Mar 25, 2019 Last Updated 4:49 PM, Mar 21, 2019

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Lauber
 
Lauber, A. und P. Schmalstieg (Hrsg.)
Pflege, Bände 1-4
Grundlagen beruflicher Pflege, Wahrnehmen und Beobachten, Pflegerische Interventionen, Prävention und Rehabilitation.
Georg Thieme Verlag, Stuttgart – New York, 2017, 4. Aufl., 1828 S., 149,99 €, ISBN 9783132406438

Insgesamt sind die vier Teile des Lehrbuches gut überarbeitet, mit anschaulichen Schaukästen versehen und gut verständlich. Merksätze heben die Wichtigkeit von Abschnitten hervor. Beispiele machen die Inhalte verständlich. Die Kapitel werden mit einem Fazit und Literaturangaben abgeschlossen.

• Grundlagen beruflicher Pflege - Inhaltlich beschäftigt sich der erste Band grob mit der Entwicklung der beruflichen Pflege, Pflegetheorien, Pflegewissenschaft sowie ethischen Fragestellungen. Die Kapitel sind verständlich und gut nachvollziehbar aufgebaut. Zusammenfassungen und Beispiele erleichtern die Verstehbarkeit und Merkfähigkeit.
• Wahrnehmern und Beobachten - Auf die Unterscheidung zwischen Wahrnehmungsvorgang und gezielter Beobachtung wird ausführlich eingegangen. Davon wird die Datenerhebung im pflegerischen Alltag abgeleitet sowie die entsprechende Informationsweitergabe. Den Schwerpunkt des Bandes bildet die Beschreibung einzelner Beobachtungsbereiche beim gesunden und kranken Menschen.
• Pflegerische Interventionen - Als Grundlage der pflegerischen Interventionen, zu denen die Physikalische Therapie, die Arzneimittelverabreichung, Sonden und Drainagen, die Wundversorgung, diagnostische Maßnahmen und Punktionen gehören, werden die Arbeitsorganisation in der Pflege, hygienische Prinzipien sowie die Berührung in der Pflege vorangestellt. Damit wird der Rahmen abgesteckt, in der sich Pflegende bewegen.
Die Bücher führen im Titel die „Professionelle Pflege in allen Altersstufen“. In jedem Kapitel wird ausdrücklich auf Kinder und ältere Menschen eingegangen. Über die meisten pflegerischen Maßnahmen wird ein Überblick gegeben, für spezifische Kenntnisse sollten aber besser altersbezogene Fachbücher herangezogen werden. Fallstudien und Pflegediagnosen unterstützen die Kapitel und machen sie für die Praxis gut handhabbar.
Je eigene Kapitel sind den Themen „Schmerz“ und „Notfälle“ gewidmet. Insbesondere das Thema Schmerz wird sehr ausführlich behandelt.
• Prävention und Rehabilitation- Schwerpunktmäßig werden Prävention, Rehabilitation, Beratung, Kinästhetik, Basale Stimulation, Bobath-Konzept, Realitätsorientierung, Validation, komplementäre Konzepte sowie Prophylaxen behandelt. In der Prävention wird ein Bogen von den verbesserten Lebensbedingungen, zu denen Präventionsmaßnahmen gehören, zur Gesundheitsförderung geschlagen, wobei das Antonowski-Konzept zugrunde gelegt wird. Die Ottawa-Charta führt z. B zur Gesundheitsförderung in Schule, Beruf sowie zu der in Kliniken und Gesundheitseinrichtungen. Prävention wird in ihren Dimensionen von der primären bis zur tertiären aufgeführt. Ebenso werden die verschiedenen Lebensalter berücksichtigt.
Ein Schwerpunkt liegt auf den Prophylaxen. Sie werden ausführlich behandelt und berücksichtigen außer den Üblichen ebenso die Deprivationsprophylaxe als eigenen Punkt.
Insgesamt geben die vier Bände einen guten Gesamtüberblick über das Berufsfeld Pflege. Eine Anschaffung lohnt sich in jedem Fall sowohl für Pflegende in der Pflege als auch für diejenigen in den Ausbildungsberufen Gesundheits- und Kranken- / Kinderkrankenpflege.
 
 
Eine Rezension von Judith Pack

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