Sep 17, 2019 Last Updated 11:38 AM, Sep 10, 2019

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Gerd Bekel
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Vor nun mehr fast dreißig Jahren haben die Diskussionen um Pflegediagnosen Einzug in den pflegewissenschaftlichen Diskurs gehalten. Viel ist seit den Anfangsjahren passiert. Eine große Vielzahl an Klassifikationssystemen und diagnostischen Labels sind entwickelt worden. Federführend wurde die Diskussion seit 1972 durch die „Task Force to Name and Classify Nursing Diagnoses“ und ab 1982 durch ihre offizielle Nachfolgeorganisation, der North American Nursing Diagnosis Association (NANDA) national und international bestimmt. In Deutschland wird die Diskussion seit etwa 1995 zunächst zögerlich und seit der Planung des Gesetzgebers zur Einführung der G-DRG verstärkt in der Fachöffentlichkeit geführt

Olaf Scupin
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Die Einführung eines fallbezogenen Krankenhausfinanzierungssystems erfordert von Seiten der professionellen Pflege eine Reorganisation ihrer Arbeitsprozesse. Die Leistungen des Pflegedienstes müssen in Zukunft patientenbezogen ermittelt, kalkuliert und eingesetzt werden. Zur Zeit existiert in der Bundesrepublik Deutschland kein Pflegediagnostikverfahren, welches den aktuellen und prospektiven Pflegebedarf eines Patienten oder Klienten ermittelt. Die theoriegeleitete Pflegediagnostik der Selbstpflegedefizit-Theorie stellt einen Bezugsrahmen für eine patientenbezogene Pflegeplanung dar. Parallel müssen die Arbeitsabläufe dezentral organisiert werden. In den Ländern der Welt, in denen fallpauschalierte Finanzierungssysteme angewendet werden, reagierte die Pflege mit der Einführung fallbezogener Pflegesysteme. Hier ist vorrangig das Primary nursing zu nennen. Im Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster werden die genannten Prozesse aktuell umgesetzt. Der vorliegende Artikel stellt die ersten Umsetzun ...

Hella Pfizenmayer, Stefan Simpfendörfer
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Anfang 1999 wurde im Kreiskrankenhaus Schorndorf ein Projekt zur „Strukturierung und Systematisierung der Pflegepraxis“ begonnen, um die Pflegepraxis auf die neuen Anforderungen vorzubereiten und um Möglichkeiten im Umgang mit Veränderungen aus der Praxis heraus zu entwickeln. Im Rahmen dieses Projektes ergab sich im Frühjahr 2001 die Notwendigkeit einer fachlich-inhaltlichen Restrukturierung des pflegerischen Aufgabenfeldes, insbesondere hinsichtlich der ersten Phase der pflegerischen Versorgung der Patienten. Daher startete im April 2001 ein Teilprojekt zur „Primärplanung von Patientensituationen“

Elisabeth Holoch
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Das Olgahospital in Stuttgart ist eines der ersten Kinderkrankenhäuser, das den Eltern Anfang der 70er Jahre die kontinuierliche Anwesenheit und Übernachtung bei ihrem Kind ermöglichte. Heute – ca. 30 Jahre nach der Öffnung der Kinderklinik für die Eltern und der Abschaffung rigider Besuchszeiten – ist es eine Selbstverständlichkeit geworden, dass die Eltern kranker Kinder den ganzen Tag über oder auch nachts während des gesamten Krankenhausaufenthaltes bei ihrem Kind sind und seine Pflege während dieser Zeit in unterschiedlichem Ausmaß weiter übernehmen. Zum Auftrag einer Kinderkrankenschwester1 gehört heute (nicht nur in der ambulanten Pflege, sondern auch im Krankenhaus) die enge Kooperation mit den Eltern

Gerd Bekel
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Im vorliegenden Beitrag soll aufgezeigt werden, wie durch systemdynamische Pflegeprojekte die Hauptzielrichtungen der Pflegepraxis nachhaltig systematisiert und Schnittstellen zu anderen Berufsgruppen in den Institutionen geschaffen werden können. Als zentrale Elemente dieser Form der Organisationsentwicklung dienen die Nutzung theoriebasierter Pflegediagnostik und die Verwendung der Selbstpflegedefizit-Theorie von D.E. Orem als fachtheoretische Struktur. Es wird weiterhin aufgezeigt, welcher – häufig unterschätzte – unternehmerische Vorteil in der systematischen Entwicklung theoriebasierter Pflegepraxis liegt

Christian de la Chaux, Marcel Sailer
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Das Eintreten akuter Erkrankungen sowie die Verschlechterung chronischer Verlaufsformen konfrontiert Menschen mit Situationen, die sie ohne professionelle Hilfe nicht bewerkstelligen können. Innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne müssen sie lernen, diesen neuen und unbekannten gesundheits- und alltagsbezogenen Anforderungen gerecht zu werden. Spezifische, ausgewählte Kenntnisse und Fertigkeiten sollen dazu verhelfen, ein gesundheitsförderliches Verhalten zu erreichen. Dadurch entsteht ein Spannungsfeld zwischen erwünschten Verhaltensveränderungen, formuliert durch professionelle Helfer auf der einen und der autonomen Entscheidung der Patienten auf der anderen Seite. Der folgende Beitrag verdeutlicht die Notwendigkeit einer pflegetheoretischen und pflegefachlichen – sowie einer pädagogisch-didaktischen Bezugnahme um diesem Spannungsfeld gerecht zu werden. Pflegetheoretisch begründen wir das Patientenschulungsprogramm auf die Selbstpflegedefizit-Theorie von Dorothea E. Orem, pädagogisch-didaktisc ...

Ute Raum-Pordzik
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Das Ergebnis des pflegediagnostischen Prozesses hängt wesentlich von der Erhebung und Sammlung aussagekräftiger, pflegerelevanter Informationen – bezogen auf die jeweilige Patientensituation – ab. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass konventionelle Instrumente zur pflegerischen Ersterhebung diese Anforderungen kaum erfüllen. D.h. spezifische Aspekte einer komplexen Situationsproblematik können meist nicht dargestellt werden. Im Rahmen des Projektes „Systematisierung der Pflegepraxis“ im städtischen Krankenhaus München– Schwabing wurde deshalb von Pflegenden einer Station (Infektiologie 10ge) eine mögliche Form der systematischen Sammlung selbstpflegerelevanter Informationen entwickelt. Es entstand eine Selbstpflegeanamnese für die Aufnahme von PatientInnen mit der medizinischen Diagnose HIV-Infektion, -Erkrankung und/oder AIDS. Ausgehend von Teilkonzepten der Selbstpflegedefizit-Theorie von Dorothea E. Orem wird damit, dem Anspruch der systematischen Einbeziehung der Selbstpflegekompetenz der Patie ...

Ursula Oelßner
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Das Modellprojekt „Pflege neu denken – Bildung neu gestalten“ greift die Diskussion über eine grundlegende Reform der Pflegeausbildungen in Deutschland auf. Die veränderten Anforderungen an die Pflegeberufe wirken sich bereits in der Gegenwart auf die beruflichen Handlungsfelder aus ohne dass sie in den Ausbildungsgängen genügend berücksichtigt werden. Die auf Lebensphasen ausgerichteten Ausbildungsgänge entsprechen längst nicht mehr der Realität in der pflegerischen Praxis. Für die Kinderkrankenpflege haben sich in den vergangenen Jahren deutliche Anforderungen in der Gesundheitsfürsorge, Unterstützung von Familiensystemen und der Elternarbeit herausgestellt. Die Altenpflege sieht sich zunehmend mit schwerstpflegebedürftigen alten Menschen in der stationären Versorgung konfrontiert, auch in der Häuslichen Pflege bestimmt Multimorbidität den Pflegebedarf

Claudia Neumann
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Dass das Bundesministerium für Gesundheit „die Pflege“ als eine politische Herausforderung im Hinblick auf die vielfältigen Veränderungen in der Gesellschaft und im Gesundheitswesen ansieht, dokumentiert sich bereits im Koalitionsvertrag. Hier wurde u.a. für diese Legislaturperiode eine „Überprüfung der Berufsbilder der Medizinalfachberufe“ vorgesehen sowie als langfristige Zielsetzung „die Ausbildung in den Pflegeberufen auf eine gemeinsame Grundlage zu stellen und durch die Schaffung von gleichen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für alle Pflegeberufe weiter zu entwickeln“

Klaus Müller
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Das Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld und das Institut für Gerontologie an der Universität Dortmund entwickeln und erproben gemeinsam mit Praxiseinrichtungen und dem Caritas- Verband für das Bistum Essen e.V. Curricula für die integrierte berufliche Ausbildung in den Pflegeberufen Kranken-, Kinderkrankenund Altenpflege

Uwe Bartoschek, Ariane Greubel
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Die berufliche Bildungslandschaft hat sich in den vergangenen 20 Jahren stark gewandelt. Obwohl die berufliche Ausbildung in Deutschland seit langem auf drei Säulen ruht, ist in der öffentlichen Diskussion und im allgemeinen Bewusstsein fast ausschließlich die „duale“ Berufsausbildung präsent. Dies bedeutet, dass die anderen beiden Säulen und mit ihnen die über 400.000 Jugendlichen, die in ihnen ausgebildet werden, im Vergleich zu den etwa 1,6 Millionen Jugendlichen in der „dualen“ Ausbildung nicht oder kaum wahrgenommen werden

Deutsches Netzwerk zur Selbstpflegedefizit-Theorie von D. E. Orem
netzwart@gbconcept.de
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Im April 2001 haben sich auf Schloss Reisensburg verschiedene Kliniken aus dem gesamten Bundesgebiet zusammengeschlossen, um gemeinsam an der Weiterentwicklung der theoriebasierten Pflege in ihren Einrichtungen zu arbeiten. Alle Einrichtungen führen seit längerer Zeit jeweils ein zentrales Pflegeentwicklungsprojekt durch. Das Projekt läuft unter dem Namen „Systematisierung der Pflegepraxis“ und basiert im fachtheoretischen Segment auf den Konzepten der Pflegetheorie von Dorothea E. Orem. Beteiligt am Projekt sind jeweils Mitarbeiter/innen unterschiedlicher Fachabteilungen und Stationen.