbegleitenden Evaluation der Benutzerzufriedenheit mit der Software.

Mechthild v. Busse
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Die Parkinson-Krankheit ist eine neurologische Erkrankung des überwiegend höheren Lebensalters. Ihre Ätiologie ist nach wie vor unklar. Bei fortgeschrittener Erkrankung treten zahlreiche Symptome auf, welche die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. In Deutschland gibt es bislang kaum Fachliteratur zur Pflege von Parkinson-Betroffenen. Auch in anderen Fachrichtungen sind bislang nur wenige Studien zum Krankheitserleben veröffentlicht. In sieben narrativen Interviews berichteten Betroffene über ihr Leben mit der Parkinson-Krankheit. Mittels zusammenfassender qualitativer Inhaltsanalyse konnten die zentralen Themen „den Fortgang der Krankheit spüren“, „sich unverstanden fühlen“ und „mit der Krankheit fertig werden“ ausfindig gemacht werden. Das vierte zentrale Thema „im Ungewissen sein“ ließ sich vor dem Hintergrund der beiden erstgenannten Themen entwickeln und bildet einen Kontrapunkt zum Thema „mit der Krankheit fertig werden“. Es tritt in Abhängigkeit vom Befinden der Betroffenen in u ...

Uwe Krämer
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In Managementkreisen ging man bisher davon aus, dass der Teamgedanke eine tragfähige Lösung zur Bewältigung der vielfältigen und komplexen Arbeitsabläufe im Pflegesektor biete – und auch Teams haben gewöhnlich nach außen den Eindruck von gut funktionierenden Einheiten vermittelt und den Anschein eines guten Zusammenhaltes suggeriert. Bei genauerem Hinsehen wird allerdings deutlich, dass Teams nur dann als leistungsstark und konfliktarm und damit als hocheffiziente Arbeitsform gelten können, wenn sie keinen besonderen Belastungen ausgesetzt sind. Dieser Artikel beschäftigt sich mit dieser Problematik und will einen Weg aufzeigen, wie Teams effektiver werden können.

Guido Heuel
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Welche Problematiken auf die Unternehmen und das Personal zukommen und ob es in Zukunft überhaupt ohne „Ehrenamtler“ gelingt, wird am Beispiel des Pflegeberufs aufgezeigt. In dem ersten Teil wird der Arbeitsbegriff von der Produktionsarbeit zur Dienstleistungsarbeit beschrieben. Fortführend wird der Arbeitsbegriff als gesellschaftliche Tätigkeit fokussiert. Pflege, von der Nächstenliebe hin zur Entlohnungstätigkeit, schließt sich dann an und weiterführend wird der Schritt zur Professionalisierung aufgezeigt. Dabei wird beleuchtet, dass der beschriebene Weg der Professionalisierung, durch verschiedene Strukturänderungen auch zur Deprofessionalisierung führen kann. In einem weiteren Abschnitt erfolgt eine Skizzierung der personenbezogenen Dienstleistung. Wie sich das Erwerbspotenzial in der Pflege und das Pflegeaufkommen heute und in Zukunft darstellen werden, wird anhand von linearen Berechnungen dokumentiert. Anschließend soll eine kleine empirische Studie verdeutlichen, wie Unternehmen bisher auf das altern ...

Manfred Borutta
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Seit dem Inkrafttreten des SGB XI vor 10 Jahren und in potenzierter Form seit dem Inkrafttreten des Pflegequalitätssicherungsgesetzes (PQsG) vor vier Jahren sind die Beschwerden über eine Zunahme an bürokratischen Anforderungen im administrativen Bereich der Pflege immer lauter und deutlicher zu vernehmen. Entbürokratisierung ist eine der Forderungen und ein zentrales Schlagwort des Managements der Pflegeeinrichtungen geworden. Altenpflege und Bürokratie sind offenkundig für viele Leitungskräfte schwer unter einen Hut zu bringen. Im vergangenen Jahr hat die ministerielle Ebene in Berlin das Klagen der Leitungsebene erhört und den ‚Runde Tisch Pflege’ gebildet, um einen „Beitrag zur Verbesserung der Situation hilfe- und pflegebedürftiger Menschen zu leisten“ (Selbstbeschreibung der beteiligten Ministerien). Eine der vier Arbeitsgruppen des Runden Tisches befasste sich ausschließlich mit dem Thema Entbürokratisierung.

Martin Gieseke
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Pflegeforschung wird in deutschen Aus- und Weiterbildungen meist nur theoretisch vorgestellt. Um dieses theoretische Wissen praktisch erfahrbar zu machen, wurde von Juli 2003 bis Dezember 2004 am Institut für Pflegeberufe der Landeshauptstadt München (IfP) unter Begleitung eines Pflegewissenschaftlers von den Teilnehmern der Fachweiterbildung „Pflege in der Onkologie“ ein klinisches Lehrforschungsprojekt zur Mundpflege bei onkologischen Patienten entwickelt und durchgeführt. Die Teilnehmer vollzogen die Schritte des Forschungsprozesses nach vorgeschalteten theoretischen Input-Phasen teils in Gruppen und teils einzeln. Das Resultat war ein Forschungsbericht zum „Informationsbedarf von onkologischen Patientinnen und Patienten bezüglich ihrer Mundpflege“. Trotz organisatorischer und inhaltlicher Probleme zeigte die Auswertung der schriftlichen Teilnehmerreflexionen, dass die Ziele des Projektes erreicht wurden. Pflegeforschung wurde für die Teilnehmer greifbar, sie erlebten einen tieferen Einblick und Wissenserw ...

Babette Grabner, Elfriede Fritz
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Soziale Kompetenzen gehören zu den Schlüsselqualifikationen, die neben dem Faktenwissen immer größere Bedeutung in der heutigen Arbeitswelt erlangen. Insbesondere in der Pflege sind diese Qualifikationen wichtig, um den breit gefächerten Anforderungen, denen Pflegepersonen in ihrem Berufsalltag begegnen gewachsen zu sein. Im österreichischen Curriculum für die allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege sind die Anforderungen an das Pflegepersonal im Bezug auf sozial-kommunikative Kompetenzen wie folgt beschrieben: „Sozial-kommunikative Kompetenz ist die Fähigkeit und Bereitschaft, sich mit anderen unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Bildung usw. verantwortungsbewusst auseinanderzusetzen, sich gruppen- und beziehungsorientiert zu verhalten. In dieser Kompetenzkategorie sind Kritikfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Empathie, Rollendistanz, Frustrationstoleranz, Gesprächs- und Beratungsfähigkeit, Argumentations- und Artikulationsfähigkeit angesiedelt“ (ÖBIG, 2003, S. 31). Die Weiterentwicklung dieser Fähigkeit ...