May 27, 2019 Last Updated 7:27 AM, May 23, 2019

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Prof. Dr. Barbara Hellige
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In diesem Beitrag soll über eine Auseinandersetzung mit den Aspekten Wissen und Macht herausgearbeitet werden, welches Wissen Pflege benötigt, um professionell arbeiten zu können. Anschließend werden bezugnehmend auf Foucault Macht-Wissensdiskurse, in denen Pflege sich bewegt, dargestellt, um daraus Folgerungen für die Pflegeausbildung abzuleiten.

Michael Bossle, Bartosch Nowak
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Im Rahmen des Pflegepädagogikkongresses Lernwelten 2005 in Regensburg erarbeitete sich eine Schülerarbeitsgruppe dreier Regensburger Krankenpflegeschulen ihre Erwartungen an professionellen Unterricht. Bereits im Vorfeld des Kongresses traf man sich viermal, um die erarbeiteten Anforderungen in eine abwechslungsreiche Präsentation zu verpacken. Die Erwartungen an professionellen Unterricht wurden in zehn Thesen zusammengefasst, die in so genannten Speakers Corners von den Teilnehmern des Kongresses diskutiert wurden. Herausragende Wünsche der Lernenden waren der praxisorientierte Unterricht, einheitliche Regeln bei Pflegebegleitungen, sowie die bessere Verzahnung theoretischer und praktischer Inhalte.

Klaus Müller
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Berufliches Lernen im Sinne des Erwerbs wissensbasierter Problemlösungsfähigkeit ist um so erfolgreicher und nachhaltiger, je stärker die Fähigkeiten und Fertigkeiten direkt in der Berufswirklichkeit erworben werden. Von entscheidender Bedeutung dabei ist, dass das für die Problemlösung notwendige Wissen in der Handlungssituation abgefordert und so mit ihr verknüpft wird. Weiterhin muss der Handlungsprozess reflektiert und für die eigene Person bewertet werden. Lernaufgaben bieten eine geeignete Möglichkeit, Wissensanwendung und Reflexion direkt im beruflichen Handeln zu verankern, indem sie konkrete berufliche Handlungen zum Inhalt haben und mit Leitfragen die Reflexion stimulieren.

Claudia Wächter, Gerhard M. Käser
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Die Vernetzung von individuellen praktischen Erlebensprozessen mit theoretischen Konstrukten stellt im Bereich der Pädagogik eine besondere Herausforderung dar. Ein begleitendes Medium, das Lerntagebuch, ermöglicht dem Lernenden seine persönlichen Erlebnisse zu dokumentieren und diese im anschließenden Bericht zu bearbeiten. Die Anforderungen dieses Berichtes werden mit zunehmendem Ausbildungsverlauf komplexer und umfangreicher. Das hier vorgestellte Konzept ermöglicht es, Schlüsselkompetenzen individuell und unter konstruktivistischer Bezugsnahme aufzuarbeiten. Außerdem ist das persönliche Lerntagebuch als Lerndokumentation und als Grundlage einer gesteuerten und damit strukturierten Reflexion, während der Ausbildung bedeutend. Parallel hierzu können curriculare Kriterien (Lernfeld) eingestreut werden. Insgesamt steht dieses Konstrukt nicht ausschließlich für die schulische Realität, sondern kann in jedem beruflichen Lehr- und Lernkontext Verwendung finde

Prof. Dr. Christa Olbrich
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Die Pflegepädagogik ist seit vielen Jahren auf einen sicheren Weg der formalen und inhaltlichen Professionalisierung. Mit dem neuen Gesetz der Gesundheits- und Krankenpflege 2003 wurde festgelegt, dass Lehrende in den Pflegeberufen zur Zulassung der Lehrbefugnis einen akademischen Abschluss vorweisen müssen. Inhalte zu pflegepädagogischen Fragen werden zunehmend zu Forschungsthemen, Publikationen und Kongresse (5. Kongress: Lernwelten in Regensburg 2005) zeigen eigenes Wissen der doch noch nicht so alten Disziplin der Pflegepädagogik. Zentrale Themen in Lehr- und Lernprozessen sind Kommunikation, Interaktion und Sprache. Hier besteht noch ein großer Bedarf an Interaktionsforschung im Berufsfeld der Pflege, allgemeine Kommunikationsstudien liefern wenig Erkenntnisse für die Sprache in der Pflege. Mit dem Konzept der Idiolektik kann hier ein sehr spezifischer Beitrag zur kommunikativen Weiterentwicklung von pädagogischer Kompetenz von Lehrenden in Gesundheits- und Pflegeberufen geleistet werden. Durch die erl ...

Univ.-Doz. Dr. Christa Them, Elfriede Fritz, Eva Schulc
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In Österreich stehen aktuell durchlässige Bildungskonzepte (vom Pflegeassistenten bis zum Pflegeakademiker) zur Diskussion. Realität ist, dass ab Herbst 2005 an drei Universitäten in Österreich ein Studium der Pflegewissenschaft absolviert werden kann. Vielfach werden jedoch neben ausgebildeten diplomierten Pflegepersonen Personen ohne Pflegediplom in diesen Studien anzutreffen sein. Im vorliegenden Artikel wird zunächst die Chronologie der Entstehung von Pflegewissenschaft in Österreich dargestellt und folgend aufgezeigt, für welche Tätigkeitsbereiche die in Österreich neu etablierten Studien der Pflegewissenschaft diplomierte Pflegepersonen in Österreich qualifizieren sollen.

Prof. Dr. Ingrid Darmann
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In einer von der Autorin durchgeführten qualitativen Studie zur Interaktion zwischen Lehrern und Schülern im Pflegeunterricht wurden drei Bildungskonzepte von Pflegelehrern („Regelorientierung“, „Fallorientierung“ und „Meinungsorientierung“) einschließlich ihrer lernförderlichen Möglichkeiten und Begrenzungen identifiziert. Zusammenfassend kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass das Bildungspotenzial der vorgefundenen Bildungskonzepte als eher gering einzuschätzen ist. In diesem Beitrag werden sowohl die Bildungskonzepte dargestellt als auch aus pflegedidaktischer Perspektive drei Zieldimensionen als Anhaltspunkte für die Erhöhung der Bildungshaltigkeit des Pflegeunterrichts vorgeschlagen. Der Beitrag beginnt mit einem Exkurs zu den Merkmalen und Rahmenbedingungen professionalisierten Lehrerhandelns.

Prof. Uta Oelke
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Die Historie der Pflegeausbildung zeigt, dass die traditionelle Persönlichkeitsbildung in der Pflege als unbeugsame weibliche Charakterbildung unter dem Motto „An sich selbst zu denken, ist schlechte Gewohnheit“ verlief und dem Leitmotiv dieses Beitrags „Die Menschen stärken und die Sachen klären“ (von Hentig) diametral gegenüber steht. Eine der Folgen dieser historischen Wurzeln haben zu einem kollektiven Muster geführt, das sich mit „Pflege ist stumm“ (Steppe) überschreiben lässt. Zu den zentralen Herausforderungen einer Förderung personaler Kompetenz – die unter anderem diesem Muster entgegenwirkt – gehören die Stabilisierung der Pflegenden im Umgang mit emotionalen Belastungen und die Förderung von Reflexionsfähigkeit.